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Das Muschelessen, 3 Audio-CDs [Audiobook] [Audio CD]

Birgit Vanderbeke
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (91 Kundenrezensionen)

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Audio CD, Audiobook --  

Kurzbeschreibung

2. April 2001
Beim gemeinsamen Muschelessen diskutieren Mutter, Tochter und Sohn in Abwesenheit des Vaters über Idee und Wert der Familie.
Birgit Vanderbeke erhielt 1990 für Das Muschelessen den Ingeborg-Bachmann-Preis.

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Produktinformation

  • Audio CD: 3 Seiten
  • Verlag: Audiobuch; Auflage: 1., Aufl. (2. April 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3933199387
  • ISBN-13: 978-3933199386
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (91 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 597.095 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Als noch unveröffentlichte Autorin bekam Birgit Vanderbeke 1990 für einen Auszug aus Das Muschelessen den Ingeborg-Bachmann-Preis. Aus demselben Jahr stammt auch diese Lesung des Gesamttextes. Und wenn man die nun mehr als ein Jahrzehnt später hört, begreift man, dass die Autorin den ersten Preis beim Klagenfurter Wettlesen nicht zuletzt für ihre beeindruckende und stimmige Vortragsweise erhalten hat. Noch eines wird klar: Das Muschelessen ist ein typisches Beispiel für einen Text, den man hören muss, dessen mäandernder Sprachfluss und das bisweilen an Thomas Bernhard erinnernde beharrliche Einkreisen seines Themas erst durch Artikulation und passenden Tonfall volle Wirkung entfaltet.

Bereits bei dieser frühen Erzählung begegnet einem der typische Vanderbeke-Stil, den man inzwischen auch in Alberta empfängt einen Liebhaber oder Ich sehe was, was du nicht siehst genießen konnte: Mit einer Mischung aus Einfachheit und raffiniert-rhythmischer Komposition wird hier der zeitlupenhafte Zusammensturz einer Familienscheinharmonie zelebriert -- in einer Art, die weit entfernt ist von jeder Betroffenheitsprosa.

Spieldauer: 169 Minuten, ungekürzte Lesung, 3 CDs. Erhältlich als MC und CD --Christian Stahl

Pressestimmen

"Ein Berg gekochter Muscheln auf dem Tisch, davor ausharrend Mutter, Tochter und Sohn, wie hypnotisiert vom Schatten des Abwesenden: Der Vater wird von einer Dienstreise zurückerwartet, die 'der letzte Meilenstein auf dem Weg zur Beförderung' sein soll. (...) Erst am Ende, als die Mutter sich abrupt zu ihrer Bewunderung für Medea, die Kindstöterin der antiken Mythologie bekennt, fällt Licht in die Kerker der Harmonierituale: 'Wir haben es meiner Mutter aber nicht übel genommen, daß sie uns alle vergiften wollte, sondern haben uns nur gefreut, daß das Versöhnliche, worunter wir sehr gelitten hatten, endlich einmal verschwunden war.'" (Der Spiegel)

"Die Ironie ist mitunter beißend und der Humor schwarz. Schön mal wieder so etwas zu lesen, original deutsch." (Tagesanzeiger)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschicktes Konstrukt 6. Oktober 2009
Von Laruce
Format:Taschenbuch
Inhalt:
Die 109-Seitige Erzählung handelt von einer in Westdeutschland lebenden Familie zu Beginn der 1970-er Jahre. Die Familie ist nach streng patriarchalischem Prinzip aufgebaut, sämtliche Macht und Entscheidungsgewalt liegt bei dem Vater. Alle anderen Familienmitglieder müssen sich nach ihm richten und seinen Anweisungen Folge leisten. Das Ziel des Vaters, eines Angestellten, ist eine Beförderung, die ihm nun, nach einer Dienstreise so gut wie sicher sein wird. Wenn er heim kommt, soll es, wie in der Familie zu jedem besonderen Anlass, Muscheln zu essen geben. Die restliche Familie hat bereits alles vorbereitet, während der Vater auf sich warten lässt. Die ohnehin schlechte Stimmung steigert sich noch, als die anderen Familienmitglieder während der Wartezeit all die Gemeinheiten, die ihnen der Vater angetan hat, in Erinnerung zu rufen. Die Rolle des sonst nie hinterfragten Vaters wird nun in ein ganz anderes Licht gerückt. Das geht so weit, dass schließlich, als nach einiger Zeit das Telefon klingelt, die Mutter statt an den Apparat zu gehen, die Muscheln wegwirft.

