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Das Phantom des Alexander Wolf: Roman Gebundene Ausgabe – 27. August 2012

44 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 18 (27. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446238530
  • ISBN-13: 978-3446238534
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 2 x 21 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 82.904 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

wird 'Das Phantom des Alexander Wolf' zur Seelenstudie in den Zonen des Todes, mit kriminalistischem Gespür geschrieben, aufwühlend, packend, anregend." Andreas Puff-Trojan, Die Welt, 20.10.12 "Ein subtiles Leseabenteuer. Hoffen wir, das weitere Romane von ihm in deutscher Fassung erscheinen werden." Claus-Ulrich Bielefeld, Tages-Anzeiger Zürich, 28.11.12

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gaito Gasdanow, 1903 in St. Petersburg geboren und 1971 in München gestorben, gilt als einer der wichtigsten russischen Exilautoren des frühen 20. Jahrhunderts. Seit 1923 lebte er im Exil in Paris, wo er begann, regelmäßig literarische und journalistische Texte zu veröffentlichen. Wegen der existentialistischen Prägung seines Werks wurde Gasdanow wiederholt als der „russische Camus“ bezeichnet. Sein Werk umfasst zahlreiche Romane und Erzählungen. Bei Hanser erscheint im Herbst 2012 erstmals in deutscher Übersetzung Das Phantom des Alexander Wolf.

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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Caliban TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 29. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Bei Gasdanow handelt es sich um einen russischen Schriftsteller ossetischer Herkunft. In jungen Jahren schloss er sich der weißrussischen Armee an und musste deshalb später über Umwege nach Paris fliehen. Dort verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit Hilfstätigkeiten und auch als Taxifahrer. Später schrieb er für die große Exilgemeinde der in Paris lebenden Russen. Anders als Nabokov blieb er der russischen Sprache dabei ein Leben lang treu.

Beim vorliegenden Werk handelt es sich - gemessen an den üblichen Kriterien - um eine Novelle. Packend und dicht erzählt, spielt sie im Jahre 1936 in Paris. Der Erzähler beginnt damit, das kein Ereignis sein Leben so sehr geprägt habe, wie ein Vorfall, anlässlich dessen er einen Menschen getötet habe. Es folgt die Schilderung eines Zwischenfalls während des russischen Bürgerkriegs. Der Erzähler tötet dabei einen Gegner, der ihm zuvor das Pferd unter dem Leib weggeschossen hat, durch einen gezielten Schuss und ergreift danach rasch die Flucht. Jahre später wird der Erzähler allerdings in Paris auf einen Band mit in englischer Sprache verfassten Kurzgeschichten aufmerksam. In einer der Erzählungen wird der Vorfall aus der Sicht des vermeintlich Getöteten erzählt. Darauf macht sich der Erzähler auf die Suche nach dem Autor und früheren Todfeind, dem "Phantom des Alexander Wolf" eben. Die Suche führt ihn an verschiedene Orte und zu unterschiedlichen Bekanntschaften. Eine dicht erzählte Liebesgeschichte bestimmt den Mittelteil und eine (vielleicht nicht ganz so überraschende) Pointe den Schluss.

Die Stärke des Werks liegt in der Fähigkeit des Verf.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT am 18. Januar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Weder bin ich ein Freund, Autoren mit anderen zu vergleichen, als auch davon weit entfernt, mich an irgendwelche Lobeshymnen anzuschliessen, die zumindest bei dieser Neuerscheinung mit voller Kraft ins Horn geblasen wird. Trotzdem muss ich sagen, kann man hier äusserst wertvoll geschriebene Passagen wiederfinden, die diese Novelle zum Genuss werden lassen kann. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Liebesromanze, und da ist dann noch das Element des Verwirrenden, die dann irgendwann ganz in die Unergründlichkeit zu versacken droht...Gasdanov ist ein im Exil lebender russischer Schriftsteller, der sich in den zwanziger Jahren nach Paris abgeseilt hat, um u.a. als Clochard lebte, als Lokomotivwäscher oder Taxifahrer arbeitete und gleichzeitig Vorlesungen an der Sorbonne besuchte...und heute aus der Versenkung gehoben wird. Gasdanov scheint dabei sowohl in Russland als auch im deutschsprachigen Leserraum entdeckt zu werden...dass dabei das eigene Erleben jener Zeit, ev. autobiographisches Material beinhaltet, kann man nur erahnen, die Verarbeitung von Schuld ist durchaus real...

Während des Bürgerkriegs trifft der 16-jährige Ich-Erzähler auf einen Reiter, der sein Pferd erschiesst, daraufhin zieht er seine Pistole und tötet den Reiter. Anschliessend nimmt er sein Pferd und flüchtet, der vermeintlich Zurückgebliebene scheint zu sterben. Zumindest glaubt der junge Mann das so. Als er später nach Paris (Hauptstadt der russischen Emigration) flüchtet, wie viele andere Russen auch, stösst er eines Tages auf eine Erzählung, die detailgetreu erzählt, was jener Mann mit jenem fremden Reiter einst im russischen Bürgerkrieg erlebte.
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45 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lothar Müller-Güldemeister am 23. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die Erzählung beginnt vielversprechend. Der Ich-Erzähler schießt als blutjunger Teilnehmer des russischen Bürgerkrieges einen feindlichen Soldaten nieder, der ihn sonst seinerseits getötet hätte, und reitet mit dessen Pferd davon. Obwohl er im Krieg und selbst da in Notwehr gehandelt hat, plagen ihn Schuldgefühle wegen seines "Mordes". Im Pariser Exil zwischen den beiden Weltkriegen liest er in einer Novelle die Schilderung exakt dieses Erlebnisses aus der Sicht dessen, den er vermeintlich erschossen hat, und spürt ihn auf.

Diese Geschichte verarbeitet der Autor allerdings mitnichten zu einem "brillianten Spannungsbogen", wie es in der Inhaltsangabe behauptet wird. Sondern sie verliert sich in einer Reihe von mehr anekdotisch-assoziativen als sich zu einem architektonischen Ganzen fügenden Episoden und Begegnungen, gemischt mit grüblerischen Welt- und Selbstbetrachtungen.

Das gibt, wie einer der Rezensenten hier schreibt, sicher einen historisch und literaturhistorisch interessanten Einblick in die Befindlichkeit russicher Emigranten, die im Bürgerkrieg nicht auf der - damals - siegreichen Seite der Kommunisten standen. Aber Gasdanov mit Camus oder Nabokov auf eine Stufe zu stellen, halte ich für verfehlt. Seine existentialistische Einstellung weist sicher zu beiden Schnittmengen auf, aber die Dichte, Tiefe und Schärfe ihrer Werke erreicht er nicht.

Ohne dieses 1947 erstmals erschienene und jetzt neu übersetzte Werk miesmachen zu wollen: mit den hier von einigen Fünf-Sterne-Rezensionen geschürten allzu großen Erwartungen sollte man an seine Lektüre nicht herangehen, sonst besteht die Gefahr enttäuscht zu werden - ähnlich wie bei einem anderen jetzt neu aufgelegten Werk aus der gleichen Zeit.
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