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Das Museum der Stille: Roman Taschenbuch – 9. Dezember 2013


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (9. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746630061
  • ISBN-13: 978-3746630069
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 2,5 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 59.725 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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“Unser Museum wird zum Zufluchtsort einer vergangenen Welt.” sagt die alte Dame, die mit ihrer Adoptivtochter und dem Gärtnerehepaar in einer alten Villa wohnt. Ihre Exponate: persönliche Gegenstände Verstorbener, allesamt gestohlen und auf dubiosen Wegen angeeignet. Ein wunderbares Buch voller Merkwürdigkeiten, Tiefgang und Gänsehaut.

Das ist schon ein seltsames Hobby, das die exzentrische alte Dame da pflegt. Und da sie auf die Hundert zugeht, engagiert sie einen jungen Mann für den Museumsaufbau und die Verwaltung. „Ich habe mir vorgenommen, mir jedes Mal, wenn im Dorf jemand stirbt, einen persönlichen Gegenstand ...anzueignen.“ Da wäre ein Diaphragma einer Prostituierten, das Glasauge eines alten Mannes oder das Spezialskalpell eines Arztes zur Verkleinerung der Ohren. Bald schon muss der junge Mann bei der Beschaffung der Exponate mithelfen. Im Ort geschehen derweil mysteriöse Morde an Frauen, die auch ihn plötzlich in anderes Licht stellen : „...für das Museum würde ich alles tun.“ Alles?

Yoko Ogawa ist bekannt für jene höchst eigenwillige Mischung aus Geheimnisvollem und Abartigem, schnell weht einem in ihren Romanen ein kalter, Gänsehaut erregender Wind entgegen, Ringfinger, Hotel Iris oder Liebe am Papierrand sind hinreißende Beispiele dafür. Aber auch Ogawas neuster Roman strotzt vor nicht enden wollender Fantasie. Da tauchen plötzlich Zusammenhänge und Konstellationen auf, die so völlig verrückt und absurd sind. Aber die Selbstverständlichkeit, in der die preisgekrönte Autorin schreibt, lässt alles auch schnell so erscheinen. Ihr Sprache ist einfach, nüchtern, sachlich, fast kühl distanziert und dennoch erwachsen Bilder, Visionen, wird eigene Fantasie angeregt. Eine Geschichte mit schaurigem Thriller- Touch und ein Stückchen Philosophie über die Endlichkeit des Lebens und den Wert von Erinnerungen. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 12. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Wieder ein Roman von Yoko Ogawa, der einen schlicht gefangennimmt.
Die Handlung ist rasch umschrieben; ein junger Mann bezieht (vermeintlich vorübergehend) Quartier auf dem entlegenen Anwesen einer kauzigen Alten. Sein Auftrag ist es, ihr Sammelsurium aus Erinnerungsstücken von allen verstorbenen Dorfbewohnern zu ordnen, zu archivieren,...sowie laufend zu aktualisieren... . Zusammen mit dem Gärtner und der jungen Tochter seiner Auftraggeberin (zu der er eine stille Zuneigung, vielleicht Liebe, entwickelt) widmet er sich hingebungsvoll der Errichtung dieses "Museums der Stille". Zunächst noch ängstlich und unsicher, später routiniert, treibt er auftragsgemäß auch passende Andenken in den neuen Todesfällen ein. Daß diese sich in jüngster Zeit auf ominöse Weise häufen und überwiegend unnatürlicher Natur sind, daß Art und Herkunft einiger Erinnerungsstücke fragwürdig scheinen und der junge Mann schließlich in einen schrecklichen Verdacht gerät, sorgt lediglich für ein zusätzliches Spannungsmoment. Die eigentliche Spannung des Buches nämlich wird schon allein durch die magische Sprache der Autorin erzeugt. Knapp und sachlich erzählend, gibt sie dennoch Rätsel auf, verzaubert, verwirrt und fesselt.....hinterläßt ein ähnliches "Taumelgefühl" wie Murakami mit seinen Büchern. Ihr sind nur ebenso viele Leser zu wünschen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Schäfchen am 1. Mai 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat eine seltsame Wirkung auf seine Leser:

Die einen sind faziniert und die anderen finden es langweilig (fehlende Spannung) und absurd.

Ich konnte die eine Wirkung bei mir und die andere bei meiner Schwester feststellen.

Gekauft hatte ich das Buch, weil ich eine sehr positive Rezension in einer namenhaften Zeitung gelesen hatte, aber ich muss sagen, dass dieses Buch mit Vorsicht zu genießen ist. Es ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich, so werden den Hauptpersonen das ganze Buch über keine Namen zugeordnet, was verwirrend wirkte. Auch die Geschichte selbst ist in einer Art und Weise geschrieben, dass man erst einmal eine Weile braucht um sich herein zu finden.

Letztenendes, wenn man denn durchhält, eröffnet sich durch dieses Buch eine ganz andere Welt der Literatur. Allerdings nur für diejenigen die durchhalten.

Dieses Buch ist also weniger als Geschenk geeignet, als für Menschen, die sich selbst einer Herausforderung stellen möchten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Birkel am 6. Oktober 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Museumsexperte soll für eine garstige alte Dame und deren umso entzückendere Adoptivtochter ein Museum der anderen Art erstellen: Ein Museum mit charakteristischen Erinnerungsstücken von verstorbenen Einwohnern des Dorfes. So muss er unter anderem das Diaphragma einer Prostituierten und die Mumie eines Hundes, nach dessen Tod die Besitzerin vor Kummer starb, archivieren - und selbstverständlich Erinnerungsstücke "organisieren", sobald es einen neuen Todesfall im Dorf gibt. Doch nicht alle Todesfälle sind natürlicher Art. So gerät der Museumsexperte plötzlich selbst in Gefahr.

Yoko Ogawa gelingt es, die Charaktere so anschaulich zu beschreiben, dass man förmlich die Spucke auf der Haut spürt, wenn die widerliche Alte vor Wut eine äußerst nasse Aussprache entwickelt.

Leider gibt es von mir einen Punkt Abzug, da sich der Protagonist meiner Meinung zu schnell in sein Schicksal fügt. An einer bestimmten Stelle hätte ein Haruki Murakami erst recht losgelegt und die Geschichte noch weiter fortgesponnen. Hier war mir die Abkürzung von Yoko Ogawa etwas zu abrupt und nicht ganz nachvollziehbar.
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