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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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Inhalt:
Die berühmte Pianistin Julia befindet sich nach einem herben Schicksalsschlag in einem tiefen Loch und weder ihrer Schwester noch anderen Familienangehörigen gelingt es, ihr herauszuhelfen.
Als in Wharton Park, dem Ort vieler glücklicher Kindheitsstunden, eine Versteigerung stattfindet, kehrt sie nach vielen Jahren dorthin zurück.
Dabei trifft sie auf den neuen Hausherren Kit, an den sie sich noch aus einer Begegnung aus Kindertagen erinnert. Dieser sieht sich gezwungen das Anwesen zu verkaufen, da er nicht über genügend finanzielle Mittel für die aufwendige Renovierung des alten Hauses verfügt. So findet er ein altes Tagebuch, welches anscheinend von Julis Großvater, dem früheren Gärtner von Wharton Park, stammt, und übergibt es Julia. Ihre Großmutter Elsie nimmt den Fund des Tagebuches zum Anlass, um Julia in ein großes Familiengeheimnis einzuweihen, welches nicht nur für ihr Leben umfassende Veränderungen mit sich bringt. Elsie erzählt ausführlich die Geschichte der jungen Olivia und des damaligen Sohn des Hausherren Harrys in der Zeit kurz vor und nach dem 2. Weltkrieg.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch scheinen sich die Geister sehr zu scheiden. Ich hatte schon länger überlegt ob ich es mir zulegen sollte, der Klappentext versprach eine interessante und spannende Geschichte. Als ich es dann vor kurzem auf einem Flohmarkt entdeckte, sah ich es als mein Schicksal an, dieses Buch nun doch zu lesen. ;-)
Der Roman beginnt sehr tragisch und auch spannend. Man wird Teil von Julias Trauer und ihrer Hoffnungslosigkeit. Durch die häppchenweise Vermittlung der Informationen wird immer wieder ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut. Man möchte die Gründe dafür wissen und erfahren wie die Geschichte weiter geht.
Diese Spannung lässt zwischenzeitlich immer mal wieder etwas nach, da ich finde, dass für die Geschichte von Harry und Olivia teilweise etwas zu weit ausgeholt wurde. Doch trotzdem verspürte ich den Drang weiter zu lesen und den Rest der Geschichte zu erfahren.
Der Schreibstil bzw. die Dialoge sind manchmal ein wenig flach, aber dennoch lässt sich die Story schnell und flüssig lesen.
Auch bei den Charakteren muss ich zugeben, dass sie teilweise klischeehaft beschrieben werden und manche ihre Handlungen unrealistisch erscheinen, aber trotzdem konnte ich mich im Großteil des Romans in sie hineinversetzen und ihr Verhalten zumindest verstehen. In einem Buch in dem es so viele Schicksalsschläge gibt wie in diesem (am Ende etwas zu viele'Ein bisschen weniger hätte nicht geschadet), benötigt die Story doch zumindest teilweise auch positive Wendungen, und wenn dies durch hoffnungslos romantische oder klischeehafte Ideen geschieht, empfinde ich das persönlich nicht wirklich störend. Ich bin der Meinung, wenn schon das reale Leben nach Schicksalsschlägen zumeist nicht gut zu den Betroffenen ist, dann darf doch wenigstens in einem Buch z. B. von dem aufopferungsvollem Retter in der Not (ich spreche natürlich vom Traummann Kit) geträumt werden.