Analyse und Bewertung:
Beim Lesen des Buches ist man anfangs sehr von Vanderbekes Schreibstil überrascht: Sie verwendet endlos lange Sätze, benutzt fast keine wörtliche Rede und gestaltet fast das gesamte Buch als einen durchgehenden Fließtext. Der durchschnittliche Leser, der es gewohnt ist, gelegentliche Pausen zu haben, fühlt sich gehetzt und zu einem hektischen Lesetempo genötigt.
Das Buch hat augenscheinlich keine Struktur, es ist ein einziger, nicht abbrechender, wohl aber abschweifender Bewusstseinsstrom der Erzählerin. Interessant daran ist, dass der Text wie eine völlig gedankenlos heruntergeschriebene Darstellung der Erzählerinnengedanken aussieht, sich bei genauerem Betrachten aber als penibel durchkonstruiert zu erkennen gibt. Das ist beispielsweise an häufigen Wiederholungen bestimmter Begriffe und Formulierungen zu erkennen, wie etwa die ständige Verwendung des Begriffes "Dienstreise".

Das Lesen dieses Buches wird den Leser nicht viel Zeit kosten, eher Energie. Nimmt er sich diese aber, so wird er genießen wie Vanderbeke ihn mit der einfachen und naiven Erzählart ihrer Erzählerin langsam in den Hintergrund und den Vorgang des Sturzes eines Patriarchen einführt. Sie schafft es während der gesamten Erzählung eine myteriöse Stimmung aufrecht zu erhalten.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enttarnung einer falschen Idylle 10. August 2007
Format:Taschenbuch
Mit Schrecken muss ich feststellen, dass die durchschnittliche Bewertung für "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke bisher bei gerade mal zweieinhalb Sternen liegt. Neunzehn Rezensenten lehnen das Buch gar ganz ab.
Meine Entrüstung lässt bereits meine eigene Einstellung zu diesem Werk vermuten: Ich finde "Das Muschelessen" großartig. Ein wenig Toleranz wird vom Leser zu Beginn zwar schon erwartet, der langgezogene Schreibstil, die nie enden wollenden Sätze können anfangs vielleicht ermüdend wirken. Aber die einfache und scheinbar ungegliederte Sprache hat durchaus ihre Bedeutung. Es wird gezeigt, dass das ganze Buch eigentlich nur ein innerer Monolog der Protagonistin ist, die überraschend kühlen Reflexionen einer jungen Frau über ein an sich äußerst emotionales Thema. Allerdings ist Protagonistin nicht ganz richtig, ist doch der eigentliche Hauptcharakter des Werkes der Vater.
Die Idylle, das Ideal der Familie wird hier auf anfangs subtile und dann immer deutlichere Weise demaskiert, die Familie offenbart sich als Reich der Willkür eines Haustyrannen. Klassische Familienkonflikte, freilich arg überzeichnet, werden hier aufgerollt, der Konflikt zwischen dem, was sich angeblich und nach Meinung des Vaters gehört und dem, was sich die Frau und die beiden Kinder wünschen, dem Properen und dem Lebendigen, dem Rational-Analytischen und der freien Emotionalität.
Was mit dem Kochen von Muscheln für eine Familienfeier beginnt, entwickelt sich auf nahezu unfreiwillige Weise zum Strafgericht über einen Mann - das Urteil ist zum Schluss jedenfalls klar.
Wer vorurteilsfrei an diesen schmalen Band herangeht, der kann meiner Meinung nach nur gewinnen. Ich finde, dass "Das Muschelessen" die große Beachtung, die ihm zuteil wurde, voll und ganz verdient.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Worauf man sich einlässt... 23. August 2012
Von Larissa
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Eine witzige, spritzige, fantasievolle und fröhliche Erzählung mit Happy End; einfach etwas fürs Herz!
Das alles und noch viel mehr ist "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke definitiv... NICHT!

Jetzt mal ehrlich: Die Geschichte beginnt mit der Beschreibung einer beinahe perfekten Familienidylle. Gemeinsame Beschäftigungen und Ausflüge, wie Konzertbesuche und Sonntagsfahrten stehen wöchentlich auf dem Plan. Es wird dargestellt, wie eine "richtige" Familie lebt und auch liebt, wie z. B. Berichte aus den Flitterwochen zeigen.

