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Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders [HD DVD]
 
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Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders [HD DVD]

Dustin Hoffman , Alan Rickman , Tom Tykwer    Freigegeben ab 12 Jahren   HD DVD
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (231 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de Redaktion

Was lange währt, wird endlich gut. Auf kaum einen Film dürfte dieses Sprichwort besser zutreffen als auf die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman Das Parfum. Immerhin kämpfte Produzent Bernd Eichinger über 20 Jahre darum, dem eigenwilligen Literaten die Filmrechte zu seinem Welterfolg von 1985 abzutrotzen und das Werk anschließend in einer für europäische Verhältnisse fast beispiellosen Großproduktion auf die Leinwand zu wuchten. Der Mühe Lohn: Ein durchschlagender Erfolg beim Publikum. Trotz aller Unkenrufe, dass der Roman unverfilmbar sei – immerhin befasst er sich mit der so flüchtigen wie bildhaft kaum darzustellenden Welt der Düfte – stürmten mehrere Millionen Zuschauer die Kinosäle und verfolgten begeistert die Geschichte des Jean-Baptiste Grenouille, der im Frankreich des 18. Jahrhunderts mit einem außergewöhnlichen Geruchssinn geboren wird und durch seine Obsession, den schönsten Duft der Welt zu konservieren, zum Massenmörder wird. Regisseur Tom Tykwer (Lola rennt) beweist großes Einfallsreichtum, um das Geruchsuniversum Grenouilles für den Zuschauer auch visuell erlebbar zu machen, und zusammen mit seinem Kameramann Frank Griebe schwelgt er mitreißend in den fantastischen Berg- und Lavendel-Panoramen rund um die provenzalische Parfum-Metropole Grasse. In den Nebenrollen gespickt mit einer internationalen Starbesetzung (u.a. Dustin Hoffman, Alan Rickman, Corinna Harfouch) und getragen von Newcomer Ben Whishaw in der schwierigen Hauptrolle, gelingt es dem Parfum, die unvergesslichen Szenen des Romans in ähnlich denkwürdige Filmbilder zu verwandeln. So wird aus großer Literatur auch großes Kino. -- Frank-Michael Helmke

Movieman.de

Tom Tykwer setzt die süßkindsche Vorlage gemeinsam mit Produzent Bernd Eichinger äußerst detail- und historiengetreu um. Und auch, wenn man den Film nicht riechen kann, was in gewisser Weise ein Problem darstellen könnte, bieten sich dem Zuschauer Bilder an, die optisch so dermaßen dreckig oder duftend ausfallen, dass man sich fast einbilden könnte, der eigenen Nase würde etwas geboten. Wenn sich auch das Drehbuch nicht an alle Details der Buchvorlage hält, so bleibt es doch sehr nah daran. Einen wesentlichen, nicht zu vernachlässigender Unterschied stellt die Hauptfigur "Grenouille" dar, die im Vergleich zur literarischen Vorlage einfach zu hübsch und lieb ausfällt. Das Verschlagene und Hässliche des Originalprotagonisten wird hier deutlich verklärt, was der Geschichte zwar nicht wesentlich schadet, Freunden des Buches aber durchaus missfallen dürfte. Insgesamt ein Kinohighlight, dass vor allem durch seine optische Opulenz glänzt.

Moviemans Kommentar zur DVD: Die DVD fällt in allen Belangen sehr gut aus. Optisch überzeugen hohe Auflösung und natürlicher Farbreichtum und akustisch ist es die Mischung aus sanften Details und kraftvoller Räumlichkeit, die den Zuschauer erfreut. Auch die Extras haben es in sich, denn hier erfährt man eine Menge an hintergründigen Infos zur Entstehung des Filmes, dass über den üblichen Informationsgehalt eines Bonusprogramms hinaus geht.

Bild: Farblich wie schärfetechnisch lässt das Bild nichts zu wünschen übrig (Wimpern und Nase, 00:09:49). Es ist aber nicht nur die hervorragende Detailschärfe, die überzeugen kann, denn auch auf Distanz bleiben sämtliche, auch fein strukturierte Ansichten äußerst konturiert und plastisch. Die Farbstimmungen bilden die Natur einwandfrei nach und beinhalten zudem eine angenehm warme Kräftigkeit (goldenes Licht in Parfumerie, 00:16:30). Auch die Kontrastwerte vermögen zu überzeugen, da selbst in dunkleren Einstellungen häufig noch genügend Details zu erkennen bleiben und sich eine breite Palette an Schwarzabstufungen findet (Gesicht im Schatten, 00:17:14). Es kommt aber hin und wieder auch vor, dass sich schwarzes Haar von seinem dunklen Hintergrund nicht ganz einwandfrei absetzt (Kopf, 00:59:15). Wirklich zu bemängeln bleibt eigentlich lediglich ein immer mal wieder auftretendes Bildruckeln in schnellen Kameraschwenks über konturierte Oberflächen (Schwenk von Fisch auf Mädchen, 00:04:28). Bis auf diese seltenen Aussetzer arbeitet die Kompression vorbildlich und auch Rauschen vermag, selbst in dunklen Szenen das Bild nicht zu beeinträchtigen.

