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am 16. September 2010
"Das Neue Testament und seine Welt" ist eine Einführung für den Interessierten ohne große Vorkenntnisse in die Geschichte und den Kontext des Neuen Testaments bzw. seiner Schriften. Entstanden aus einführenden Vorlesungen an der Universität Erlangen-Nürnberg, besticht das Buch durch seine gute Lesbarkeit und ansprechenden Stil, bei dem noch gut die Direktheit der mündliche Vermittlung mitschwingt. Man fühlt sich wie in den Hörsaal versetzt, bei dem man einer wissenschaftlich fundierten, mit Verve vorgetragenen und gleichzeitig humorvoll-unterhaltsamen Vorlesung lauschen kann.

Die Einführung wählt einen eher ungewöhnlichen chronologischen Ansatz: Parallel zu den politischen Entwicklungen im 1. und 2. Jh. nach Christus werden die Schriften des NT in ihrem Entstehungskontext dargestellt. So wird die Geschichte der frühen Christen und ihrer Schriften nachvollzogen. Den Beginn machen Kaiser Augustus und die Weihnachtsgeschichte, an welchem Beispiel genau vorgeführt wird, was das Buch ausmacht: die enge Verknüpfung von neutestamentlicher Analyse mit den historischen Geschehnissen der Zeit. Die christlichen Ereignisse und Schriften stehen so nicht mehr allein, sondern man bekommt einen Eindruck davon, wie sie in ihrer Umwelt und Zeitkontext verhaftet sind.

Großes Gewicht wird auf die inschriftlichen Zeugnisse gelegt, die uns die frühen Christen bzw. ihre Zeitgenossen hinterlassen haben. Dadurch fühlt man sich als Leser sehr nah an der Forschung und den Leuten damals: Pilhofer spricht nicht nur im Modus "Das war so und so", sondern zeigt immer wieder an eindrucksvollen Beispielen auf, wie und woher man einzelne wichtige Stücke von Wissen über die frühen Christen hat. Auch Forschungskontroversen werden gut verständlich dargestellt und eingeordnet.

Das Buch ist eine wahre Einführung nicht nur in das Wissen über die Entstehung des NT, sondern auch Forschungsmethoden und -denken. Vorwissen benötigt der interessierte Leser kaum - auch die historischen Ereignisse und Personen werden knapp für den Laien eingeführt und erklärt (z.B. warum Kaiser Augustus so wichtig war).
Kenntnisse des Altgriechischen sind sinnvoll, aber nicht notwendig, da alles Griechische des Haupttextes auch übersetzt wird. Die Fußnoten sind eine Fundgrube für den Eingeweihten, aber bieten auch oft unterhaltsame Details und Einordnungen des Autors. Obwohl keine Griechischkenntnisse vorrausgesetzt werden, macht die spannende Darstellung der griechischen Quellen große Lust darauf, diese Sprache des NT zu lernen - so sollte es sein bei einem solchen Buch. Auch inhaltliche Kenntnis der einzelnen Schriften ist nicht in jedem Fall nötig, kurze Inhaltsangaben motivieren vielmehr dazu, diese oder jene Stelle nochmal selbst in der Bibel nachzulesen. Viele Karten und Abbildungen unterstützen die Anschaulichkeit.