Jaja, das denkt man, zumindest am Anfang!

Auch wenn während der Erzählung keine eigentliche Handlung oder weitreichendere Geschichte erzählt wird, ist die Familie, welche sich abends am Essenstisch versammelt, um die Beförderung des Vaters zu feiern und dieses mit dem Lieblingsessen des Vaters tut - Muscheln -, aber sich bereits nach einer scheinbar kurzen Verspätung beginnt aufzuregen, im Wandel, zumindest im gedanklichen Sinne, und dieser Wandel der Familie wird in einer ähnlich endlosen Erzählweise beschrieben wie der so eben gelesene Bandwurmsatz.

Um eine Emphelung zu verfassen und den Grund zu nennen, warum ich diesem Werk volle fünf Sterne zugestehe:
Diese Erzählung ist nicht unbedingt für Bestseller-Listen-Leser geeignet, geschweige denn gedacht. Auch ist es mit dem einmaligen Durchlesen oder um böse Zungen zu zitieren "Durchzwängen" nicht getan!
Möchte man sich aber beim zweiten, dritten oder vierten Lesen/ Behandeln der Literatur wundern oder einfach überraschen lassen, was man alles beim ersten Lesen zwangläufig überlesen hat, dann ist diese Erzählung genau das Richtige.

PS
Tip an alle Schüler: Auch ich musste "Das Muschelessen" als Schullektüre durchkauen und war zu Beginn nicht wirklich davon überzeugt. Aber häufig hilft ein Perspektivwechel dem ganzen etwas Positives abzugewinnen. Überlegt Euch warum Vanderbeke (das ist die Autorin) diesen Schreibtil gewählt hat, warum hat sie scheinbar bewusst alles verkompliziert? Und mein persönlicher Tip: Achtet auf die kleinen Dinge, wie Satzenden und Kurzsätze. So selten, wie die vorkommen, müssen die doch etwas bedeuten, oder?
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5.0 von 5 Sternen Guter Schreibstil - tiefsinnige Bedeutung
Das Muschelessen von Birgit Vanderbeke beschreibt den Alltag einer Familie in allen Einzelheiten. Die Autorin beschreibt, dass der Vater und Ehemann häufig geschäftlich... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Franz Maier veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Das Muschelessen muschelt sich durch
Die preisgekrönte Autorin Birgit Vanderbeke hat mit ihrem Erstlingswerk „Das Muschelessen“ direkt einen Bestseller gelandet. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Kim Janke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Muschelessen
Das Muschelessen war nicht wirklich mein Fall, aber es war gut geschrieben. Man konnte es an einem Tag durchlesen und hat danach noch gewust, was drinstand. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Maria Lizenberger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Muschelessen - eine positive Kritik
Ich erwähne das gleich am Anfang - das mit der positiven Kritik.
Denn eigentlich war ich richtig ärgerlich nach dem ersten Lesen (Hören). Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Randolph Hessengard veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen zuuuuuu laaaaang
Wir haben das Buch im Abijahrgang gelesen, unsere Lehrerin wollte uns die Moderne etwas näher bringen... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Nico G. veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Als Trinkspiel geeignet
"Einmal war auch schon eine furchtbare Gefährdung des Ganzen eingetreten gewesen, als meine Mutter das Salz vergessen hat auf der Urlaubsreise, weil wir als Proviant immer... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Stephan veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Schlafwirkung
"ein Bestseller mit Sogwirkung" sagt die Rückseite des Buches. Der einzige Sog, den ich dabei empfunden habe, war der Sog in den Schlaf. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Meridian veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Wie auch Muscheln eine Geschmackssache
Wie sich an den Meinungen der Vorrezensenten gut ersehen lässt, ist "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke wohl eines jener Bücher, die zu polarisieren vermögen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Alexander Petrovic veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Muschelessen
Das Buch, das Muschelessen war was ich mir bestellt hatte kam sauber und ohne ein Problem an, also super Empfehlenswert.
Vor 14 Monaten von Tane veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Das Verständnis ist ausgegangen.......
Die Mutter wartet mit dem Teenager- Geschwisterpaar mit Miesmuscheln -speziell für ihn- auf den Vater, der, entgegen seiner Art, unpünktlich zu sein scheint. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Geologe veröffentlicht
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