Was für ein tolles, bewegendes Buch!
Ich bin schwer begeistert, vor allem, da ich zu Anfang dachte, ich würde nicht eintauchen können in die Geschichte. Aber plötzlich war ich drin.
Hier wird keine austauschbare Geschichte erzählt, keine modern anmutende Superfrau ist ihrer Zeit voraus, die Heldin profiliert sich nicht und kein Supermann errettet sie. Es wird einfach die Geschichte der Helena erzählt, die ein durchaus für damalige Verhältnisse normales, wenn auch trauriges, Leben führt. Sie bewegt sich im Rahmen des damals schicklichen und üblichen. Es ist eine sehr reale Erzählung, und deswegen umso fesselnder für mich gewesen. Auch Anna, Phillip und Niklas werden gleichberechtig behandelt und werden als Person plastisch. Einzig der Erzählstrang von Niklas erinnert an die Struktur anderer historischer Romane. Dafür ist er aber sehr unterhaltsam und informativ.
Ich bin jedenfalls in einen richtigen Leserausch geraten, und war zum Schluß ziemlich bewegt.
"Das Perlenmedaillon" hat mir besser gefallen als "Die Markgräfin", die ich allerdings auch gut fand. Nur hat sie mich nicht so sehr berührt wie das Medaillon.
Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Roman von Sabine Weigand!