Ich habe eine kohlenhydratreduzierte Diät zur Vorbereitung von zwei Ironmanrennen durchgeführt, also wenn immer möglich auf Zucker, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (sogenannte "schnelle Kohlenhydrate") verzichtet oder stark reduziert. Anfänglich habe ich mich häufig kraftlos jedoch immer gut und fit gefühlt. Ich habe viel Gewicht verloren, jedoch hauptsächlich durch das harte Training. In Diskussionen mit Ärzten wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, dass für Trainingseinheiten mit hoher Intensität auf Kohlenhydrate auf keinen Fall verzichtet werden kann. Deshalb fing ich automatisch an, dediziert schnelle Kohlenhydrate aufzunehmen, wenn harte Trainingseinheiten anstanden. Das Konzept hat mir sehr gut bekommen: ich habe mich super gut gefühlt, mein Gewicht bestens kontrolliert, und mich kerngesund ernährt, ohne ständig vor dem Problem zu stehen, wie die Diät denn eingehalten werden kann. So kann man zB bei einem guten Standardessen einfach die Kartoffeln weglassen oder stattdessen Salat nehmen. Zum Frühstück gabs häufig Eier mit Speck und eine Pampelmuse dazu, und abends habe ich statt Brot einfach Salat oder Käse gegessen. Wenn man schnell laufen will, kann man das Brot oder die Kartoffeln dann einfach wieder mit reinnehmen. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit dieser Strategie nicht schneller geworden bin. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Diese schöne Ernährungsstrategie ist in Jan Prinzhausens neuem Buch sehr einfach und übersichtlich beschrieben. Für mich war besonders wichtig, dass ein echter Ernährungsexperte das Thema beleuchtet und mit vielen Informationen aufbereitet hat, die in der Standardliteratur nicht auftauchen, wie zB dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung die Fettverbrennung aktiv stimuliert. Sehr schön auch die Beispiele der Ironmansportler, die diese Diät ausprobierten. Für Ausdauersportler durchaus zu empfehlen.