Im England des 14. Jahrhunderts tagt das Parlament, darunter auch einige Ritter, die vormals einem zweifelhaften Geheimbund angehörten. Nach der Ermordung zweier dieser Ritter werden Coroner John Cranston und sein Sekretär Athelstan auf den Plan gerufen.
Das Szenario ist aus den anderen Harding-Romanen bekannt, die Personen auch. Der gefräßige und sauflustige, dennoch gefürchtete Cranston und der pfiffige Ordensbruder Athelstan, der immer dann seine Gemeinde verlassen muss, wenn Cranston ruft. Aus gutem Grund ruft, denn es ist weniger Cranstons Autorität als Athelstans Verstand, der die Fälle löst. So auch hier, und wie immer bevölkern (glücklicherweise) ausgestorbene Berufe wie Mistsammler, Rattenfänger und Mistsammler die Szenerie ebenso wie Bettler und Prostituierte.
So gilt der Hauptspaß beim Lesen weniger dem Fall - er zieht sich in die Länge, und die Opfer sind alle selbst Halunken, mit denen man wenig Mitleid hat - sondern dem gesamten Treiben und der Atmosphäre des alten London.
Es ist etwas schwierig, die Ritter auseinander zu halten, die sich nur durch Namen und Aussehen, aber nicht durch eine genauere Charakterisierung unterscheiden, was auch für andere Personen gilt. In andern Büchern der Reihe wurden Athelstans Gemeindemitglieder (Bendicta, Pike, Watkin, u.a.) näher ins Licht gerückt; in diesem Buch sind sie eher gesichtslose Statisten.
Ein nettes Buch also, um es zwischendurch zu lesen, aber keines, das fesselt.