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Produktinformation
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Ohne Qualen geht es nicht. Obschon Helen, die junge Malerin, sich zu retten versucht und zu fliehen vor dem Bild, an dem sie malt. Für die Dauer von drei Monaten wurde sie eingeladen ins luxuriöse Anwesen eines bekannten Kunstsammlers, um für ein fürstliches Honorar den Hausherrn zu porträtieren. Bedingung für den Auftrag war, das Grundstück während der ganzen Zeit nicht zu verlassen. So verbringt sie, wie eine Gefangene, die Tage, wohnt in einer schäbigen Dienstbotenwohnung und malt im Villenatelier das Bildnis des alten, undurchsichtigen Despoten. [...] Von Geheimnissen ist da und dort die Rede in Zoë Jennys Buch. Und das Buch selbst ist, wie jedes Geheimnis, da und dort anzupeilen. Es kann vordergründig gelesen werden, als Geschichte, die, spannend erzählt, Satz für Satz vorwärtsschreitet. Im Untergrund allerdings regen sich die Symbole, fleucht die Subtilität, atmet das Doppelbödige - fein und zart und suggestiv. [...] "Das Portrait" wagt viel. Denn der Blick einer Schriftstellerin auf eine Malerin bedeutet zunächst auch einen Umzug im Kopf: vom Schreiben zum Sehen. Oder: ein Schreiben vom Sehen. Beide jedoch sind Übersetzerinnen: vom Auge ins Bild. Und von der Erinnerung ins Wort. Zoë Jenny hat sich an diesen Ort begeben. Und berichtet von der Angst und vom Schmerz. Und vom Dennoch. Mit einem Mehrwert als der handwerklichen Beherrschung. Man könnte ihn als Geheimnis bezeichnen.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
ein Schmarrn,
Rezension bezieht sich auf: Das Portrait (Gebundene Ausgabe)
Was für ein Romanstoff! Es geht um nicht weniger als die alte Frage: Kunst oder Wahnsinn? Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie ein wirklich begabter Autor oder eben eine wirklich begabte Autorin mit diesem Thema umgegangen wäre. Dieses Buch ist dagegen einfach nur enttäuschend. Die Charaktere sind flach und unglaubwürdig, nichts überzeugt, die Handlung ist ein Schmarrn und ich frage mich, wie dieses Buch ein Lektorat überstehen konnte. Nicht kaufen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Bekanntes Thema - Leider keine Überraschungen,
Rezension bezieht sich auf: Das Portrait (Gebundene Ausgabe)
Ich muss gestehen, von dem neuen Buch bin ich enttäuscht. Die Geschichte an sich ist ja nicht neu und in etlichen Variationen schon aufgegriffen worden: Künstler (oder Schriftsteller oder Musiker etc.) kommt in ein mehr oder weniger einsames Haus mit merkwürdigem Hausherrn, und irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Gerade, weil mir das Thema bekannt vorkam, war ich gespannt darauf, was Jenny daraus macht. Auf Überraschungen habe ich nur leider vergeblich gewartet. Zum Ende hin hatte ich sogar Schwierigkeiten, die Handlungsweise der Protagonistin nachzuvollziehen, und der Schluss hat bei mir nur eine enttäuschte Leere hinterlassen. Ich finde, es ist kein wirklich schlechtes Buch, aber leider ziemlich einfallslos.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das Buch kann die durch die Handlung angedeutete Spannung leider nicht halten,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Das Portrait (Gebundene Ausgabe)
Helen ist eine junge Malerin. Sie hat noch nicht viel Erfolg gehabt. Das ist ein Grund für sie, ein durchaus zwielichtiges Angebot eines schwerreichen Unternehmers und Kunstsammlers anzunehmen. Sie soll drei Monate lang, so lautet das Engagement, in der Villa des Unternehmers verbringen, um dort sein Porträt zu malen. So weit so gut. Doch die Zusatzklausel hätte Helen stutzig machen sollen. Während dieser ganzen Zeit darf sie laut einem schriftlich abgeschlossenen Vertrag das Haus und das Gelände, auf dem es steht, nicht verlassen.
Zunächst hält sie dies für eine schrullige Besonderheit ihres Auftraggebers, doch je länger sie sich in diesem Haus aufhält, je mehr das Porträt des nur "R" genanten Kunstsammlers Formen annimmt und je mehr Zeit sie mit diesem eigenartigen Mann im Atelier verbringt, desto unwohler wird ihr. Auch das kalte und abweisende Verhalten des Hauspersonals ihr gegenüber trägt nicht gerade dazu bei, dass sie morgens entspannt aufwacht, um an ihre Arbeit zu gehen. Was anfangs wie ein idyllisches Märchen klang und ihr viel Geld versprach, entpuppt sich als Nightmare und entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Katastrophe. Untergebracht in einem Nebenhaus muss Helen die kärglichen Mahlzeiten allein einnehmen. Jeden Morgen, auf die Minute genau um halb zehn erscheint der Hausherr R, um Helen Porträt zu sitzen und penibel ihre Arbeit zu überwachen. Während der Malpausen, in denen Helen eine ganze Menge Zeit zum Nachdenken hat, lässt Zoe Jenny Helens Kindheit und Jugend Revue passieren, wohl mit dem einen oder anderen autobiographischen Hinweis. Zoe Jenny versucht in ihrem neuen Roman mit viel Eifer und noch mehr Worten den Grenzbereich zwischen Kunst und Wahnsinn auszuloten. So wie sie ihre Geschichte mit dem psychopathischen Kunstsammler R, der sich später als ein ehemaliger Maler entpuppt, angelegt hat, hätte sie eine richtig spannende Geschichte daraus machen können. Doch Spannung will nicht wirklich aufkommen, sie reiht inhaltliche und sprachliche Klischees aneinander und enttäuscht am Ende den Rezensenten, der sich bis zur Hälfte des Buches eingelassen hatte auf eine spannende Story aus dem Kunstmilieu, am Ende des Buches jedoch etwas ratlos zurückgelassen sich wähnt. Nach dem fulminanten Debüt Zoe Jennys im Jahr 1997 ("Das Blütenstaubzimmer") würde man ihr mal wieder eine richtig gutes Buch wünschen. Es steht zu hoffen, dass die Frankfurter Verlagsanstalt sie auch nach diesem eher unterdurchschnittlichen Buch nicht fallen lässt und ihr eine weitere Chance gibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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