Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein Satz Pentominos ist ein faszinierende mathematisches Werkzeug, das aus zwölf Teilen besteht: aus geometrischen Figuren, die ihrerseits aus fünf Quadraten zusammengesetzt sind, welche mindestens eine Seite gemeinsam haben. Mit etwas Übung kann man diese Figuren wie Puzzleteile zu Rechtecken in allen möglichen Größen zusammenfügen. Das Pentomino-Orakel ist selbst wie ein solches mathematisches Wunder aufgebaut. Und sein Protagonist Calder nutzt Pentominos als Wahrsageinstrumente, wenn er nicht weiter weiß. Gemeinsam mit seiner Klassenkameradin Petra, die geheimnisvolle Träume plagen, versucht Calder, das Geheimnis um das Verschwinden von Jan Vermeers Briefeschreiberin in Gelb zu klären, das ein Verbrecher zu vernichten droht. Ein atemberaubender Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem wiederum Pentominos eine große Hilfe sind.
Dem Pentomino-Orakel von Blue Balliet sind eine Reihe rätselhafter Illustrationen von Regina Kehn beigegeben, in denen man einen versteckten Code entdecken muss. Und der hat natürlich auch etwas mit Pentominos zu tun. Wer die Lösung herausfindet, kann sogar etwas gewinnen. So wird Das Pentomino-Orakel sogar noch zu einem interaktiven Spiel, das Leser ab 10 Jahren in den Sog der Handlung konkret mit einbezieht. Und das macht dieses ohnehin schon großartige Buch noch etwas besser. --Stefan Kellerer
Kurzbeschreibung
Über den Autor
Blue Balliett wurde in New York geboren, wo sie mit ihrer Schwester und ihrem Bruder ausgelassen im Central Park spielte und mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und U-Bahn herumfuhr. Sie wohnte im fünften Stock eines Wohnblocks und konnte auf dem Gehweg vor dem Haus Ball spielen und Rollschuh laufen. Zu ihren Lieblingserinnerungen an die Stadt gehören die überwältigende Kirschbaumblüte um das Wasserreservoir im Central Park zwischen der 90. Straße und der Fifth Avenue und Good Humor-Eiscreme mit Kokosgeschmack (gibts nicht mehr!), die es an einem Wagen vor dem Guggenheim-Museum zu kaufen gab. Nachdem sie ihr Studium der Kunstgeschichte an der Brown University abgeschlossen hatte, zog Blue Balliett nach Nantucket Island einer kleinen Insel vor der Küste von Massachusetts um zu schreiben. Dort wuchs ihr Interesse an unerklärlichen Ereignissen, und sie veröffentlichte zwei Bücher mit Gespenstergeschichten, die sie sammelte, indem sie die Bewohner von Nantucket Island erzählen ließ. Nebenher arbeitete sie als Köchin und Kellnerin, beschäftigte sich eingehend mit alten Häusern und leitete eine Kunstgalerie. In Nantucket Island lernte Blue Balliett auch ihren Mann kennen, heiratete und bekam zwei Kinder. Die Familie verbrachte so viel Zeit wie möglich am, im und auf dem Wasser. Als ihre Kinder in die Schule kamen, zog die Familie in ein Viertel von Chicago, das Hyde Park heißt (klingt irgendwie bekannt, was?). Blue Balliett bekam eine Stelle als Lehrerin an der University of Chicago Laboratory-Schule, wo sie Drittklässler unterrichtete. Einmal beschloss sie, mit ihrer Klasse herauszufinden, um was es bei Kunst eigentlich wirklich geht. Sie suchten nach den Möglichkeiten, einen ungezwungenen Umgang mit Kunst und mit den wahren Fragen, die die Kunsthistoriker beschäftigen, zu finden. Dazu machten sie zahllose Entdeckungsausflüge, besuchten viele Museen in der Stadt und gingen auf Kunstjagd, in deren Folge sie einige Male Alarm auslösten fälschlicherweise natürlich. Diese Erfahrungen regten Blue Balliett zu ihrem Buch Das Pentomino-Orakel an, aber sie schrieb das Buch auch, um dahinter zu kommen, wie und warum die Menschen Verbindungen zwischen angeblich zusammenhanglosen Ereignissen und Situationen herstellen, Verbindungen, die vielen anderen Menschen entgehen. Ist ein Zufall tatsächlich einfach nur ein Zufall? Blue Balliett brauchte fünf Jahre, um Das Pentomino-Orakel fertig zu stellen, da sie die ganze Zeit auch als Lehrerin arbeitete. Sie berichtet, dass die Arbeit an dem Buch gewesen sei wie Weben: Die Kunst und die Pentominos bildeten die einzelnen Fäden, die miteinander verwoben die Geschichte erzählten. Inzwischen ist sie ausschließlich als Schriftstellerin tätig. Dabei wird sie von dem dicken Familienkater unterstützt, der sich auf die Manuskripte legt, die Seiten durcheinander bringt, Stifte unter seinem Bauch versteckt und überhaupt Verwirrung stiftet.