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Das PARTEI-Buch: Wie man in Deutschland eine Partei gründet und die Macht übernimmt (KiWi) Broschiert – 20. Februar 2009

4.8 von 5 Sternen 34 Kundenrezensionen

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„Die PARTEI“ will die Mauer wieder aufbauen. Denn dann könne Deutschland an der Fußball-WM mit zwei Mannschaften teilnehmen. „Und die Partei, die Partei, die hat immer recht“, heißt es in dem von der alten SED übernommenen Parteilied. Kennern schwant bei so viel genialem Unfug, dass die Macher des Satire-Magazins Titanic am Werk sein müssen. Und tatsächlich: PARTEI-Chef Martin Sonneborn ist Mitherausgeber des Magazins, sein PARTEIbuch dokumentiert, wie seine Parteigänger die etablierten Parteien verballhornen und sich dabei historischer Versatzstücke bedienen, etwa wenn Ostdeutschland zur Sonderbewirtschaftungszone SBZ erklärt wird oder bei einer Versammlung der Saalschutz martialisch posiert.

Einmal mehr scheint die Titanic Witz wie Irrwitz für 99 Jahre gepachtet zu haben. Wo der Spaß aufhört, lässt sich wie üblich schwer festlegen. Womöglich dann, wenn das Zentralkomitee der deutschen Satire dem ehemaligen Jugoslawien doch tatsächlich den Krieg erklärt oder, wenn es bei einer Partei-Versammlung heißt: “Wollt Ihr den totalen Sieg?“ Die Führer der Partei sehen das vermutlich anders, und im Rahmen der demokratischen Freiheiten riskieren die Magazin-Macher nur, dass man ihren knallharten Schabernack für ganz und gar nicht lustig hält - oder eben doch darüber lacht.

Indes brachte sich die Partei der radikalen Mitte mittels Kanzlerinnen-Casting unbeirrt gegen „das Merkel“ in Stellung. Auch die Zahl der Parteieintritte nimmt zu. Kein Wunder, denn schließlich waren ja bereits viele Großväter in der Partei, heißt es. Und natürlich kringeln sich darüber alle Freunde der einfallsreichen und hemmungslosen Macher des unglaublichen Satire-Magazins, denn schräger geht’s nimmer. Zu Grunde geht Deutschland durch die unschlagbare Titanic-Crew ohnehin nicht, schließlich gilt die Demokratie als unsinkbar.
- Herwig Slezak

Pressestimmen

»In Anbetracht der Überzeugungskraft, die von Martin Sonneborns Stimme und Argumenten ausgeht, kann Die Partei der Machtübernahme im Herbst siegessicher entgegentreten.« (Christoph Gudorf Neue Westfälische)

»Deutschlands Chefsatiriker.« (Süddeutsche Zeitung)

»Dieser Mann will es wissen. Yes he can!« (Spiegel Online)

»Das Superwahljahr schreit nach Superwahlsatire. Hier ist sie.« (Die Welt)

»Blicke in die deutsche Seele – Martin Sonneborn wagt sie. Freundlich, hintersinnig, mit klarer Mission.« (heute journal)

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Top-Kundenrezensionen

Format: Broschiert
Wer dieses Buch kauft, lässt sich auf 240 Seiten Satire seitens Sonneborn, der titanic und der PARTEI ein.
Was genau diese Seiten beinhalten, möchte ich nicht verraten, da für mich ein Teil des Spaßes aus der Vorfreude auf den nächsten Schabernack, den Sonneborn und seine Mannen da treiben, bestand. Nur so viel sei gesagt: Der Schreibstil des Autors ist locker und bringt seine Ziele offensichtlich zum Ausdruck. Genau deshalb steht wohl auch zu Beginn des Buches:
"Jegliche Indoktrinierung und Beeinflussung des Lesers zugunsten der PARTEI ist nicht zufällig, sondern beabsichtigt."

Das PARTEI Buch ist echt klasse - es gibt keine Tabus! So begrüßt sich die PARTEI-Jugend, auch Hintnerjugend genannt (so heißt der Generalsekretär der PARTEI) mit einem gepflegten "Heil Hintner" und auf einem Parteitag wird an alle Anwesenden die Frage "Wollt ihr den totalen Sieg?" gestellt. Wer dies und noch viel mehr enttabuisierte Aktionen Sonneborns miterleben möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Unter "PPS" finden Sie weiterführende Informationen zum Anhang.