Das Buch ist somit geeignet für Erstsemester der Theologie, aber auch Studenten der verschiedenen Altertumswissenschaften sowie auf jeden Fall auch den an der Geschichte des NT interessierten Laien.
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am 22. Oktober 2010
In die Welt des Neuen Testaments wird eingeführt. Eine "Einleitung" ist das nicht; dazu müssten gründlichere wissenschaftliche Informationen gegeben werden. Mich hat der subjektive Stil etwas gestört. Statt launig aus der Wissenschaft und über sich selbst zu plaudern, hätte Herr Professor Pilhofer besser noch mehr Einzelheiten bringen können. So ist das Buch wirklich flott geschrieben und mit den Abbildungen hübsch geworden. Die Auswahl der Belehrungen, auch die Literaturhinweise erscheinen etwas willkürlich. Doch man wird schon mit alle Schriften des NT vertraut gemacht. Dazu gibt es gute Hinweise auf die Zeitgeschichte der eineinhalb Jahrhunderte von Augustus bis Hadrian. Interessant ist z.B., dass das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte in der Zeit von Titus und Domitian (zwischen 79 und 96), das Matthäusevangelium erst in der Zeit von Nerva (96 - 98) entstanden sein soll. Manche Angaben sind wirklich hilfreich, z.B. Briefe von Plinius und Trajan im Wortlaut Latein und deutsch. Auf jeden Fall kann die Lektüre dieses Buches helfen, sich näher mit dem Neuen Testament und seiner Zeit zu beschäftigen.
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am 23. November 2014
Der Erlanger Neutestamentler Peter PILHOFER legt mit seiner einleitenden Einführung und einführenden Einleitung „Das Neue Testament und seine Welt“ einen zeitgeschichtlich grundierten Überblick über die Texte des NT vor. Seinem eigenen Anspruch nach (vgl. das Vorwort) geht es ihm nicht um eine detaillierte „Einleitung“ im klassischen Sinne, sondern v.a. darum, das Verständnis von Studierenden der Theologie am Anfang ihres Studiums für die Verwobenheit von Text und Entstehungsumstand zu wecken, sie sensibel zu machen für die „bunte Welt der ersten Christinnen und Christen“ (Vorwort, VIIf.) Wie bunt diese Welt gewesen zu sein schien, zeigt PILHOFER durch fundierte historische Überblicke, die im Detail erstaunlicherweise knapp gehalten werden konnten und doch das nötige Überblickswissen vermitteln.
Insgesamt hat das Buch 12 große Kapitel (man könnte geneigt sein, darin eine gewisse Liebe zur Zahlenmystik und –symbolik entdecken zu wollen) in 63 kurzen Paragraphen. Die übersichtliche Anordnung des Stoffes, der doch auch ein gewisses kreatives Potenzial innewohnt, ermöglicht einen raschen Überblick über das zum Thema notwendige Grundwissen. Fußnoten weisen den Weg in Forschungsdebatten und zu vertiefender Literatur zum Thema. Alles in allem hat dieses Buch Lehrbuchcharakter, was nichts zuletzt daran liegen mag, dass es aus Vorlesungen in Erlangen und Nürnberg erwachsen ist. Die studierendenzugewandte Persönlichkeit PILHOFERS wird aus diesem Werk ersichtlich: es geht ihm darum, den Studierenden der Theologie, aber auch anderer Fächer mit Interesse an der Welt der ersten ChristInnen, das NT schmackhaft zu machen als ein Kulturdokument, entstanden mit in der antiken Welt und aus ihr heraus, engstens verwoben mit der kulturellen Umwelt jener Tage. Das erste große Kapitel des Buches (I) weist eben genau darauf hin, dass das Entstehen des NT nicht einer punktuellen Inspiration zuzuschreiben ist, sondern dass es sich bei diesem Dokument um ein in Etappen, auf dem Weg, entstandenes Stück Literatur handelt. Der Weg mit Jesus fordert eben zum Unterwegssein heraus.
Die Einordnung der Person des Jesus von Nazareth in dessen Zeit ermöglicht ein Verstehen der römisch-jüdisch-antiken Prägung der ntl. Texte. Immer wieder verweist PILHOFER auf seine Expertise in antiker Epigraphik hin, mehrere Exkurse und kleinere Kapitel behandeln für das NT wichtige Inschriften (etwa die Gallio-Inschrift oder die Pilatus-Inschrift aus Caesarea).
Der weitere Aufbau folgt, das überrascht nicht, der vermuteten Chronologie, womit bereits der Gliederung eigene thetische Gedanken des Vf. zu entnehmen sind.
Die für das NT wichtigen römischen Kaiser werden oft zu Beginn der jeweiligen Kapitel kurz skizziert, um immer wieder auf den Gedanken der kulturell-politischen Verwobenheit der Texte des NT hinzuweisen.
Peter PILHOFERS ist mit seiner reichen Bebilderung und seiner übersichtlichen Tabellen zur Zeitgeschichte, aber auch zum Aufbau der ntl. Schriften am Lernerfolg der Studierenden interessiert. In den einzelnen Passagen zeigt sich die didaktische Kompetenz des Autors und sein Wille, das NT als Kulturdokument zugänglich zu machen.
Entgegen den eigenen Angaben des Vf. (vgl. Vorwort) möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Buch ein hervorragendes Repetitorium ntl. Grundlagenwissens auch am Ende des Studiums sein kann. Das für die Klausuren nötige Grundgerüst an Wissen wird vermittelt. Jedem/Jeder Studierenden mit einer gewissen Erfahrung um Umgang mit der Recherche vertiefender Literatur kann dieses Werk zur Vorbereitung des ntl. Examens empfohlen werden.
PILHOFERS Buch lässt sich schlecht charakterisieren: Es ist Einleitung, Einführung, Geschichte des Urchristentums, urchristliche Literaturgeschichte…in dieser Vielfalt bildet sich bereits ab, was Vf. nicht müde wird zu betonen: Das NT ist kein einseitiges Dokument, es spiegelt die Buntheit urchristlichen Lebens im Ringen mit den Höhen und Tiefen der Jesusüberlieferung und des daraus resultierenden Glaubens der ersten ChristInnen der Kirchengeschichte.
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am 4. Juni 2011
Dieses Buch hat den gleichen Ansatz wie die Bücher zum AT von Kohlhammer's Reihe "Biblische Enzyklopedie", d.h. ausgehend von der Geschichte , im Rahmen des geschichtlichen Kontexts, die religiöse Entwicklung und die Erstellung und Inhalt von Bibelbücher zu erläutern. Solch ein Ansatz ist sehr erleuchtend, es gibt meiner Meinung nach nichts besseres um die Bibel zu verstehen. Das Buch hat einen guten Niveau
(Griechisch ist erfordelich, obwhol die griechische Texten meistens von einer parallelen oder unteren Übersetzung begleitet sind; alle wichtige Standpünkten / theorien werden berücksichtigt bei der Literaturhinweise...), ist sehr übersichtlich, hat viele Deutliche Tabellen und Diagramme, ist auf dem neuesten Stand der archeologischen Forschung (inkl. Inschriften), eine super-Arbeit. Das Buch mag von hohen Niveau sein, es ist gar nicht trocken, sondern spannend, und hat auch (hätte man nicht erwartet) Humor (z.B. die Abbildung S. 348). Das Buch ist in allen Aussichten Spitze, solch eine Leistung kommt nicht oft vor. Ich könnte das Buch nicht genug loben und wünsche es viel Erfolg. Und sehr viel Dank an dem Verlag Mohr-Siebeck, weil sie dieses Buch preisgünstig bei UTB herausgegeben haben.
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