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Das Orakel von Delphi: Geschichte und Texte. Griech. /Dt.
 
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Das Orakel von Delphi: Geschichte und Texte. Griech. /Dt. [Taschenbuch]

Marion Giebel
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 125 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150181224
  • ISBN-13: 978-3150181225
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 9,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 258.873 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marion Giebel
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 24.03.2001
Titel: Das Orakel von Delphi. Geschichte und TexteFritz Göttler gibt so gar keine Auskunft darüber, wie ihm Marion Giebels Buch über das Orakel von Delphi gefallen hat. Viele Quellen hat sie bemüht, die großen, mythisch-historischen Geschichten durchforscht und den Alltag der Pythia beschrieben, berichtet Göttler. Das Orakel besuchten viele. Aber nur wenige wussten die Auskunft der Priesterin richtig zu deuten. Die Geschichten rund um diese große griechische Institution sind voll von Missverständnissen und vorschnellen Schlüssen. Wer sich nicht selbst erkannte, dem half auch das Orakel nicht, entnimmt der Rezensent der Lektüre.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Delphi war der Nabel der (griechischen) Welt, das Delphische Orakel eine der einflussreichsten Institutionen der Antike. Marion Giebel gibt zunächst einen Überblick über die Geschichte und Praktiken des Orakels. Im Zentrum ihrer Darstellung stehen die Orakelsprüche selbst und ihre (Be-)Deutung. Erfasst werden politische und religiöse, öffentliche und private Weissagungen von den Zeiten der griechischen Kolonisation bis in die römische Kaiserzeit.

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"In der Welt sind die Gestalten, die als Wirklichkeit mich berührt haben,
nicht die Vorübergehenden, die nur gesellig waren, sondern die mir Bleibenden,
welche mich zu mir brachten. Wir haben keinen Pantheon mehr, aber den
Raum der Erinnerung wahrer Menschen, denen wir danken, was wir sind."
(Karl Jaspers, 1931 in: Die geistige Situation der Zeit, 194)

Karl Jaspers Überlegung zur "Haltung des Selbstseins in der Situation der Zeit" ist für den Rezensenten eine Rückbesinnung auf das, was 3000 Jahre zuvor als immerwährende Botschaft aus dem Omphalos der Welt klang: Erkenne dich selbst!

"Einst wollte Zeus [...] den Mittelpunkt der Erde festlegen." Seine zwei von beiden Seiten der Erdscheibe fliegenden Adler trafen sich in Delphi, dieser Punkt wurde zum Nabel (Omphalos) der Welt. Apollon, Zeus' Sohn, errichtete einen Tempel, aus dem die Weissagungen gesprochen wurden. Diese berühmten Sätze der sieben Weisen, die den Innenraum schmücken und von klarster Unklarheit sind, so dass sie nur dem sich selbst Reflektierenden eine Botschaft sind. Heraklit und Plutarch wiesen immer darauf hin, dass diese Orakel nur Anregung eines inneren Wissens sind, welchem man seine eigene Bedeutung gibt. Kein Orakel klärt auf, es deutet hin und der Geist des Hörenden folgt.

Folgt den inneren Antworten auf die gestellten Fragen, sei es zur Politik oder sonstigen gesellschaftlichen Verhältnissen, sei es rein privater Natur. So wie Platons Sokrates in der Apologie sich auf das Orakel beruft, so wie er im Phaidros den "göttlichen Wahnsinn" preist, so scheint diese Kunst als Wahrsagekunst auch unter göttlicher Ägide des Apollon eine "Wahnsagekunst" im positiven Sinne Phaidros'. "Weissung geb ich, wie den Weg mich führt der Gott" lesen wir bei Aischylos. Nicht besser kann man diese Methode beschreiben, die eigentlich in dem hier Thales zugeordneten Satz: "Erkenne Dich selbst" eine unsterbliche Botschaft enthält. Sei dir bewusst, dass du ein Mensch bist und dem Wechsel des Schicksals unterworfen. "Sei besonnen", so ergänzt Platon im Charmides diese so klare Weisung der "delphischen Ethik". So wie der Weisheitswettstreit mit dem Dreifuß auf Solons Rat in Delphi endete, so sicher ist, dass dort im Tempel alle Weisagungen erfragt wurden. Sokrates nannte sich noch den Nichtwissenden, obwohl das Orakel ihn zum Athener höchster Weisheit erkor. Ihm war die Unterscheidung zwischen Menschen und Göttern klar, so klar, dass er mit delphischer Weisheit und Frömmigkeit zum Besseren gehen konnte. (siehe Kriton und Phaidon)

Herodot, Plutarch, Pausanias berichten weitergehend von den Orakeln von Delphi. Ein immerwährender Mythos hält Delphi berühmt, sicher auch deswegen, weil Cicero in ihm die "summa veritate" sah und Ödipus sie schmerzhaft erfahren musste.

Den Brückenschlag zu Jaspers erhellt diese Sicht. Das Orakel ist nicht eine belanglose und zufällige Begegnung mit Göttern. Hier erfährt der Mensch eine Weissagung, die bedeutsam ist: in und aus einem inneren "Raum der Erinnerung", "welche mich zu mir brachte". Nur wer von sich weiß, dem wird geholfen, so die Erkenntnis von der Erkenntnis des Selbst.

Eine interessante Einführung von den Anfängen bis zum Ende der Orakelzeit, mit Bildern bereichert und sinnvoll ergänzt mit Anmerkungen und Hinweisen zur Literatur. Einzig die Sprunghaftigkeit der Gedanken im Text führt zu einer guten 4-sterne Bewertung.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Orakel zu Delphi befand sich in einem Apollo-Tempel in Griechenland und soll etwa im ersten Jahrtausend v.Chr. entstanden sein.
Das Buch zeigt einige Fotos noch den dort noch teilweise erhaltenen Fragmenten.
Das Buch gibt einen schönen Einblick in die Geschichte des Orakels, den Ablauf der Befragung und die Antwort der Pythia auf dem Dreifuß (Titelbild). Ferner werden die bekannten Sprüche der "sieben Weisen" im Vorraum des Tempels genannt.
In dem Buch werden natürlich viele der alten Orakelsprüche zitiert und in Verbindung mit dem folgenden historischen Geschehen besprochen.
Man kann so auch heute noch erahnen welchen großen Einfluß wohl Delphi auf die damaligen Menschen hatte.
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