Fazit:
Also, auch wenn das Buch bei weitem nicht perfekt ist, konnte es mich fesseln und hat mich nach dem Beenden mit einem guten Gefühl zurück gelassen. So vergebe ich eigentlich 3,5 Sterne (hier bei Amazon muss ich auf 4 aufrunden) und empfehle es jenen, welche einfach nur eine nette, nicht ganz perfekte, aber ergreifende Lebensgeschichte lesen wollen, und sich von einer teilweise klischeehaften Umsetzung nicht stören lassen. Menschen, die anspruchsvolle Literatur mit hochtragender Sprache und nüchternem Realismus bevorzugen, würde ich eher davon abraten.

lg, Steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de
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TOP 500 REZENSENTam 28. April 2011
Als Urlaub für Herz und Seele,bezeichnete die Cheflektorin des Goldmann Verlages dieses Debüt der Autorin Lucinda Riley 'Das Orchideenhaus' und ich kann ihr da nur beipflichten. Dieses Buch übt eine Faszination auf den Leser aus, der er sich nicht entziehen kann und man wird während des Lesens in eine andere Welt katapultiert aus der es schwer ist wieder in den Alltag zurückzufinden

Auf zwei Zeitebenen wird dieser Roman erzählt, der in England und Thailand spielt. In der Gegenwart lernen wir Julia Forrester kennen,eine begabte Pianistin, die nach einem schweren Schicksalsschlag nach Wharton Park heimkehrt, einem alten Herrenhaus in Norfolk, in dessen Orchideenhaus sie als Kind glückliche Stunden verbrachte. Das Herrenhaus ist in einem desolaten Zustand und der Erbe Kit Crawford hat nicht die finanziellen Mittel, um Wharton Park zu renovieren. Also wird es zum Verkauf angeboten und Kit renoviert das altes Gärtnerhaus, um dort zu leben. Bei den Renovierungsarbeiten fällt ihm ein altes Tagebuch in die Hände, das er Julia Forrester schenkt, da es anscheinend ihrem Großvater gehört hat, der früher in diesem Haus wohnte.Als Julia ihrer Großmutter dieses Buch vorlegt, erfährt sie Stück für Stück ein lange gehegtes Familiengeheimnis, das ihr Leben von Grund auf verändert.

Diese Geschichte, die ihren Anfang 1939 nimmt,und von Julias Großmutter erzählt wird, bestimmt den zweiten Erzählstrang und hat mir noch besser gefallen, als die Gegenwartsgeschichte, was viel heißt, denn auch diese Geschichte ist spannend und sehr emotional geschrieben.Der zweite Erzählstrang entführt den Leser teilweise nach Thailand, wo er an einer bewegenden Geschichte teilhaben darf, die bis in die Gegenwart eine große Bedeutung hat.
Schnell drängt sich bei der Thematik der Vergleich mit Kate Mortons Buch 'Der verborgene Garten'auf und das nicht zu Unrecht, allerdings muss ich sagen, dass mir dieses Buch noch ein klein wenig besser gefallen hat.
Der Erzählstil dieser unwiderstehlichen Unterhaltungslektüre ist lebhaft, fantasievoll und zu Herzen gehend. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und die Schilderungen über Bankok lassen beim Leser Fernweh entstehen.Ein klein wenig konstruiert und vorhersehbar wirkt das Ende dieses tollen Schmökers,was dem Gesamteindruck dieses Buches aber keinen Abbruch tut.Ich habe mich schwer getan den Buchdeckel dieses Buches zu schließen und bin sicher, dass ich diesen Roman noch oft verschenken werde.
Lassen sie sich ansteckenden von der Faszination, die dieses Buch auf den Leser ausübt und gönnen sie ihrem Herzen und ihrer Seele ein wenig Erholungsurlaub.
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am 25. August 2013
Englischer Landadel, Südostasien im zweiten Weltkrieg, eine arrangierte Ehe, die kinderlos bleibt, ein dem Herren ewig verbundener Gärtner, seine Frau, Wharton Park und ... kein Familiengeheimnis bleibt ewig verborgen.

