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Dokumentation, die die Wirkung des Cyberspace auf soziokulturelle und politische Entwicklungen aufdecken will.
Blickpunkt: Film
Seit Norbert Wiener mit dem Buch 'Kybernetik' den theoretischen Startschuss für eine neue Wissenschaft gab, hat sich zwischen Computer, Kunst, Technologie und Multimedia ein Netzwerk entwickelt, dem Lutz Dammbeck in seinem zweistündigen Dokumentarfilm nachgeht. Direkter Ausgangspunkt ist der als 'Unabomber' in die Geschichte eingegangene Professor Ted Kaczynski, der wegen seiner Attentate, die er abstreitet, 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Dammbeck geht zweigleisig vor: In den USA geht er an Universitäten und dem weltberühmten Massachusetts Institute of Technology den Fragen der durch die Grenzüberschreitungen der Computertechnologien veränderten Realitäten nach und lässt Pioniere und Forscher über Maschinen und Lebewesen nachdenken. Parallel dazu liest er im Off die Briefe vor, die ihm Kaczynski aus dem Gefängnis in deutscher Sprache schrieb. In ihnen geht es um Gewalt, die genehmigt vom Staat und ungenehmigt von Einzelnen ausgeht, um das Aufzwingen von Utopien und den Widerstand gegen Computernetzwerke und ihre Unkontrollierbarkeit durch eine 'Revolution'.
Filmisch verlangt die Koppelung von Kommentar, Briefen, Informationen auf Monitoren und Interviewaussagen ziemliche Aufmerksamkeit, setzt Interesse für den komplexen theoretischen Themenpark voraus. Manches, wie die Pioniere der 60er in Sausolito oder der Einfluss von Horkheimer/Adornos 'Der autoritäre Charakter', wird gestreift; manches, wie Versuche des CIA mit LSD, um in private Vorstellungswelten einzudringen, zeigt neues Material. Diskutiert werden die Rolle von Zeitungen im Internet und Überwachungssysteme, Kontrolle und Vorhersage menschlichen Verhaltens und der Verlust von Ich und Identität. Jede Menge Gedankenfutter in einem fordernden Dokumentarfilm zum Stand der Dinge in der Cyberspace-Elite. ger.
Dammbeck geht zweigleisig vor: In den USA geht er an Universitäten und dem weltberühmten Massachusetts Institute of Technology den Fragen der durch die Grenzüberschreitungen der Computertechnologien veränderten Realitäten nach und lässt Pioniere und Forscher über Maschinen und Lebewesen nachdenken. Parallel dazu liest er im Off die Briefe vor, die ihm Kaczynski aus dem Gefängnis in deutscher Sprache schrieb. In ihnen geht es um Gewalt, die genehmigt vom Staat und ungenehmigt von Einzelnen ausgeht, um das Aufzwingen von Utopien und den Widerstand gegen Computernetzwerke und ihre Unkontrollierbarkeit durch eine 'Revolution'.
Filmisch verlangt die Koppelung von Kommentar, Briefen, Informationen auf Monitoren und Interviewaussagen ziemliche Aufmerksamkeit, setzt Interesse für den komplexen theoretischen Themenpark voraus. Manches, wie die Pioniere der 60er in Sausolito oder der Einfluss von Horkheimer/Adornos 'Der autoritäre Charakter', wird gestreift; manches, wie Versuche des CIA mit LSD, um in private Vorstellungswelten einzudringen, zeigt neues Material. Diskutiert werden die Rolle von Zeitungen im Internet und Überwachungssysteme, Kontrolle und Vorhersage menschlichen Verhaltens und der Verlust von Ich und Identität. Jede Menge Gedankenfutter in einem fordernden Dokumentarfilm zum Stand der Dinge in der Cyberspace-Elite. ger.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Dokumentation, die die Wirkung des Cyberspace auf soziokulturelle und politische Entwicklungen aufdecken will.
Kurzbeschreibung
In der Mitte des vergangen Jahrhunderts wurden mit Kybernetik, Multimediakunst und militärischer Forschung die Fundamente der Moderne neu gesetzt, die Basis gelegt für die heutigen, weltweit vernetzten Maschinensysteme. "Das Netz" zeigt Konstrukteure, Maschinisten und Agenten dieser Systeme. Einer steigt aus und versucht, die Maschinen zu stoppen. Aber um welchen Preis! Interviewt wird die wisschenschaftliche Avantgarde vom Biophysiker Heinz von Foerster über den Erfinder des PC, Stewart Brand, bis zum Entwickler des Proto-Internets, des sogenannten Arpa Nets, Robert W. Taylor. Es geht um die Schöpfung eines Faschismus-resistenten Menschentyps, wie er von Theodor W. Adorno erdacht und auf den legendären Macy-Konferenzen von Koryphäen ihres Fachs skizziert wurde.