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Das Narrenschiff [Gebundene Ausgabe]

Sebastian Brant
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Marixverlag (16. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937715037
  • ISBN-13: 978-3937715032
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 93.282 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sebastian Brant
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Narrenschiff
OT Das Narren Schyff OA 1494 Form Moralsatire Epoche Renaissance
Das Narrenschiff war am Ausgang des 15. Jahrhunderts ein in mehrfacher Hinsicht epochemachendes Werk. Die Idee, eine Tugendlehre erstmals unter einen einheitlichen Gesichtspunkt – den des Narren – zu stellen, bedeutete eine wichtige Fortentwicklung dieses Genres. Die Poesie des in Reimpaaren verfassten Werks gilt zugleich als Zeugnis des Wiederauflebens der deutschen Dichtkunst nach Jahrhunderten des Verfalls im Spätmittelalter. Schließlich begründete die besonders schöne Ausstattung des Buchs mit mehr als 100 Holzschnitten von teilweise herausragender Qualität seinen Ruf als Volksbuch. Die Mehrzahl der Illustrationen wird heute Albrecht Dürer (1471–1528) zugerechnet. Das Narrenschiff erlebte bis 1507 bereits fünf Auflagen der Originalausgabe und mehrere unautorisierte Nachdrucke. 1497 wurde es ins Lateinische und von dort bald ins Französische, Englische und Niederländische übersetzt. Es war das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor R Goethes Die Leiden des jungen Werthers (1774).
Inhalt: Die ganze Menschheit besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Narren – das ist die zentrale Botschaft des Narrenschiffs. Im Narren-Begriff treffen das christliche Konzept der Sünde und das humanistische der Unvernunft zusammen; entsprechend ambivalent ist der dem Narrentum didaktisch entgegengehaltene Begriff der Weisheit. Die Narren als solche haben hier jedoch ihre sowohl in der Volkskultur als auch im höfischen Leben deutliche Ambivalenz, nach der sie auch Monopolisten der Weisheit sein konnten, nahezu vollständig eingebüßt. Das Buch will ein Narrenspiegel sein, verkennt aber, dass ein solches Instrument der Weisheit doch ein Werkzeug der Narren ist.
Brants Moralvorstellungen sind einerseits rückwärtsgewandt, andererseits vertritt er eine Ethik stadtbürgerlichen Gemeinsinns. Jeder soll sich mit dem Ort bescheiden, an den das Schicksal ihn gestellt hat – doch zugleich wird die Wechselhaftigkeit des Schicksals im Bild des Fortunarads betont. Kaiser Maximilian I. wird ausdrücklich unterstützt (»Dem kommt ohn Zweifel in die Hand/Die heilge Erd, das gelobte Land«), doch im gleichen Kapitel am Beispiel des antiken Rom eine antimonarchische Lehre entwickelt (»Da fing die Macht zu zerfallen an,/Wardst einem Kaiser untertan«). Dies und andere Widersprüche sind Zeichen einer epochenbedingten Doppeldeutigkeit, die sich auch darin äußert, dass im Belegmaterial für jeden Narren-Typus unbefangen Beispiele aus dem Alten Testament und aus klassischen lateinischen Werken durcheinander gewürfelt sind.
Aufbau: In 112 Kapiteln werden, additiv aneinandergereiht, immer neue Formen der Narrheit vorgestellt und gegeißelt. Jedem Kapitel geht ein Holzschnitt voraus, der sich (teils nur recht frei) auf den Text bezieht. Jedem Holzschnitt ist ein meist dreizeiliger Mottovers beigegeben, der die Moral des Kapitels benennt.
Wirkung: Das Narrenschiff zog im 16. und 17. Jahrhundert eine üppige Narrenliteratur nach sich und beeinflusste noch den Simplicius Simplicissimus des Christoffel von R Grimmelshausen. Die von Brant erfundene Figur des Grobian entwickelte sich zu einem eigenen Genre, der grobianischen Dichtung. Der Einfluss des Narrenschiffs auf die deutschsprachige Dichtung kann kaum überschätzt werden. Heute liegt seine kulturgeschichtliche Bedeutung vor allem darin, das Verständnis der Welt um 1500 in Text und Bild zu fördern. R. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Mit seinem bekanntesten Werk, der Moralsatire "Das Narenschiff" (erstmals 1494 in Basel erschienen), brachte Sebastian Brant das Krisenbewußtsein der vorreformatorischen Zeit mit einprägsamen deutschen Versen zum Ausdruck und schuf auf der Grundlage spätmittelalterlicher Tradition einen "Bestseller". In über hundert Verskapiteln beschreibt er satirisch ebensoviele Narrentypen wie Verkörperungen sozialer und moralischer Normabweichungen. Jedem Kapitel ist ein Holzschnitt vorangestellt, etwa drei Viertel dieser Illustrationen stammen von Albrecht Dürer.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mogelpackung 10. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Wer immer sich dieses Buch kauft, sollte sich darüber klar sein, dass es sich nicht um den originalen Text handelt, sondern eine "Übersetzung" aus dem 19. Jahrhundert. Diese emfpinde ich persönlich als übermäßig geglättet, da alle "bösen" Worte gestrichen wurden und so der derbe Humor des Originals verloren geht. Alles was so noch übrig bleibt ist historistische (nicht historische!) Dichtkunst und trockene Moralpredigten.
Teile des Originaltextes sind auf den abgedruckten Holzschnitten zu lesen, so dass für kurze Stücke ein direkter Vergleich möglich ist. Dieser wird manchem schon die Zornesröte ins Gesicht treiben.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
1494 veröffentlichte der deutsche Dichter Sebastian Brant sein berühmtes Buch »Das Narrenschiff«, das seinen literarischen Ruhm als Autor und Humanist begründete. Zum Erfolg des Werkes wesentlich beigetragen haben die reichlich eingefügten Sprichwörter und die illustrierenden Holzschnitte von Albrecht Dürer.