Die Rahmenhandlung erzählt das tragische Leben der Konzertpianistin Julia Forrester, die bei einem Autounfall in Südfrankreich ihren Ehemann und ihre zweijährigen Sohn verloren hat. In einem Cottage in Südengland erholt sie sich in der Nähe ihrer Familie von diesem Schicksalsschlag. Als sie bei einer Auktion in Wharton Park auf eine Orchideenzeichnungen ihrer verstorbenen Mutter stößt und dabei dem Erben des Hauses Kit Crawford wieder begegnet, geht ihr Leben neue (!) Wege. Als Kit ein altes Tagebuch ausgräbt, das Julias Großvater gehört haben mochte, beginnt Julias Großmutter, die Geschichte ihres Lebens und jenes der Crawfords zu erzählen. Dabei bleibt kein Stein auf dem anderen.

Sowohl dieser Geschichte als auch allen Parallelgeschichten aus einer längst vergangenen Zeit, in einer exotisch anderen Welt, mangelt es maßgeblich an Struktur. Bis zur Hälfte des Buches weiß ich Leser nicht, ob ich mich bloß mit britischem Landadel langweile, oder doch etwas für die Handlung Wesentliches erfahre. Die Autorin versucht, eine Boheme in London mit einem "Pilcheresken Landleben" zu verbinden, lässt eine damals verpönte homosexuelle Leidenschaft aufkeimen und entlässt eine Vielzahl emotional Orientierungsloser in den zweiten Weltkrieg. Erst die Episode in Bangkok nach dem Krieg gewinnt etwas an Schwung, deren Kulissen, mir scheint, einem gepflegten Reiseführer entwachsen sind, umrankt von jeder Menge Orchideen (na irgendwo müssen sie schließlich herkommen).

Den Höhepunkt erreicht der Roman jedoch, als todgeglaubte plötzlich auf mysteriöse Weise wieder auftauchen und das Leben der Protagonistin erneut durcheinander wirbeln - hmmmmpf.

Schließlich geht aber alles gut aus, nein noch besser und am Ende feiern alle glücklich Weihnachten. Halleluja!

Ein Buch ohne Stilblüten, mit zu vielen Geschichten, die in eine gekrampft wurden und noch mehr Schicksalsschlägen als ein gelungener Trivialroman verträgt. Pluspunkt: Man will einfach wissen wie's ausgeht und kann (zugegeben) nicht wiederstehen Partei zu ergreifen. Für mich kein Buch an das ich mich erinnern werde oder: Einfach nicht mein Geschmack!
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Ich erspare mir an dieser Stelle eine Inhaltsangabe und komme gleich zu meinen Eindrücken:

Ich habe früher mit großer Freude Romane, die auf 2 Zeitebenen angesiedelt sind gelesen z.B. Kearsleys "Mariana", Llewellyns "Verborgene Geschichte" oder Erskines Romane wie z.B. die Herrin von Hay".
Also dachte ich mir bei den durchweg 5* Rezis muss wohl was dran sein...
UND: am Anfang "lies" es sich auch ganz gut an, die ersten 150 Seiten fühlte mich gut unterhalten v.a. in der Vergangenheit. Die Geschichte der jungen Olivia und ihre Erlebnisse im Vorkriegs-London mit ihrer Freundin Venetia gefielen mir. Hier kam so etwas wie "atmosphärische Dichte" auf.

