...gegenüber den früheren Werken von Scott McBain.
War ich von der "Geheimloge" noch endlos begeistert, vom "Judas-Fluch" durchaus angetan, war der "Mastercode" schon nicht mehr überragend und nun kommt mit dem "Nemesis-Spiel" ein Werk, daß doch etwas durcheinander wirkt. Man hat den Eindruck, daß hier mit einer gewissen Verzweiflung nach dem anregenden Plot gesucht wurde - und der Autor wirkt selbst nicht wirklich zufrieden, so verzweifelt schreibt er manchmal dagegen an.
Die Mischung aus Wirtschaftskrimi, Mafia-Story und geheimnisvollen Indios wirkt doch oftmals sehr gekünstelt und ist auch selbst als Fantasy nicht wirklich plausibel. Manche Schlüsselstellen wirken schnell-schnell runtergeschrieben, manch ein Schachzug sehr bemüht, um noch einen und noch einen Effekt zu kreieren. Vieles ist in der Beschreibung der handelnden Personen redundant, so als wolle der Autor sicher gehen, daß der Leser auch ganz, aber ganz ganz sicher den Persönlichkeitswandel verstanden hat - das nervt ein bißchen und tut der Geschichte auch nicht gut. Die Auflösung der Story bzw. deren Gesamtkonstruktion...nun ja, einerseits ist sie vorhersehbar und zum anderen, wie gesagt, doch sehr bemüht. Vieles passiert zu einfach und manches hat man in der Tat auch schon woanders besser umgesetzt gelesen.
Ja, die Bücher von Scott McBain kann man immer flüssig lesen und sie sind ein netter Zeitvertreib.
Aber mit diesem Buch, muss ich sagen, hat er sich nicht wirklich einen Gefallen getan - denn man muss es nicht gelesen haben.