Der Handlungsrahmen des Buches besteht darin, daß 109 Narren das Schiff besteigen und sich auf die Reise nach "Narragonien" machen. Seeleute oder ein Steuermann finden sich nicht unter den Narren. Das Schiff befindet sich auf einer langen Reise durch die menschlichen Narrheiten ohne seemännische Begeleitung Die Narrheit im Werk Brants wird verstanden als Torheit oder mangelnde Einsicht in die Anforderungen des Lebens.

Das Buch besteht aus 112 selbständigen Kapiteln, welche alle möglichen menschlichen Narrheiten abhandeln. Die Kapitel folgen in lockerer Reihung aufeinander und stehen thematisch unverbunden nebeneinander. Verbindendes Element zwischen den Kapiteln ist die Figur des Narren. Der Narr ist hier dargestellt als ein Mensch, der sich seinen fragwürdigen Neigungen ergibt, etwa dem Quacksalbertum oder der Prozesssucht, den Modetorheiten oder dem Reliquienhandel frönt. Torheit und sittliche Defizienz sind im Narren vereint.

Das »Narrenschiff« ist ein moralisierendes und erbauliches Werk, das zur Gottesfürchtigkeit gemahnen soll und dabei durch die Schilderung von Narrheiten auch einen Funken Humor in sich birgt. So manches Kapitel ist wirklich erheiternd und bringt den Leser zum Schmunzeln. Aber das »Buch wider die Narrheit« ist mit seinen 112 selbständigen Kapiteln ziemlich umfangreich und spätestens nach der 30. moralischen Belehrung wird das Buch langweilig und danach fällt das Lesen immer schwerer.

Dennoch ist das »Narrenschiff« ein bedeutendes literaturgeschichtliches Werk aus der Zeit am Ende der Frührenaissance. Aus literaturgeschicht-licher Sicht ist das Buch recht wertvoll und daher den Lesern zu empfehlen.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr sehr toll 26. Januar 2006
Von mortibus
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist Goldes wert.

Wer auch nur eine Prise Interesse aufbringt und sich über die gar altertümliche Sprache wagt (ausführliche Kommentare erleichtern das Verständnis sehr), der kann hier viel entdecken und noch mehr Freude erfahren.

Wirklich ganz ganz toll, dieses Buch. Auch die großartigen Holzschitte tragen viel zur Wirkung bei. Ebenso lobenswert die über 100 Seiten Einleitung zu Leben und Werk und und und.

Sehr sehr empfehlenswert, also.

Und auf jeden Fall die 2 Euro Aufpreis (von der "normalen" Reclam-Ausgabe zu dieser "Studienausgabe") wert!

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