mfG Martin

PS: Einige Schwarzweiß-Fotos veranschaulichen das Geschriebene, während man in der Mitte des Buches farbig gedruckte Bilder rund um die PARTEI vorfinden kann (insgesamt 8).
PPS: Der Anhang ist recht interessant:
Den Anfang macht mit "Stimmen zur PARTEI" eine recht sinnlose Rubrik, die auf einer Seite einige Zitate berühmter Politiker abdruckt, in denen das Wort "Partei" groß gedruckt ist, sodass sich der Zusammenhang der Sätze wandelt und die PARTEI Sonneborns gemeint ist.
Eine weitere Seite nimmt der Mitgliedsantrag ein.
7 Seiten lang ist das "Handbuch: Die Partei von A-Z".
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Geniales Buch, für alle Politikinteressierten Personen ein absolutes "musthave"
Habe gut gelacht und das Buch hat mir so manche S-bahnfahrt verschönert.
Danke Titanic für diesen Meilenstein Satire!
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Format: Broschiert
Es besteht aus Papier auf welches Buchstaben gedruckt wurden. Drumrum ist ein Umschlag aus dickerem Papier auf das Bilder UND Buchstaben gedruckt wurden. Ich glaube die Partei geht davon aus, dass die Menschheit zu dumm ist um lesen zu können - darum sagen sie ohne Lügereien die absolute Wahrheit.
Wenn man nun doch lesen kann, qualifiziert man sich dadurch automatisch für die höhere Gesellschaft (Mitgliedschaft bei der Partei). Alle anderen sind sowieso nix wert und verdienen es nicht, mitzubestimmen.
Sarkasmus, Satire, mutwilliger Blödsinn... nennt es wie ihr wollt: dieses Machwerk ist große Klasse!
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Format: Broschiert
...weil wir eine Partei sein wollen!" (Oliver Maria Schmitt)

Wenige Tage nachdem in Berlin SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier die Biografie des FDP-Vorsitzenden Westerwelle der Öffentlichkeit präsentiert hatte, kam am 24.2.09 der nächste Parteivorsitzende in die Hauptstadt, um sein Buch vorzustellen. Dieser allerdings brauchte dabei nicht die Unterstützung eines namhaften politischen Konkurrenten - Martin Sonneborn, Bundesvorsitzender der Partei Die PARTEI war sich selbst genug und den Zuschauern im Babylon-Mitte ganz offenbar auch.
Das "Parteibuch" von Sonneborn zeigt anhand der polit-satirischen Aktionen aus der Titanic-Redaktion, deren Chef der Autor bis 2006 war, wie unterhaltsam und aufschlussreich das deutsche Parteiensystem und dessen Protagonisten sein können, wenn man es mit seinen Schwächen konfrontiert. Mit zuweilen gnadenlos unterlaufener political correctness, die manch einem als ein Zuviel des Guten erscheinen mag, stellen Sonneborn und seine MitstreiterInnen in nahezu überbordender Kreativität die etablierten Parteien ins Schaufenster und ziehen ihnen die Hosen runter. Was da zum Vorschein kommt changiert zwischen liebenswert lächerlich und erschreckend lächerlich. Dahinter verschwindet dann sogar die nur oberflächlich betrachtet aufdringlich erscheinende Profilneurose des PARTEI-Vorsitzenden Sonneborn.
Die eigentlichen Protagonisten des Buches sind allerdings die Medien. Fast jede Seite ist gespickt mit Zitaten aus hauptsächlich den Printmedien, die sich von der PARTEI mit einfachsten Mitteln instrumentalisieren lassen. In den wenigsten Fällen gelingt es den JournalistInnen dabei, der satirischen Sache gerecht zu werden.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Als jahrelanger Titanic-Abonnent hatte ich erst Bedenken das Buch wäre zu den Artikeln in der Titanic redundand. Dies ist keineswegs so. Martin Sonneborn erschafft schreibt der Vielzahl an Einzelaktionen ein äußerst humorvolles Gesamtwerk. Nicht nur die Aktionen und Ideen an sich, auch der Schreibstil des Autors trägt dazu bei, daß dieses Buch für jeden Satirefreund sehr, sehr kurzweiliges Lesevergnügen wird. Uneingeschränkte Empfehlung!
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Format: Broschiert
Politik ist langweilig und korrupt. Politik ist was für wichtige Herren in teuren Anzügen, die Versprechen machen und sie nicht einhalten. Politik ist populistisch und lügt. Und dann kommt da die korrupte PARTEI, lügt, trägt Anzüge von C&A (für 49€!) und macht populistische Versprechen, die sie sowieso nicht einhalten kann. Hurra! Und nicht mal langweilig! Die Redaktion vom Satire-Magazin hat die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" im Jahr 2004 gegründet und tuckert seitdem als "schmierige kleine populistische Oppositionspartei" durch die Nation, immer nach der Suche nach Leuten, die sie und ihr politisches Hauptziel, den Wiederaufbau der Mauer, ernst nehmen. Und davon gibt es leider und zum Glück viele. Gesammelte PARTEI-Geschichte gibt es nun vom ehemaligen Titanic-Chefredakteur und heutigem PARTEI-Chef Martin Sonneborn in "Das PARTEI-Buch".

Chronologisch erzählt "Deutschlands Chefsatiriker" (Süddeutsche Zeitung) sämtliche Details der PARTEI-Historie, angefangen mit den spaßigen Titanic-Wahlkämpfen im Namen von sympatischen Splitterparteien wie FDP ("Die liberale SpaSSpartei!") und Bayern-SPD ("Wir geben auf."), die ihn und die Redaktion letztlich dazu bewegt haben, selbst aktiv zu werden. Die Rückkehr der Einheitspartei ("Wir sind wieder da!") also, wie damals! Immer wieder gibt es in Reden und Wahlkämpfen kreative Anspielungen auf NSDAP und SED, allerdings nie zu offensichtlich, sodass man (wie in der Satire üblich) ein gewisses Maß an Grundkenntnis mitbringen muss, um sie zu verstehen.
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