Ton: Akustisch überaus gewaltig, dabei aber nicht erschlagend, präsentiert sich der ausgeklügelte Soundpart der Disc, der qualitativ sehr hochwertig ausfällt. Nicht nur, dass alle Kanäle potent und vor allem durchgängig ausgelastet werden, dies geschieht sowohl mit viel Liebe zum Detail als auch Hingabe für den Gesamtklang (Schreien der Massen, 00:03:13). Letzterer ergibt sich in der DTS-Fassung mit ein wenig mehr Direktionalität in den Stimmen und einer minimal saftigeren Räumlichkeit ausgestattet. Zwischen englischer Fassung und den deutschen Versionen bestehen qualitativ keine wesentlichen Unterschiede, sondern lediglich eine, durch die Synchronisation hervorgerufene, subjektiv zu beurteilende Allgemeinstimmung sowie allerhöchstens noch ein wenig mehr Aspekte von Räumlichkeit in den Originalstimmen. Soundeffekte wie bedrohliches Grollen oder ein sanftes Heulen, die harmonisch in Musik oder Kulissengeräusche wie z.B. ein Donnern übergehen (00:08:24), werden plastisch umgesetzt, ohne dabei die sprachliche Ebene zu behindern. Insgesamt überzeugen alle Fassungen durch ihre Vielfalt an natürlichen wie synthetischen Sounds. Die DVD ist mit einer zusätzlichen Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet.

Extras: Die Hauptdisc beinhaltet neben dem Film noch Textseiten zu den Darstellern Ben Whishaw, Alan Rickman, Rachel Hurd-Wood, Dustin Hoffman, Karoline Herfurth, Corinna Harfouch, Jessica Schwarz und Birgit Minichmayr. Außerdem bietet die Hauptdisc neben zwei Programmtipps noch drei verschiedene, sich thematisch mit den jeweiligen Arbeitsfeldern auseinandersetzende Audiokommentare an. Einer mit Regisseur Tom Tykwer, einer mit Production Designer Uli Hanisch und Assistenz Kai Karla Koch sowie ein weiterer mit D.O.P Frank Griebe und Editor Alexander Berner. Die zusätzliche Bonus-DVD beinhaltet eine vorbildliche Zusammenstellung wertvoller Extras zur Produktion, die sich wie folgt aufteilen: Ein Making Of beschäftigt sich über Kommentare der Mitwirkenden mit der Entstehung des Filmes aus dem Buch heraus. Hierbei finden sich viele wissenswerte Details zum Entstehungsprozess. Es folgen Interviews mit Bernd Eichinger, Tom Tykwer, Andrew Birkin, Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman, Rachel Hurd-Wood, Karoline Herfurth, Corinna Harfouch und Jessica Schwarz, die mit Filmausschnitten aufgelockert werden. "Motivsuche" bebildert und kommentiert die Vorbereitungen zur optischen Umsetzung des Filmes. Locationscouting, die Stadt Paris, historische Kulissennachbildungen sind nur einige der Themen, die hier im Zentrum stehen. "Visualisierung der Gerüche" setzt sich mit dem Problem der Geruchlosigkeit des Mediums auseinander. "Kameraarbeit" klärt auf, wie über das Storyboard schließlich die eigentlichen Bilder entstanden sind und welche Schwierigkeiten bei der Visualisierung gab. "Deutsche Synchronisation" zeigt die Arbeit im Synchronstudio. "Mischung Originalversion" beschäftigt sich mit der modernen Tontechnik der Produktion, die bis zu 500 Tonspuren beinhaltet. "Die Düfte zum Film" ist ein Feature, das Duft-Fachleute zu Wort kommen lässt und deren Arbeit mit der Kreation von Parfums zum Film, bzw. zu bestimmten Schlüsselszenen dokumentiert. Eine Trailershow mit sechs Programmtipps, ein "besonderer Filmtipp" und "Unsere DVD-Empfehlung" beschließen das Bonusprogramm. --movieman.de

