tools4musik, 6. Ausg. 2002
Das neue Praxisbuch der Lichttechnik richtet sich an Einsteiger, aber auch engagierte Musiker, die die Show ihrer Band ins rechte Licht setzen wollen. Das Buch ist in drei Sektionen eingeteilt: Im ersten Abschnitt wird der Leser mit den physikalischen Grundlagen vertraut gemacht: Was ist Licht, was gilt es beim Einsatz von Strom zu beachten? Der zweite Bereich ist dem Licht-Equipment gewidmet: Scheinwerfer und deren Montage, Licht-Steuergeräte und Dimmer, aber auch Nebelmaschinen, Farbfilter und Podeste. Im Praxisteil geht es dann u. a. darum, wie man das Equipment transportiert und effizient aufbaut, wie viel Zeit man vor dem Gig einplanen sollte, aber auch welche Lichtanlagen sich für welche Bühnengröße eignen.
Ein Ratgeber, bei dem manchem ein "Licht" aufgehen könnte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
tools4musik, 6. Ausg. 2002
Das neue Praxisbuch der Lichttechnik richtet sich an Einsteiger, aber auch engagierte Musiker, die die Show ihrer Band ins rechte Licht setzen wollen. Das Buch ist in drei Sektionen eingeteilt: Im ersten Abschnitt wird der Leser mit den physikalischen Grundlagen vertraut gemacht: Was ist Licht, was gilt es beim Einsatz von Strom zu beachten? Der zweite Bereich ist dem Licht-Equipment gewidmet: Scheinwerfer und deren Montage, Licht-Steuergeräte und Dimmer, aber auch Nebelmaschinen, Farbfilter und Podeste. Im Praxisteil geht es dann u. a. darum, wie man das Equipment transportiert und effizient aufbaut, wie viel Zeit man vor dem Gig einplanen sollte, aber auch welche Lichtanlagen sich für welche Bühnengröße eignen.
Ein Ratgeber, bei dem manchem ein "Licht" aufgehen könnte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Umschlagtext
Über den Autor
Auszug aus Das Praxisbuch der Lichttechnik von Rainer Bewer. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Alles ist dem Wandel der Zeit unterworfen ganz besonders im Showbusiness. Anders als früher verbindet man heutige Live-Konzerte nicht nur mit einem Hörerlebnis, sondern auch mit ausgeprägten visuellen Eindrücken. Vor noch nicht allzu langer Zeit waren aufwändige Lichteffekte und Lichtshows nur in Diskotheken anzutreffen, neuerdings kommen sogar Auftritte von Schul- oder semiprofessionellen Rockbands kaum mehr ohne jegliche Showbeleuchtung aus. Folglich nimmt die Lichttechnik heute im modernen Entertainment einen sehr viel höheren Stellenwert ein, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war.
Professionelle Veranstalter legen den Maßstab hoch an und agieren als Vorbilder. Die Lichtshows der Top-Acts in der Showbranche setzen die Bühnenpräsentation der Akteure derart perfekt in ein visuelles Erlebnis um, dass man sie fast als Hauptereignis eines Live-Auftritts empfindet. Der dabei betriebene technische Aufwand ist immens. Diese Tendenz hat den Einzug von Show-beleuchtung in den Hobby- und semiprofessionellen Musikbereich stark gefördert. Ergebnis: Der Besuch eines Rockkonzertes, einer Tanzveranstaltung und sogar einer volkstümlichen Aufführung, die lediglich mit dem vor Ort installierten Licht der Saalbeleuchtung bestritten wird, ist heutzutage kaum mehr akzeptabel.
Um den hohen Erwartungen des Publikums gerecht zu werden, sind auch die Anforderungen an die Musiker gestiegen. Sie müssen nicht nur für die Übertragung des Tons und für das Einstudieren einer Show sorgen, sondern auch für deren lichttechnische Umsetzung nebenbei wird von ihnen natürlich erwartet, dass sie auch gute Musik machen!
Leuchtmittel haben die Funktion, zielgerichtet Licht zu erzeugen. Um das Licht zu erhalten, das für den jeweiligen Zweck benötigt wird, ist die richtige Auswahl von großer Bedeutung. Je nach Grundfunktion können Sie zwei Gruppen von Leuchtmitteln unterscheiden: zum einen die Temperaturstrahler, zu denen auch die klassische Glühbirne gehört, und zum anderen die Entladungslampen.
Elektrische Leuchtmittel bestehen aus drei wesentlichen Komponenten: Die Sockel dienen als Halterungen und werden in die entsprechenden Fassungen der Scheinwerfer eingeführt. Man unterscheidet hinsichtlich der Bauform einseitig und zweiseitig gesockelte Leuchtmittel. Das Licht erzeugende Medium, zum Beispiel ein Glühdraht oder ein Gas, ist der zweite wichtige Bestandteil. Ein Glaskolben oder eine ebensolche Röhre, häufig luftleer oder mit Edelgas gefüllt, isoliert schließlich das Licht erzeugende Medium von der Außenluft.
5.1 Temperaturstrahler
Temperaturstrahler wie etwa Glühlampen erzeugen Licht, indem ein sehr dünner Metalldraht durch elektrischen Strom zum Glühen gebracht wird. Dabei entstehen Temperaturen von 2.500° bis 2.700° C. Nur ca. 5 bis 15% der zugeführten elektrischen Energie werden tatsächlich auch in Licht umgesetzt, der Rest geht leider als nicht nutzbare Wärme verloren. Die Lichtausbeute beträgt zwischen fünf und zehn Lumen pro Watt (lm/W). Glühlampen erzeugen warmweißes Licht, da im sichtbaren Bereich der Rotanteil dominiert. Weil Luft- bzw. Sauerstoffkontakt bekanntermaßen zu einer raschen Zerstörung der Glühdrähte führt, sind die Glaskolben entweder luftleer (evakuiert), oder sie enthalten ein Edelgasgemisch.