Der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder, bestens bekannt über sein Erstlingswerk Sofies Welt", hat uns mit dem Orangenmädchen" ein unsere Gefühle ansprechendes neues Buch geschenkt, das der Hörverlag mit Hilfe der Schauspieler Philipp Schepmann und Matthias Leja in ein knapp 3 stündiges ansprechendes Hörbuch umgesetzt hat.
Worum geht es. Der 15 jährige Georg liest den durch Zufall aufgetauchten Abschiedsbrief seines leiblichen Vaters, der starb, als sein Sohn erst 4 Jahre alt war. Georg taucht ein in die Gedanken- und Gefühlswelt seines Vaters ein, versteht viele seiner Fähigkeiten und Vorlieben (u.a. für die Astronomie und das Hubble'sche Teleskop) als väterliches Vermächtnis besser. Gleichzeitig wird ihm klar, daß der umfangreiche Brief eine einzigartige Liebeserklärung an seine Mutter Veronica, das Orangenmädchen, enthält. Originell wird die Phase des Kennen- und Liebenlernens der Eltern geschildert, die vom norwegischen Oslo bis zum südspanischen Sevilla reicht.
Fazit: Ein überaus unterhaltsames, professionell gesprochenes Hörbuch über eine - wie bei einem Aquarell mit tragisch-versöhnlichem Pinselstrich entstandene - wunderschöne Liebesgeschichte. Sehr empfehlenswert.