Neue Zürcher Zeitung
Das Panorama
zlg. Als der Porträt- und Miniaturmaler Robert Barker im Jahre 1787 bei einem Spaziergang ganz Edinburg zu seinen Füssen liegen sah, kam ihm plötzlich der Gedanke, die herrliche Aussicht in einem Rundumbild festzuhalten. Mit dieser Idee war das Panorama geboren, das eine der populärsten Erscheinungen des 19. Jahrhunderts werden sollte. Wo immer Panoramen zu sehen waren, drängte sich eine interessierte, vergnügungssüchtige Menge. Achtundzwanzig solcher Rundgemälde sind noch heute erhalten. Über das Phänomen Panorama das liegt in der Natur der Sache ist schon viel geschrieben worden. Die reich bebilderte Publikation von Bernard Comment informiert auf dem neuesten Stand der Forschung über diese spektakuläre Erfindung. Sorgfältig zeichnet der Autor die Geschichte des Panoramas nach, seine Entwicklung und Verbreitung, er berichtet über Varianten, Panoramismus und Panoptizismus. Ebenso stellt er die theoretischen Aspekte dar. Der zweite Teil des Buches vermittelt eine Übersicht über das Panorama als Medium und zeigt Vorzeichnungen, Drucke, vollendete Gemälde, Querschnitte, Aufrisse, Orientierungspläne, Reklamen. Darüber hinaus erhält der Leser zahlreiche Hinweise, die Bezug nehmen auf diese Form der Massenunterhaltung, in der sich auch Phantasien, Ängste und Sehnsüchte der Zeitgenossen spiegelten.
Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2001
Wenn Rezensent "zlg" erklärt, über das Panorama ("eine der populärsten Erscheinungen des 19. Jahrhunderts") sei schon viel geschrieben worden, um dann die Vorzüge des vorliegenden Bandes zu preisen, meint man herauszuhören, dass er darüber so wie hier allerdings noch nicht gelesen hat: Reich bebildert, auf dem neuesten Stand der Forschung zeichne der Autor die Geschichte des Panoramas nach, berichte über Varianten, stelle theoretische Aspekte dar und zeige schließlich Vorzeichnungen, Drucke, Vollendetes, Querschnitte, Aufrisse etc. etc.
© Perlentaucher Medien GmbH