DANN flachte das Ganze aber sehr schnell zusehends ab. Da sind wir auch schon bei den diversen Kritikpunkten:
1. Die Liebesgeschichten beider Zeitebenen sind NICHT überzeugend und glaubhaft dargestellt. Sie sind viel eher klischeehaft und SEHR vorhersehbar (das große Familengeheimnis). Ab einem gewissen Punkt dachte ich: DAS gibts doch nicht! Es driftet dann im Verlauf vollends ab und ich fing (im letzten Drittel an) nur noch genervt querzulesen. Irgendwann gegen Ende bringt es die Protagonistin JULIA selbst TREFFEND auf den Punkt: "Wann würden die schockierenden Neuigkeiten endlich aufhören?" (489). Die Autorin reiht die Klischees nahtlos. DAS ist definitiv ZU viel. Manchmal, vor allem bei diesem Buch, ist weniger mehr!!
2. Zur Sprache: tja Syntax, sowie die Wortwahl sind schlicht, viele Dialoge sind hülsenhaft (v.a. Gegenwart) & grenzen ans Pathetische. Beispiel: GEGENWART: "Hoffentlich kann ich mich deiner als würdig erweisen & dich auf EWIG bei MIR HALTEN." (278) = GRAUENHAFT & unglaubwürdig! Weiterhin werden Wörter wie "fürwider" oder BANNEN (3mal innerhalb v. 2 Seiten verwendet (277-278): Sie musste sie BANNEN (277) ... den BANN brechen (278) ... ihre Dämonen BANNTE sie ... (278). Ich könnte fortfahren, aber das erspare ich mir.
Da sind wir auch schon bei drittens: damit verbunden sind die Charaktere in ihrer Interaktion und ihren Gefühlen unglaubwürdig, platt und blass. Sie überzeugen schlicht auf ganzer Linie ÜBERHAUPT nicht.(Ausgenommen Olivia)
4. Spannung??? Auch die ist auf der Strecke geblieben, da die Handlung, je weiter sie fortschreitet, immer vorhersehbarer wurde & umso konstruierter wirkte. Man ahnt GENAU was kommt und dem Leser wird wirklich nichts erspart. Am Schluss war ich soweit, dass ich mich quasi fürchtete, dass genau das nächste, absolut unwahrscheinliche Ereignis eintritt und man sich fragt: was müssen die armen bemitleidenswerten Protagonisten NOCH erleiden???
5. Atmosphäre??? Fehlanzeige. Auch die suchte ich vergeblich, sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit. Lediglich am Anfang wie oben bereits erwähnt & in der Beschreibung Südfrankreichs kam "atmosphärische Dichte" ins Spiel. Ansonsten wird durch den eklatant hohen Anteil wörtlicher Rede jede Beschreibung so ziemlich im Keim erstickt.

KURZ: platt, K L I S C H E E H A F T, KONSTRUIERT sowie SCHWÜLSTIG.
Beiden Geschichten mangelt es an Tiefe. Ein Schicksalsschlag JAGT den nächsten. Es bleibt nicht genügend Platz für die Protagonisten sich und ihre Gefühle füreinander zu entfalten. Am Ende war ich froh es beiseite legen zu dürfen. Da kommen weder Gefühle noch Atmosphäre noch irgendwas anders auf. Auch sprachlich SEHR PATHETISCH

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden (und das ist gut so), aber ich würde dieses Buch nicht einmal für einen 14tägigen Strandurlaub, als angenehme Lektüre empfehlen. Dann lieber Kearsleys "Mariana" zum dritten Mal lesen!
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am 20. Dezember 2011
Ich habe mir die Rezensionen der anderen Bewerter durchgelesen und kann nur sagen, ich habe das Buch vor 20 Minuten zu Ende gelesen und bin total traurig, dass es nicht noch weitere 538 Seiten hat. Ich konnte es nicht aus der Hand lesgn und habe oftmals mit den Tränen gekämpft. Obwohl vieles vorhersehbar war, hat mich die Geschichte total in ihren Bann gezogen. Ich war vorher ein bißchen skeptisch, weil ich auch schon viele Bücher in denen es um Tagebücher, Geheimnisse der Vergangenheit etc. geht, gelesen habe. Aber dieses ist eins was ich jederzeit weiterempfehlen würde und auch weiter verschenken würde. Also ich für meinen Teil kann nur sagen, 5 Sterne sind nicht genug! Hoffe bald ein neues Buch der Autorin in den Händen halten zu dürfen.
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am 7. Dezember 2015
Ich bin bei Spiegel-Bestsellern immer etwas vorsichtig. Allzu oft wurden die Bücher hoch gelobt, haben mich aber eher enttäuscht. Das Orchideenhaus gehört leider auch dazu. Ich denke entweder mag man es oder eben nicht.
Der Klappentext klang für mich interessant. Es geht um eine Familien-/Liebesgeschichte die in zwei Zeitepochen erzählt wird.

