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Das Phantom von Jerusalem [Taschenbuch]

Jonathan Kellerman
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1993
Jerusalem: Eine Stadt wie ein Pulverfaß. Ein brutaler Serienmörder nutzt die brisante Situation für seine private politische Mission. Atemberaubender Thriller um den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern.


Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Bastei Lübbe (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340411910X
  • ISBN-13: 978-3404119103
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,6 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 887.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Jonathan Kellerman ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten amerikanischen Spannungsautoren. Seine Erfahrung als Kinderpsychologe liegt dem überragenden Erfolg seiner Psycho-Thriller zugrunde. Seine zwölf Romane um den Psychologen Dr. Alex Delaware sind berühmt für höchst einfühlsam entwickelte Figuren und raffinierte Handlungsgewebe. Daneben hat Kellerman noch zwei vielbeachtete Sachbücher und zwei Kinderbücher veröffentlicht. Kellerman ist mit der Autorin Faye Kellerman verheiratet, gemeinsam haben sie vier Kinder.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Voller Neugier habe ich mir diese Buch gekauft und war schon nach den ersten paar Seiten fasziniert! Jonathan Kellerman weicht hier von seiner üblichen Hauptfigur "Dr. D" ab und konstruiert einen Krimi um grausame Mädchenmorde, die von einem jüdischen Kommissar bearbeitet werden. Auf der Suche nach dem Mörder lernt der Leser nicht nur die verschiedenen Kulterkreise, ihre Strukturen und wechselseitigen Beziehungen in Jerusalem kennen, sondern bekommt auch Einblicke in die komplexe Denkweise des Psychopaten. Der Leser wird ein in sich logisch aufgebauter Krimi mit vielen überraschenden Wendungen vorfinden, der mich bis zum Schluß fesselte. Viel Spaß beim Lesen!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Amelia-Katharina oder Auguste-Victoria? 14. November 2002
Von ruescho
Kennen Sie das Amelia-Katharina-Krankenhaus auf dem Ölberg? Ich nicht, obwohl ich genau dort wohne. Zumindest habe ich es fast nicht wiedererkannt. Das Amelia-Katharina-Krankenhaus ist einer der Hauptschauplätze in Jonathan Kellermans Thriller „Das Phantom von Jerusalem".
Ich habe mir - als Jerusalemer - dieses Buch vor allem wegen des vielversprechenden Lokalkollorits gekauft, doch zumindest in dieser Hinsicht wurde ich enttäuscht.
Zum einen sind viele Szenen schlecht recherchiert (es gibt in Jerusalem wohl einen zentralen Busbahnhof, aber keinen Hauptbahnhof mit Zügen, sondern nur eine mickrige Bahnstation) oder flasch übersetzt (Juden gehen zum Beten in die Synagoge, nicht in die Kirche).
Wenn hebräische Begriffe verwendet werden, so schafft das eine authentische Atmosphäre, die Ausdrücke gehören dann allerdings im Anhang in einem Glossar für den des Hebräischen nicht mächtigen Leser erklärt, wie das bei den Büchern von Faye Kellerman, der Frau Jonathan Kellermans, deren Bücher im amerikanisch jüdischen Milieu angesiedelt sind, durchweg der Fall ist.
Zum anderen hätte ich von einem Autor, der als Psychologe firmiert, ein einfühlsameres, weniger plakatives und plattes Täterprofil erwartet. Auch die Sprache rutscht bei der Wiedergabe des Täterprofiles immer wieder vom ordinären ins vulgäre ab, um anspruchsvolle Literatur handelt es sich bei diesem Spannungsroman also sicherlich nicht.
Wohl weist Kellerman darauf hin, dass „jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Geschehnissen, Orten und lebenden oder verstorbenen Personen" rein zufällig wäre, andererseits verzerrt und karrikiert er Orte und Personen in wenig charmanter Art und Weise.
Ich will nur zwei Beispiele nennen:
Einerseits ist da die wenig schmeichelhafte Beschreibung des Jerusalemer Bürgermeisters, den jeder sofort als Karrikatur von Teddy Kollek erkennt und die der Bedeutung dieses Mannes für Jerusalem keineswegs angemessen ist.
Andererseits die bereits eingangs erwähnte Verzerrung der Geschichte und Arbeit des Auguste-Victoria-Krankenhauses auf dem Ölberg. Es erhält eine wenig glaubhafte Gründungslegende als Hochzeitsgabe eines wohlhabenden deutschen Missionars für seine junge Braut verpasst, die ein weitläufiges, verschwenderisch ausgestattetes Pfarrhaus geschenkt bekommt.
Seit 1948 bis heute dient das Auguste Victoria Krankenhaus, das übrigens als Pilgerherberge geplant war und nach der Gattin Kaiser Wilhelm II benannt ist, als Behandlungsstätte vornehmlich für mittlelose palästinensische Flüchtlinge in gemeinsamer Trägerschaft des Lutherischen Weltbundes in Genf und des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen UNWRA.

