...okay, es sei dahingestellt, wie Webber auf die Idee kommen konnte, ausgerechnet Forsyth an einer eventuellen Fortsetzung des Phantoms teilhaben zu lassen. Forsyth ist nicht gerade ein Synonym für Romantische Liebesgeschichten. Aber das steht wohl auf einem anderen Blatt. Was Forsyth getan hat: Das Phantom in ein anderes Leben geführt, weitab von der Pariser Oper. Wahrscheinlich stößt deshalb dieses Werk bei den Phantom-Fans auf Abneigung. Interessant jedenfalls, wie Webber und Forsyth auf die Idee kommen konnten, Erik zu einem der reichsten Männer überhaupt anvancieren zu lassen. Die Länge des Werks ist kurz, es ist eindeutig, dass es so kurz gefaßt ist um den Musical-Stoff nicht ausarten zu lassen. Immerhin hat Webber bei Leroux den Rotstift angesetzt und den Stoff auf ein Minimum reduziert. Die Schönheit der Forsyth-Erzählung wird erst klar, wenn man sich fragt wie diese oder jene Szene musikalisch von Webber umgesetzt werden könnte. Echte Phantom-Fans werden von diesem Buch enttäuscht, wenn nicht sogar entsetzt sein. Aber alle, die über den Tellerrand hinaussehen können und genügend Phantasie besitzen um über eine Fortsetzung des Webber-Musicals nachzudenken, werden wissen, dass die Fortsetzung kein reiner Abklatsch, sondern vollkommen anders gemacht werden muß. Und das ist dieses Buch.