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5.0 von 5 Sternen
Für Jostein Gaarder FAns ein Muss, 25. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Orangenmädchen (Gebundene Ausgabe)
Das Orangenmädchen
Von Jostein Gaarder
Manchmal ist es bei uns Menschen so, dass es schlimmer ist, etwas zu verlieren, das wir lieben, als dieses Etwas niemals gehabt zu haben, schreibt Georgs Vater Jan Olav seinem Sohn, elf Jahre nach seinem Tod.
Georg ist fünfzehn Jahre alt und war drei als sein Vater an einer unheilbaren Krankheit starb. Er hat seinen Vater so gut wie gar nicht gekannt und nach elf Jahren taucht ein Brief auf, den sein Vater vor seinem Tod an seinen Sohn geschrieben hat. Ein Abschiedbrief. Er erzählt dem seinen großen Sohn, den er nicht kennen lernen durfte die Geschichte, seine Geschichte über die Suche nach der Liebe, nach dem Orangenmädchen, und die Suche nach dem Leben.
Einfühlsam und magisch versucht Jostein Gaarder das Thema Liebe und Tod zu beschreiben und bringt dem jungen Leser zum nachdenken. Der lange Brief vom Vater der „sterben wird" an den Sohn öffnet die Augen auch an das Ende vom Leben zu denken.
Wir kommen nur einmal auf die Welt. Wir werden in das große Abenteuer gesetzt. Und dann kommt eine Maus und das Märchen ist aus.
Wie ein Märchen liest sich das neue Kinderbuch des norwegischen Autors. Der Leser hat das Gefühl einen verklärten Blick zu haben, der sich langsam von Seite zu Seite zu lichten scheint. Nie war Philosophie so einfach und so sinn ergebend. Es ist wie ein Traum.
Nur der Anfang bis Georg endlich seinen Vater zu Wort kommen lässt, lässt den neugierigen Leser ungeduldig werden. Es ist wie ein Versteckspiel, wenn Georg sich immer wieder zwischen dem Brief seinen Vaters einschaltet und von seinen Gefühle und Gedanken erzählt.
Würdest du dich für ein kurzes Leben hier auf der Erde entscheiden, um dann nach wenigen Jahren von allem weggerissen zu werden und nie mehr zurückkehren dürfen? Oder würdest du dankend ablehnen? Du hast nur diese Alternative. Denn so sind die Regeln.
Es ist nie früh genug über das Leben nach zu denken, Jostein Gaarder bietet mit „Das Orangenmädchen" die Möglichkeit dafür.
Ein passendes Buch für die Weihnachtszeit und nicht nur für Kinder auch für Erwachsene, die manchmal nicht wissen, wie wertvoll das Leben ist, kann dieses Buch einige Antworten geben.
Das Leben ist eine gigantische Lotterie, bei der nur die Gewinnerlose sichtbar sind. Du, der dieses Buch liest, bist so ein Gewinnerlos.
Die Geschichte vermittelt auf einer leicht einfühlsamen weise, wie schwer es ist einen Menschen zu verlieren und das das Leben dennoch weitergeht.
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Sooo traurig, 24. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Orangenmädchen (Gebundene Ausgabe)
Zu manchen Büchern darf man eigentlich keine Rezension schreiben, denn man kann manchmal eine Stimmung nicht so einfach in Worte fassen, möglicherweise zerstört man sie sogar. Das „Orangenmädchen" ist so ein Buch, es ist so schön, und auch so traurig, dass man es selber lesen muss. Ich schreibe deshalb an die, die selbst bei den nur 187 Seiten noch zögern sollten:
Was teilt ein Vater seinem Sohn mit, der weiß, dass er bald sterben wird? Welche Lebenserfahrungen und Botschaften wird er vermitteln wollen? Im Buch findet die Großmutter des 15-jährigen Georg auf dem Speicher einen versteckten Brief, den ihm sein verstorbener Vater vor 11 Jahren geschrieben hat. Georg war damals noch zu klein um zu verstehen, doch nun erhält er die Mitteilungen seines Vaters. Es geht um das Leben und das Glück, um Gedanken und eine liebevolle Philosophie, die in unserer konsumorientierten, schnelllebigen Welt leider immer weiter zurück gedrängt werden.
Das Buch ist wie auch seine anderen hervorragenden Werke im typischen Erzählstil von Jostein Gaarder geschrieben. Es ist zwar eher an Jugendliche gerichtet, doch auch Erwachsene werden viel von ihm lernen können. Gaarder stellt Fragen, die nicht alle beantwortet werden, und er bringt den Leser dazu, tiefer über das Leben nachzudenken. Dieses Buch berührt einen sehr.
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EIN MUSS FÜR TRÄUMER UND ROMANTIKER!, 22. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Orangenmädchen (Gebundene Ausgabe)
Mehr aus Zufall stieß ich in einer Buchhandlung auf dieses Buch, las den Buchrücken, war interessiert und nahm es mit. Es war die Ausgabe wert - ich las es noch am selben Abend durch und mochte es noch nicht mal fürs Abendessen aus der Hand legen! Eine wunderschöne und traurige Geschichte zugleich, die mich mehrfach zu Tränen rührte - lange habe ich nicht mehr so ein schönes Buch gelesen. Diese Geschichte ist genau das richtige für schmuddelige und kalte Herbst- und Winterabende, herzerwärmend und wunderschön. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und werde es sicherlich an einige liebe Menschen verschenken.
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