Der Roman von Szpiro wird von mir zweigeteilt bewertet.
Der positive Aspekt ist, dass der Leser einen kleinen Abriss der letzten Jahrzehnte der mathematischen Geschichte erhält. Es geht um interessante Mathematiker Biografien, genauso wie um die einzelnen Versuche die Poincare Vermutung zu beweisen.
Der negative Aspekt ist, dass gerade die Beschreibungen dieser Versuche teilweise den Lesefluss erheblich bremsen. Ich bin mir durchaus bewußt, dass die Vermutung alles andere als leicht dem geneigten Leser zu vermitteln ist, aber an manchen Stellen konnte ich gar nicht mehr folgen, obwohl ich der Mathematik nicht abgeneigt bin.
Auszug
"Zurück zu Eigenschaft P. Es heißt, ein Knoten in einer dreidimensionalen Sphäre bestizt diese Eigenschaft, wenn jede Mannigfaltigkeit, die man mittels Durchführung der Dehn-Chrirurgie auf ihr erhält, nicht einfach zusammenhängend ist. Folglich würde die Dehn-Chirurgie aus einem Knoten, der die Eigenschaft P nicht hat, ein einfach zusammenhängendes Objekt machen. Der Unknoten, der entwirrt werden kann, ohne ihn zu zerschneiden, hat die Eigenschaft P nicht, aber eine Mannigfaltigkeit, die man mittels Durchführung der Dehn-Chirurgie an einem Unknoten erhält, kann durch Entwirren leicht in eine Sphäre zurückverwandelt werden."
Vielleicht erscheint das nur mir verwirrend, aber etliche Passagen habe ich einfach "überlesen", weil ich selbst nach wiederholtem durchschauen, nicht verstanden habe, was Szpiro mir sagen möchte.
Nichtsdestotrotzt ein unterhaltsames Buch, bei dem man über die Stolpersteine, einfach hingwegsehen muss.