In der Gegenwart geht es um die Pianistin Julia, die nach einem schweren Schicksalschlag nach England zurückgekommen ist. Ihre große Schwester Alicia versucht alles um sie wieder aufzubauen. Bei einer Auktion trifft Julia ihren Jugendfreund Kit wieder. Bei Umbauarbeiten seines Anwesens hat er ein altes Tagebuch von Julias Großvater gefunden und überlässt es ihr.
Als Julias Großmutter Elsie von dem Tagebuch erfährt, fängt sie an, über ein altes Familiengeheimnis zu reden.
Hier springt das Buch in die Zeit des zweiten Weltkrieges zurück.
Der damalige Besitzer von Wharton Park (Harry) fühlt sich genötigt eine Frau zum Heiraten zu suchen und stolpert dabei über Olivia. Wir können beide Personen ausführlich kennenlernen.
Danach wechseln sich noch einmal Gegenwart und Vergangenheit ab. Einige Passagen spielen dabei in Thailand und man erfährt etwas über die damaligen Zustände während des zweiten Weltkrieges. Das hat mir gut gefallen.
Da man nicht mehr zum Inhalt des Buches sagen kann, ohne zu spoilern, möchte ich es bei dieser Zusammenfassung belassen.

Warum hat mir das Buch nicht gefallen?
Die ersten 150 Seiten waren wirklich vielversprechend. Julia blieb mir zwar etwas fremd, aber ich wurde neugierig, was hinter ihrer Trauer steckte.
Der erste Teil von Harry und Olivia war dann viel zu ausführlich und langatmig. Es dauerte bis die Geschichte etwas Schwung bekam. Leider waren die Dialoge ziemlich langweilig und nichtssagend. Auch im Jahre 1939 muss es doch andere Gesprächsthemen gegeben haben, als ständig über das "Gute Aussehen" oder "das Essen" zu reden. Erst als sich die ersten Eheprobleme zeigten, wurde es etwas spannender.

Als Elsie ihren Bericht über die Vergangenheit wegen Übermüdung beendete, konnte ich das ja noch verstehen, aber das dann ein halbes Jahr verging, bis sie weitererzählte, kam mir dann doch etwas unlogisch vor.
Genauso wie die plötzliche Liebesgeschichte zwischen Julia und Kit. Das war mir viel zu inszeniert. Julias Schwester Alicia hat einfach nur genervt und gar nicht in die Geschichte gepasst. Als sie ihr eigenes lapidares Problem dann wichtiger nahm, als den Verlust von Julias Kind, hatte sie bei mir endgültig verspielt.
Außerdem war ziemlich schnell klar, welches denn das große Familiengeheimnis sein würde. So viele Möglichkeiten gibt es da ja nicht.

In meinen Augen hätte die Autorin nach der zweiten Reise in die Vergangenheit aufhören sollen, aber da hat sie nochmal alles gegeben was die Klischees hergaben. Die Geschichte wurde immer unlogischer und unglaubwürdiger. Ein Schicksalschlag jagte den nächsten. Die Personen blieben blass und hatten keinen Spielraum um sich zu entwickeln. Auch die Unterhaltungen blieben flach und trieften vor Schwülstigkeit.
Was dann in Frankreich passierte, hat mir komplett den Glauben an die Ernsthaftigkeit des Buch genommen? Wem wollte die Autorin denn bitte diesen Schwachsinn verkaufen?
Genauso Julias kurze "Flucht" nach Thailand. Das wirkte wie hinterhergeschoben, als müsste noch eine bestimmte Seitenanzahl erreicht werden und wurde einfach unzureichend abgearbeitet. Vom "Friede-Freude-Eierkuchen" Ende mal abgesehen!

