Ich habe das Buch von Anfang bis Ende mit Begeisterung gelesen. Allerdings hatte ich - als ich das Buch gekauft hatte - aufgrund des Klappentextes eine ganz andere Handlung erwartet!
Es ist kein "Action"-Roman, auch wenn die Beschreibung des Buches dies suggeriert. Und auch wer die eigentlichen "Hauptdarsteller" des Romans sind, erkennt man erst gegen Ende des Buches.
Trotzdem hat mir der Roman sehr gut gefallen! Eben weil er etwas "anders" ist.
Es wird eine interessante Zukunft gezeichnet, in der die Menschen die interstellare Raumfahrt entwickelt haben und im Laufe ihrer Expansion auf 3 andere Völker getroffen sind. Diese sind allerdings äusserst pazifistisch eingestellt und die Menschen sind sozusagen die aggressive Spezies. Trotzdem herrscht Frieden und Kooperation unter den Völkern.
Ein fehlgeschlagenes Projekt der Menschen sorgt dafür das der galaktische Friede bedroht wird. (zumindest soll der Leser dies erstmal glauben - mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten)
Die Hauptpersonen sind - was ihre Beweggründe angeht - schwer zu durchschauen. Ein richtiger Sympathieträger taucht auch ungefähr erst ab 2/3 des Buches auf, und das obwohl man ihn vorher für eine absolute Nebenfigur gehalten hätte.
Kurzum: Das Buch liest sich ganz anders als man es gewohnt ist, und entspricht damit nicht der gängigen klischeehaften Science-Fiction.
Wer eine interessante Zukunftsvision lesen möchte und eine Geschichte liebt, die unvorhersehbar ist, der wird hier gut unterhalten. Wer mehr auf Action steht sollte nicht zugreifen, die kommt zwar auch noch gegen Ende des Buches, ist aber nicht besonders glaubwürdig und ausgeprägt. Ich hatte eher den Eindruck das sie nur deshalb vorkommt um die Geschichte zu einem schlüssigen Ende zu bringen.
4 Sterne gibt's von mir deshalb, da ich bis zum Schluss keine Vermutung hatte wie die Geschichte ausgehen wird. :-)