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am 20. Mai 2012
Eigentlich ist es nicht ganz korrekt, diesen über 1.000 Seiten starken Textkorpus unter dem Titel »Passagen-Werk« zu veröffentlichen, denn das beabsichtigte Werk hat Benjamin ja nicht mehr schreiben können. Selbst der Begriff »Fragment« träfe den Sachverhalt nicht ganz, den Herausgeber Tiedemann in seiner Einleitung bildhaft so skizziert, dass Benjamin nur den Bauplatz abgesteckt und vielleicht noch die Baugrube ausgehoben habe und seinen Bauplan mit zwei kurzen Exposées skizziert. »Neben der Baugrube findet man die Exzerpte aufgehäuft, aus denen die Mauern errichtet worden wären. Benjamins eigene Reflexionen aber hätten den Mörtel abgegeben, durch den das Gebäude zusammenhalten sollte.« Dieser zwischen 1928 und 1940 aufgehäufte Vorrat an Exzerpten zur Geschichte von Paris im 19. Jahrhundert und zur Methode des historischen Materialismus wird nicht völlig amorph präsentiert, sondern thematisch geordnet, wie Benjamin selbst seine Aufzeichnungen in verschiedenen Konvoluten angelegt hatte. Die Gliederung wird teilweise bestimmt von Personen wie Saint-Simon, Fourier, Marx, Baudelaire, Hugo oder Daumier, teilweise aber auch von einzelnen technischen Entwicklungen, sozialen Phänomenen oder Stilrichtungen und Methoden in Kunst und Wissenschaft. Der Herausgeber unterscheidet zusätzlich noch typographisch zwischen reinen Exzerpten und solchen, die Benjamin angereichert hat durch eigene Deutungen, Zusätze bis hin zu von ihm verfassten Annotationen und Apercus, die Aufschluss über seine Herangehensweise liefern. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass ein wesentlicher Teil dieser Exzerpte im französischen Original vorliegt und nicht übersetzt wurde. Am Ende des zweiten Teilbandes folgt noch ein Apparat mit editorischem Bericht, Zeugnissen zur Entstehungsgeschichte, Hinweisen auf Varianten und Überlieferungsgeschichte sowie ein Verzeichnis der von Benjamin herangezogenen Quellen, eine 850 Titel umfassende Bibliografie mit Schwerpunkt auf Paris im 19. Jahrhundert.
Der interessierte Leser bekommt also vieles geliefert, aber die entscheidende Arbeit nicht abgenommen: er muss selbst rekonstruieren, was Benjamin hätte schreiben können und dabei vielleicht zu einem eigenen Urteil kommen, welchen Erkenntnisgewinn dieser Prozess bei ihm auslöst.
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am 23. Oktober 2013
Eigentlich ein phantastisches Buch. Aber, Walter Benjamin arbeitet sehr viel mit Zitaten, die hier nicht übersetzt sind, statt seine Punkte selbst zu formulieren. Insgesamt dürften ca. 50% des Buches in französischer Sprache sein. Ich habe nach der Hälfte des 1. Bandes aufgegeben. Schade.
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am 10. Juli 2006
Hunderte von Notizen zur Stadt- und Mentalitätsgeschichte von Paris im frühen 19. Jahrhundert sind hier zusammengetragen. Notizen zu Vita und Deutung Baudelaires, zur Geschichte und Wirkung der bürgerlichen Amüsements, des Konsums und der Gier nach neuartigen Verlockungen... diese Bruchstücke einer gründlichen Recherche lassen ahnen, welches Werk Walter Benjamin hier hat schaffen wollen! Das Geistesleben der einstigen Welt-Kulturhauptstadt breitet sich hier noch in den alltäglichsten Beobachtungen der zitierten Zeitzeugen aus. Ein erkenntnistheoretisches Vermächtnis!
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am 27. April 2015
Die Bestellung kam schnell an.
Die Beschriebung des Artikels war in jeder Hinsicht zutreffend.
Ich bin sehr zufrieden.
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am 7. Juli 2014
Heutzutage sind die meisten Einkaufspassagen heruntergekommen, weil es keine öffentlichen Toiletten mehr gibt, jedenfalls nicht ohne Bezahlung. Der hier herrschende Geist des ausbeuterischen Kapitalismus knüpft an den Grundtenor dieses epochalen Werks Walter Benjamins an und lässt die Frustration des Paris-Besuchers mit voller Blase Amok laufen.
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