Warum drei Sterne?
Der Schreibstil ist flüssig und etwas geschwollen. Das passte jedoch sehr gut zusammen. Ein Spannungsbogen war immer mal wieder da. Immer wenn ich am liebsten genervt aufgegeben hätte, hat die Autorin mir wieder etwas gegeben, weshalb ich weitergelesen habe.

Ich bedauere, dass mir die Personen durch den Erzählstil so fremd geblieben sind. Die ganzen Schicksalschläge konnten mich nicht berühren, obwohl es wirklich tragisch ist, was Julia, Olivia und Lidia alles passiert ist.

Ich werde der Autorin mit einem anderen Buch noch eine Chance geben, aber "Das Orchideenhaus" würde ich nur weiterempfehlen, wenn man auf leichte Kost bei Büchern steht und nicht alles hinterfragt, was so passiert.

Fazit:
Dieses Buch schafft es zwar trotz großer Längen, platten Dialogen und einer Aneinanderreihung von Klischees und Schicksalschlägen zu unterhalten. Aber den schwülstigen Schreibstil muss man mögen und man darf nicht hinterfragen, was alles so passiert. Leider blieben mir die Personen zu fremd, so dass mich ihr Schicksal nicht berühren konnte. Ich vergebe drei schwache Sterne. Das Buch bleibt Geschmackssache.
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am 25. Mai 2011
Dieses Erstlingswerk von Lucinda Riley ist einfach große Klasse. Ein wahrer Schmöker, der einem die Zeit komplett vergessen lässt.

Das Buch hat 2 Erzählstränge, die Gegenwart (Julia Forresters Leben) und die Vergangenheit (das Leben der Crawfords früherer Generation). Julia Forrester muss großen Schmerz überwinden, denn sie hat 2 Menschen verloren, die sie sehr liebte. Über Monate schließt sie sich ein, um keiner Menschenseele begegnen zu müssen, bis der neue Besitzer von Wharton Park ihr ein altes Tagebuch überreicht, das Julias Familie zu gehören scheint und Julia damit über ihre Großmutter Elsie die Geschichte der Crawfords erzählt bekommt. Beide Erzählstränge waren gleich spannend, wobei mir die Vergangenheit noch ein klein wenig besser gefallen hat, da man dort ins England des 2. Weltkrieges versetzt wird, sowie in das Thailand der Nachkriegszeit. Ebenfalls toll beschrieben ist das Anwesen Wharton Park, in dem sich zahlreiche Geheimnisse versteckt halten, die nach und nach das Tageslicht erblicken.