MovieGod.de

Paris im Jahr 1738: Jean-Baptiste Grenouille (Ben Wishaw) erblickt im Abfall des Pariser Fischmarktes das Licht der Welt. Nachdem er seine Kindheit in der unmenschlichen Massenhaltung des Findelhauses von Madama Gaillard (Sian Thomas) verbringt, muss er als Jugendlicher die mörderischen Arbeitsbedingungen einer Gerberei über sich ergehen lassen. Doch der zum jungen Mann herangewachsene Grenouille strebt nach mehr: Mit seinem übermenschlichen Geruchssinn dürstet es ihn immerzu nach neuen und feineren Düften. Die Herstellung und Mischung selbiger soll ihm der Parfumeur Baldini (Dustin Hoffman) beibringen. Dieser erkennt die unglaublichen Fähigkeiten seines Schützlings und bringt ihm - nicht zuletzt wegen der beträchtlichen Umsatzsteigerung durch dessen geniale Kreationen - bereitwillig alles Wissenswerte über das kunstfertige Handwerk bei. Nach der folgenschweren Begegnung mit einem lieblichen jungen Mirabellen-Mädchen (Karoline Herfurth) ist Grenouille von der Idee besessen, menschliches Aroma zu konservieren. Die mit den neuesten Gerätschaften ausgestattete Parfummetropole Grasse bietet ihm die Möglichkeit, seinem Ziel einen Schritt näher zu kommen...

Bereits 1986, ein Jahr nach dem Erscheinen des mittlerweile in 45 Weltsprachen übersetzten Kultromans von Patrick Süskind, fragte Starproduzent Bernd Eichinger bei dem befreundeten Autor wegen der Verfilmungsrechte an. Erst im Jahr 2000 liess dieser sich erweichen, woraufhin Tom Tykwer (Lola rennt, Heaven) als Regisseur gewonnen werden konnte und das ehrgeizige Filmprojekt endlich in die Gänge kam. Für das Drehbuch holte sich das Duo noch Andrew Berkin mit an Bord, der bereits an der gelungenen Leinwandadaption von Der Name der Rose mitschrieb. Nach langer Suche engagierte man den britischen Newcomer Ben Wishaw, der zu diesem Zeitpunkt auf der Bühne des Old Vic Theatres in London zu sehen war, für den schwierigen Hauptpart. Außerdem konnten noch nahmhafte internationale Schauspieler wie Dustin Hoffman und Alan Rickman für tragende Nebenrollen verpflichtet werden. Doch war nicht zuletzt die misslungene Kinoversion von The Da Vinci Code - Sakrileg ein Beweis dafür, dass erfolgreiche Bücher trotz namhafter Beteiligung auf der Leinwand noch lange nicht funktionieren müssen.

Das Sprichwort "Was lange währt, wird endlich gut." könnte im Zusammenhang mit der vorliegenden Umsetzung jedoch zum Glück kaum treffender sein. Tom Tykwers fesselnde Inszenierung geriet außerordentlich stimmig und wird Fans des Buches - nicht zuletzt wegen der werkgetreuen Adaption - wie auch unvorbelastete Kinogänger gleichermaßen zufriedenstellen. Die Kameraarbeit von Frank Griebe (NVA), gepaart mit dem famosen orchestralen Score, komponiert von Tykwer mit den befreundeten Musikern Johnny Klimek und Reinhold Heil und eingespielt von den Berliner Philharmonikern, vermag die Welt der Gerüche mit einer Vielzahl von Gänsehautmomenten gekonnt auf die Leinwand zu transportieren. Die oftmals gewählten Nahaufnahmen, die jede Schweißperle und Hautpore einfangen, die an Gemälde erinnernden, prächtigen Großaufnahmen sowie das überaus geschickte Spiel mit Licht und Schatten machen die Verfilmung zu einem wahren Augenschmaus. Zusätzlich erweist sich der Einsatz eines Erzählers, in der deutschen Fassung Otto Sander, als doppelt geschickt: Zum einen wird man dadurch einem wichtigen atmosphärischen Element des Buches gerecht, zum anderen bleiben dem Zuseher langwierige Handlungsübergänge erspart.

