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Das Peter-Prinzip besagt, dass jeder bis zur Stufe seiner Inkompetenz befördert wird. Dort leistet er (oder auch sie) dann inkompetente Arbeit bis zum Rest des Berufslebens. Je kompetenter jemand ist, desto schneller kommt die Beförderung und damit das Erreichen der Unfähigkeit. Nur Superkompetente (wie auch Megainkompetente) werden gefeuert, da sie die Hierarchie bedrohen...
Dies hat Konsequenzen für das (schlechte) Funktionieren von Hierarchien (aber nicht von Märkten, wie nur ungenau angedeutet wird) wie z. B. Schulen, Verwaltungen, Parteien oder große Unternehmen. Es wirkt sich aber auch auf die Karriere und das Leben jedes Einzelnen aus, sei es durch Ärger über inkompetenten Kollegen und Vorgesetzen oder sei es beim Erreichen der eigenen Inkompetenzstufe.
Hier folgt dann noch ein praktischer Karrieretipp, den die meisten belächeln werden, der aber Ihr Leben ungemein bereichern kann: Vermeiden Sie die letzte Beförderung vor dem Erreichen Ihrer Stufe der Inkompetenz! Eine Beförderung können Sie schlecht ablehnen, aber durchaus harmlose Inkompetenz vortäuschen, um heimlich kompetente und damit erfüllende Arbeit zu leisten.
Es gibt natürlich auch noch andere Gründe, doch Peter setzt da an, dass jeder Mitarbeiter befördert wird und auch will, solange er gute Ergebnisse bringt. Ist er schlecht, bleibt er auf seiner Position. Das ist genau der Knackpunkt, denn gerade jetzt müsste er an neue Aufgaben gesetzt werden. Über die Zeit kommen immer mehr "Unfähige" auf ihre Posten, was Peter als "Reifegrad der Hierachie" bezeichnet und noch in einer ganzen Reihe von Details ausführt. Die Produktivität kann schließlich nur noch durch neue Mitarbeiter gesteigert werden - wodurch es dann zu dem von Parkinson beschriebenen steten Wachstum von Verwaltungen kommt.
Es geht also nicht um Faulheit oder Bösartigkeit, sondern um ein ganz natürliches Phänomen. Dass es gar nicht so abwegig ist, zeigt die Tatsache, dass seinerzeit mehrere Personalberatungen ihre Management-Konzepte überarbeitet haben. Ziemlich geistreich und stets mit einem zwinkernden Auge beschreiben die beiden Autoren die zunehmenden Krankheits-Symptome, Verzweiflungs-Handlungen und typische Beispiele aus Politik, Wirtschaft und Alltag. Sie geben auch Tipps für den eigenen Aufstieg - und noch besser: wie man ihn verhindern kann, denn auch man selbst ist ja Teil des Prinzips. Ein Spitzenbuch, dass mir viel Spaß gemacht hat :-)
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