Fazit: Klasse Buch, deren Geschichte ich noch lange im Kopf behalten werde. Für Fans von Familiengeschichten genau das Richtige. Wer Bücher von Kate Morton und Sarah Lark mag, der wird dieses Buch lieben. Ich kann nur meine absolute Kaufempfehlung aussprechen.
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am 5. Mai 2014
Nachdem ich sonst eher Krimis und Thriller lese, hatte ich zur Abwechslung mal Lust auf "was anderes". Die Kurzbeschreibung hörte sich interessant an und so habe ich mich für dieses Buch entschieden. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht und mir hat die Story, die sowohl in der Gegenwart als auch durch die Erzählungen von Elsie in der Vergangenheit (zwei Generationen zuvor) spielt, sehr gut gefallen. Im letzten Drittel kam es für mich unerwartet zu einer Wendung, die ich als weniger gelungen empfand, da ich den Eindruck hatte, dieser Part sei im Gegensatz zum Rest der Geschichte nicht fertig ausgereift und wirkte auf mich daher etwas oberflächlich. Dennoch hat mir die Story insgesamt gut gefallen.
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am 25. Juli 2012
Inhalt: Schwer zu erklären. Zwei Geschichten über ein Anwesen ("Wharton Park") haben Parallelen und irgendwann auch einen Schnittpunkt. Es geht um eine junge Frau namens Julia, die einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste und nun als Einsiedler in einem kleinen Cottage-Haus wohnt. Ihre geliebten Großeltern haben früher im Anwesen von Wharton Park als Gärtner gearbeitet, und genau dieses Anwesen wird nun verkauft. Julia fährt hin, trifft auf den Erben Kit, bekommt von ihm ein Tagebuch, das angeblich von ihrem Großvater ist. Julias Großmutter erzählt ihr die ganze Geschichte, wie das damals mit Wharton Park war...und ja.
Ich habe die Geschichte von "früher" (sag ich mal) sehr gut gefunden. Sie spielt sich vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg in England und Asien ab. Ich habe diese Geschichte wirklich richtig toll gefunden. Mal ein Buch über Asien, wo Thailand näher beleuchtet und seine Geschichte sogar ein bisschen erklärt wird (und ganz ehrlich: Wer kennt schon die Geschichte Thailands?) Auf jeden Fall war ich richtig begeistert von dem Buch. Bis wir in die Gegenwart zurückkommen.
Und da wären wir auch bei der Kritik angelangt: Ich war total begeistert vom Buch, bis die Rede wieder von Julia ist (die lebt im 21. Jahrhundert, in unseren Tagen) Hier jagt dann ein Schickssalsschlag den anderen, die erstens alle unrealistisch sind und zweitens Julia und auch ihre Schwester Alice zu furchtbaren Nervensägen machen. Alice entpuppt sich als egoistische Ziege, die ihr eigenes Schicksal schlimmer findet als das ihrer Schwester (wer das Buch liest, versteht, was ich meine). Und das nervt. Es nervt wirklich sehr. Statt das Buch am Ende der Geschichte von 1940 mit einem kleinen Epilog zu beenden, kommt nun die Hauptprotagonistin Julia zu Wort. Und was ihr widerfährt (und das alles in den letzten 150 Seiten) ist einfach geradezu lächerlich. Ihre Reaktion? Lächerlich. Ihre Flucht? Noch mehr lächerlich. Die Versöhnung? Grenzt an Fremdschämen.

Die Autorin hat es wirklich geschafft, dem Leser im Endspurt die Laune und die Lust zu vermasseln. Das muss man mal schaffen.
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am 19. Januar 2012
Die erfolgreiche Pianistin Julia ist am Boden zerstört: Bei einem Autounfall kamen ihr 2jähriger Sohn und ihr Mann ums Leben. Sie schottet sich in ihrem kleinen englischen Cottage völlig ab, bis sie auf Kit Crawford trifft. Sie lernte den Lord von Wharton Park in ihrer Kindheit kennen, und nun verhilft er ihr zu neuem Lebenswillen. Doch als für Julia wieder alles gut zu werden scheint, taucht ein altes Kriegsgefangenen-Tagebuch auf. Wohl von ihrem Großvater Bill. Doch dieses Tagebuch birgt ein über Generationen hinweg gehütetes Familiengeheimnis.

Die Geschichte begleitet in der Gegenwart Hauptsächlich Julia. In wenigen Abweichungen darf man allerdings auch ein paar Einblicke in Kits und Alicias Leben und Gedanken machen. In der Gegenwart herrscht der Blick auf Harry und Olivia vor.

Mir gefiel der flüssige und detailverliebte Schreibstil der Autorin gut. Ich konnte mir Wharton Park und Bangkok sehr gut bildlich vorstellen. Es gibt kaum Längen in der Geschichte. Sehr gut gefielen mir auch die langen Rückblicke in die Vergangenheit der Protagonisten Harry, Olivia uns Elsie. Durch zu viele Hin- und Her Sprünge hätte meiner Ansicht nach die Geschichte gelitten.
Einen Punkt Abzug erhält der Roman für das plötzliche Auftauchen einer gewissen Person (ich möchte hier nichts genaues Verraten), das erschien mir einfach zu unrealistisch.
Aber dennoch ein wunderbarer Schmöker für kalte Januartage.
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