Darüber hinaus präsentiert sich das Ensemble in hervorragender Spiellaune. Ben Wishaw überzeugt als omnipräsente Hauptfigur und schafft es ohne Probleme, den Film auf seinen schmächtigen Schultern zu tragen. Durch sein körperbetontes Spiel gelingt es dem Newcomer die in der Romanvorlage immer wieder erwähnte Mischung aus Naivität, Bedrohlichkeit und Wahnsinn glaubhaft darzustellen. Dustin Hoffman hatte an dem Part des abgetakelten Baldini sichtlich Spaß, Alan Rickman wirkt hingegen ein wenig blass. Die erst sechzehn Jahre alte, bezaubernde Rachel Hurd-Wood meistert ihre Rolle als begehrenswertestes Opfer des verrückten Duftfetischisten mit Bravour und kommt der Buchfigur verblüffend nahe. Kino-Deutschland ist mit Jessica Schwarz als Prostituierte und Corinna Harfouch als kurzzeitige Chefin Grenouilles vertreten - erstere geizt nicht mit ihren Reizen, letztere agiert unauffällig.

Fazit: Regisseur Tom Tykwer hat es mit seinem starken Team geschafft, den als unverfilmbar geltenden Bucherfolg authentisch, spannend und visuell beeindruckend auf Zelluloid zu bannen. Fans des Buches und solchen die es werden wollen, sei der Gang ins Kino unbedingt ans Herz gelegt.

Michael „Eminence“ Reisner

Stern

Halten wir uns nicht lange mit dem unmöglichen Unterfangen auf, Gerüche fürs Kino zu visualisieren.??Tom Tykwer hat mit der Verfilmung des Patrick Süskind-Bestsellers einen guten Job gemacht. Das dufte Bonus-Material leuchtet jeden Winkel des beschwerlichen Weges dorthin aus. Und wer die Nase voll haben will, besorgt sich ein Exemplar der Duft-Edition mit fünf Parfum- Kreationen, die eine Drogeriekette anbietet. Ein Marketing- Clou, den wir uns auch bei anderen Filmen wünschen.??Bei "Ghost Rider" etwa mit den Noten "Auspuffdampf", "Ölwechsel" und "Kokelhaare".Bernd Teichmann

kulturnews.de

Was muss der Darsteller Grenouilles für eine Aura mitbringen, damit die Figur mit ihrem Geheimnis wirklich getroffen wird? Dass diese Frage entscheidend war bei der Suche nach demjenigen, der den Mörder Jean-Baptiste Grenouille in der Verfilmung von Patrick Süskinds Weltbestseller "Das Parfüm" spielen sollte, erklärt Tom Tykwer im Bonusmaterial zu seinem ambitionierten Filmprojekt. Gemeinsam mit Produzent Bernd Eichinger gelang es Tykwer, die Geschichte eines jungen Mannes, der auf der Suche nach dem perfekten Körpergeruch zahlreiche Jungfrauen tötet, in prächtige Bilder zu kleiden. Ironischweise ist die Besetzung der Hauptfigur am Ende der größte Schwachpunkt der Literaturverfilmung: Newcomer Ben Wishaw spielt grandios, ist dabei jedoch derart verführerisch schön, dass man ihn in keinem Moment so verabscheuungswürdig findet, wie Süskind selbst seine Figur im Roman beschreibt. In den drei Audiokommentaren (von Regisseur, Szenenbildner und Kameramann) der Premium Edition wird der Film von allen denkbaren Seiten analysiert. Das knapp einstündige Making-of ist eine großartige Ergänzung: Es zeigt in Teilschritten die Entwicklung und Umsetzung des Drehbuchs und verdeutlicht, was für ein Liebhaberprojekt die Verfilmung ist. Ärgerlich ist, dass die zahlreichen Interviews allesamt in den übrigen Extras zitiert werden und somit nur eine überflüssige Doppelung sind. Für ganz hartgesottene Fans gibt es die Premium Edition übrigens auch als limitierte Duft Edition - in einer Holzschatulle mit fünf kleinen Duftproben. (jul) kulturnews.de

Kurzbeschreibung

Paris im Jahre 1738: Auf einem Fischmarkt zwischen Unrat und stinkenden Abfällen kommt Jean-Baptiste Grenouille zur Welt. Sehr früh bemerkt er, dass er einen äußerst ausgeprägten Geruchssinn besitzt und die Welt der Düfte intensiver wahrnehmen kann als jeder andere Mensch. Diese Gabe führt ihn eines Tages zu dem berühmten Parfümeur Baldini, der ihn als Lehrling aufnimmt. Schnell überflügelt der ansonsten schweigsame Sonderling seinen Meister in der Kunst des Duftmischens. Doch werden Düfte zu Grenouilles Obsession. Besessen von der Idee, menschliches Aroma zu konservieren und damit den vollendeten Duft zu komponieren, ermordet er zahlreiche junge Mädchen, deren Gerüche ihn besonders betören. Während in der Parfummetropole Grasse weitere unerklärliche Morde passieren, ahnt der Kaufmann Richis, dass auch seine Tochter Laura in höchster Lebensgefahr schwebt...

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