Der revolutionäre Pädagoge A. S. Neill erzählt die Geschichte der von ihm gegründeten Schule Summerhill und zieht die Summe seiner Gedanken über Kinder und Eltern, Schulen und Lehrer, über Freiheit und Zwang, über die neue Sexualmoral und Lernpsychologie. Neill setzt nicht auf den Umsturz der bestehenden Zwangsgesellschaft. Freiheit und Menschlichkeit erhofft er sich nicht von den politischen Institutionen und technischen Fortschritten, sondern von einer neuen Erziehung. Ein ermutigendes Buch. Summerhill wurde 1921 von A. S. Neill in England gegründet. In dieser revolutionären Internatsschule wurden in den Jahrzehnten seitdem Hunderte von Jungen und Mädchen nach den völlig neuartigen Grundsätzen des Schulgründers erzogen. Sein erzieherisches Prinzip: dem Kind bei seiner Entwicklung jede nur mögliche Freiheit zu lassen, die Autorität der Erwachsenen zum Verschwinden zu bringen und Vertrauen zur Grundlage der zwischenmenschlichen Beziehungen zu machen. In Summerhill ist die Teilnahme am Unterricht freiwillig. Hausarbeiten, Zensuren und Prüfungen gibt es nicht. Die notwendigen Vorschriften und Gesetze zur Sicherheit und Gesundheit der Kinder und zur Ordnung des Gemeinschaftslebens werden von keiner Behörde, keinem Kollegium und keinem Direktor erlassen, sondern in den allgemeinen Schulversammlungen jede Woche demokratisch diskutiert, beschlossen, manchmal wieder aufgehoben oder verbessert. Jedes Mitglied der Schulversammlung stimmt mit einer Stimme ab - der jüngste Schüler ebenso wie alle Lehrer und Neill selber. Und eine solche Schule soll funktioniert haben? Summerhill besteht fünfzig Jahre. Das pädagogische Experiment ist tatsächlich gelungen. Denn obwohl vorwiegend schwierige Kinder und Versager" zu Neill gebracht wurden, sind aus der Schule von Summerhill keineswegs verwilderte oder verdorbene Geschöpfe hervorgegangen, sondern durchweg körperlich und seelisch gesunde, tüchtige und schöpferische Menschen. In diesem Buch erzählt Neill die Geschichte von Summerhill, er schildert das Leben der Kinder in der Schule und seine Erfahrungen mit ihnen. Im zweiten Teil des Buches zieht dieser revolutionäre Erzieher die Summe seiner Gedanken über Kinder und Eltern, Schulen und Lehrer, über Freiheit und Zwang, über die neue Sexualmoral und Lernpsychologie. Ein herzerfrischendes und ermutigendes Buch. Neill setzt nicht auf den Umsturz der bestehenden Zwangsgesellschaft. Freiheit und Menschlichkeit erhofft er sich nicht von den politischen Institutionen und technischen Fortschritten, sondern von einer neuen Erziehung. Summerhill ist nur ein winziger Anfang. Aber es gibt die Hoffnung, dass diese Schule - Schule machen wird...