Rick Haupt ist Taucher und dreht Unterwasserdokumentationen - speziell von Dokumentationen über die Suche von untergegangenen Schiffen. Auf einer dieser Expedition -auf der Suche nach der kanadischen Blue Nose - entdeckt er Hinweise auf das verloren gegangene Schiff "Oxford" des Piraten Henry Morgan. Diesen geht er nach, auch mit hohem eigenen finanziellen Einsatz.
Ehrlich gesagt bin ich über die negativen Stimmen verwundert: Das Piratenschiff liest sich flott und enthält viel historisches über den Piraten Morgan und viel interessantes über das Wracktauchen. Die Geschichte ist sehr persönlich erzählt und zeichnet halt gerade eine Entdeckung nach. Da gab es viel Spannendes (Stürme, Unruhen auf Haiti und die Angst vor Drogenbossen), aber natürlich bleibt es eine wahre Geschichte. Das heißt: Man darf jetzt keine packende Action oder ständige lebensbedrohliche Situationen erwarten. Was natürlich stimmt, ist dass das Buch recht kurz ist, aber auch hier ist mir eine knappe Erzählung lieber, als wenn der Autor das Buch überall gestreckt hätte. Die Historie über den Piraten hätte tatsächlich etwas ausführlicher sein können, aber auch so erfährt man ausreichend über den Werdegang Morgans.
Unterm Strich ein guter Vertreter der "Reisebericht"-Sparte. Angesichts des z.T recht günstigen Preises kann man getrost zugreifen. Wer allerdings in erster Linie über Piraten informiert werden will, wird hier enttäuscht - es geht ums Wracktauchen, nicht um Entern!