Produktinformation
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Paul Bocuse hat mit seiner »Neuen Küche« neue Maßstäbe für eine Kultur des Essens und Trinkens gesetzt. Kein Meister der Kochkunst ist weltweit so berühmt geworden wie er. In diesem Standardwerk zur »Nouvelle Cuisine« erklärt Bocuse alles Wissenswerte über die Grundregeln seiner Kochkunst und stellt in 12 Kapiteln eine reiche Auswahl der besten Rezepte vor, von Vorspeisen und Suppen über Fisch, Fleisch und Schalentiere bis zu Gemüsegerichten und Desserts. Ein unentbehrliches Buch für alle Kenner und Freunde erlesener Gaumenfreuden und hoher Eßkultur, das seit seinem Erscheinen zu einem echten Klassiker geworden ist.
Wer totale Anfänger-Kochbücher a la G&U erwartet, sei gewarnt. Die Gerichte sind nicht komplett, sondern nach Zutaten gegliedert. Wo Filet Mignon draufsteht, ist auch Filet Mignon drin. Wer sich nicht selber eine passende Beilage aussuchen kann, sondern vom Autor vorgekaut haben will, wie das komplette Gericht auszusehen hat, läßt hier lieber die Finger weg.
Alles in Allem ein Buch für jeden, der anspruchsvoll kochen will und nicht immer ein komplettes 5-Gänge-Menü detailiert und dogmatisch vorgehalten haben will. Dafür erfährt man aus der Hand eines Meisters viele Details, die ein besonderes Gericht von einem wohlschmeckenden unterscheiden. Das einzige noch bessere Buch (obwohl man meines Erachtens beide besitzen sollte), ist "The Professional Chef" vom Culinary Institute of America (zumindest für Leute, die des englischen mächtig sind). Allerdings ist alleine der Preis des Paul Bocuse Standard-Kochbuchs unschlagbar und erhöht den Pflichtkauffaktor deutlich.
Im "Standardkochbuch" von Paul Bocuse finden sich außer zweier Skizzen zum Schnitt des Rinds keine Bilder, womit es der zweiten Kategorie zuzuordnen wäre. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Schon beim Lesen der Vorrede begreift man, daß die Güte eines Gerichtes nicht durch den Preis der Zutaten bestimmt wird, sondern von ihrer Qualität. Im Zeitalter der Supermärkte eine notwendige Erwähnung.
Auf mehr als 800 Seiten findet man nicht nur unzählige Rezepte, sondern auch Erläuterungen zu den verschiedenen Methoden der Zubereitung. Man staunt, wenn man liest, daß für Gemüse sechs Grundarten der Zubereitung gibt, wo man doch aus Mutters Küche nur Kochen, Braten und vielleicht noch Dünsten kennt. Zu (fast) allem, was man kennt, und zu noch viel mehr, was man nicht kennt (Froschschenkel) findet sich ein Rezept. Dabei stehen noch - nicht so wie bei Wolfram Siebeck - Mengen- und sonstige Angaben. Aber man ist gehalten, dem Gefühl den Vorrang zu lassen. Auf der Verschiedenheit der Kulturen beruhende Differenzen werden von den Übersetzern bereinigt. Mit dem Buch ist es kein Problem mehr, seine Gäste zu beeindrucken - wenn man sich zutraut, Gerichte und Menüs ohne Anleitung zusammen zu stellen. Denn die fehlt hier. Trotzdem: eine lohnende Investition. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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