Angesichts dieser sozialen Aufgabe ist es umso unverständlicher, dass der Autor den Vereinten Nationen immer wieder Stiche und Seitenhiebe versetzt, auf den vermeintlichen luxeriösen Lebenswandel der Gesandten hinweist, die augenscheinlich nichts beseres zu tun haben, als teure Dienstwagen zu fahren und Buisiness Class zu fliegen.
Warum kann er den Hauptort der Handlung nicht als solchen belassen, wie das mit anderen bedeutenden öffentlichen Gebäuden der Stadt, der Universität, dem Polizeipräsidium, dem Hadassah Krankenhaus, Laromme Hotel u.v.a.m. auch geschieht?
All dies gibt dem Buch einen bitteren politischen Beigeschmack, der nichts zum Fortgang der Handlung beiträgt. Dass Jonathan Kellerman aus israelischer Perspektive schreibt sei ihm ungenommen, die permanenten politischen Seitenhiebe verleiden mir das Buch aber teilweise.
Die Handlung selbst ist spanndend und abwechslungsreich aufgebaut, auch wenn man sich auf grund der oben genannten offenen Sympathien und Antipathien (auch die Presse bekommt ihr Fett ab) bald denken kann, auf welcher Seite der Mörder anzusiedeln ist. Nur: 941 Seiten sind ein bischen zu lang bis zur Lösung. Mehr Realismus und weniger Politik hätten dem Buch zu mehr als den zwei Sternen verholfen, die ich ihm geben möchte.

Rüdiger Scholz, Jerusalem, den 1.11.02

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, aber mit Längen 8. April 2005
Von ccheesy VINE™-PRODUKTTESTER
Mit seinem 941 Seiten langen Buch "Das Phantom von Jerusalem" hat Jonathan Kellerman ein beeindruckend langes Buch geschrieben, das mir unterm Strich sehr gut gefallen hat, aber das, was bei diesem Umfang nachvollziehbar ist, stellenweise etwas lang geraten ist.
Die Geschichte um den geheimnisvollen Killer, der sich auf junge Araberinnen spezialisiert hat, schafft es immer wieder mit geschickten Wendungen, den Leser in die Irre zu treiben. Und selbst zum Schluß, als man endlich denkt, den Killer zu kennen, läßt er einen noch mal ins Leere laufen.
Interessant ist dabei auch, wie er Passagen aus dem Leben des Killers aufzeigt, ohne daß man ahnt, wer er denn nun ist.
Der Schauplatz Jerusalem kann natürlich nicht ohne die Konflikte zwischen Moslems und Juden dargestellt werden. Und auch die Minderheit der Christen taucht immer wieder auf. Den Konflikten dieser drei Weltreligionen wird viel Platz eingeräumt, ohne daß es störend wirkt. Im Gegenteil - es wirkt aufklärend, auch wenn das Ganze manchmal ein wenig judenlastig geschrieben ist.
Die Hauptperson, Daniel Sharavi, seine Mitarbeiter und seine Familie sind gut heraus gearbeitet und wirken glaubhaft.
Störend wirkt die Schleichwerbung und wenn z.B. jede einzelne Zigarettenmarke genannt wird. Außerdem gibt es einige Ungereimtheiten, die ich bei einem so langen Buch aber eher verzeihen kann. Da kann der Autor schonmal den Überblick verlieren.
Etwas übertrieben fand ich den Showdown zwischen Sharavi und dem Killer. Da hat Kellerman ziemlich dick aufgetragen.
Fazit: sehr empfehlenswert für alle, die Durchhaltevermögen haben und eine gut aufgebaute Story mögen.
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