Als Clare Cooper(Liv Tyler) ihrem Mann Noah(Dax Shepard) das unter die Nase reibt, weiß er, dass sie ihn durchschaut hat. Aber Noah hat es auch nicht einfach. Zunächst verliert er seinen Job als Physiotherapeut, dann zieht seine hochgradig psychotische Mutter Marylin(Diane Keaton) plus fünf Hunden bei ihm ein. Clare lässt den entfernten Verwandten Myron(Mike White) in der gemeinsamen Wohnung wohnen, da er angeblich auf einem Drehbuchseminar ist und um das Chaos perfekt zu machen, wird Marylin dann noch Noahs Arbeitskollegin beim neuen Job und Clare ist gerade in ihrer fruchtbaren Phase und möchte ein Kind von Noah. Das der diesem Ansturm von Chaos nicht gewachsen ist und nebenbei auch noch beobachten soll, wie die Ehe seiner Eltern zerbricht, das wird uns ziemlich schnell klar. Aber Noah ist ein Stehaufmännchen und gibt nicht so schnell auf.
Bei dieser kruden Story könnte man eigentlich auf eine Menge Humor und ein paar irre Wendungen der Geschichte hoffen. Dieser Wunsch wird jedoch nur teilweise erfüllt. Vince Di Meglio hat sämtliche Klischees der Abteilung "Ärger mit der Mama" und "Stress in der Beziehung" abgegriffen, ohne kreative Neuigkeiten einzubauen. Dabei gibt es Gags, die wirklich uralt sind und ein paar gute Szenen, die im Rest der Handlung fast untergehen. Die deutsche Synchronisation wirkt holprig und nicht besonders gut gelungen. Am Ende verströmt die gesamte Verfilmung irgendwie den Flair einer amerikanischen Nachmittags-Soap.
Von den Schauspieler her ist -Das Muttersöhnchen- gut besetzt. Was nervt, ist Diane Keatons Charkater als spleenige Mama. Nicht, dass Keaton die Rolle schlecht spielt, nein, der Charkater ist einfach zu überdreht und unreal, so dass die Rolle wie ein Fremdkörper im Film wirkt. Teilweise sprengt das den Rahmen der Geschichte. Dax Shepard, Liv Tyler und Mike White geben ihr Bestes, aber wie gesagt, bei dem Script war da vermutlich nicht mehr zu machen.
Immerhin steigert sich -Das Muttersöhnchen- nach einem schwachen Start zum Ende hin. Für Komödien-Vielschauer wird es keine einzige Überraschung geben. Ansonsten sind knappe 90 Minuten Unterhaltung der Mittelklasse angesagt. Mit dem Schauspielerensemble, das Regisseur Di Meglio am Start hatte, wäre sicher eine Menge mehr drin gewesen. Natürlich ist das meine persönliche Meinung. Sie dürfen, und müssen, mal wieder selbst entscheiden, was sie von dieser US-Komödie halten.