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Das Moskau-Spiel: Thriller
 
 
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Das Moskau-Spiel: Thriller [Gebundene Ausgabe]

Christian von Ditfurth
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 446 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (18. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462042602
  • ISBN-13: 978-3462042603
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Christian v. Ditfurth
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wenn Fiktion realistischer ist als politische Analysen - ein hintergründiger Spionagethriller.
Moskau, 2010. Der beste Mann des BND stirbt bei einem Verkehrsunfall. Nachwuchsagent Theo Martenthaler wird nach Russland geschickt, um die Formalien zu regeln. Eine traurige Routinesache, glaubt er, bis die Moskauer Rechtsmedizin ihm statt der Leiche eine Urne aushändigt, und sich die Indizien für ein Verbrechen mehren.
Obwohl es gegen seinen Auftrag und russische Gesetze verstößt, recherchiert Martenthaler auf eigene Faust weiter. Als er ein Leichenfoto findet, das die Unfallversion widerlegt, reist er ab, den Mordbeweis im Gepäck. Doch es stellt sich heraus, dass Martenthaler einem raffinierten Gegner in die Falle gegangen ist. Das Spiel scheint beendet. Aber Martenthaler gibt nicht auf. Und erfährt, dass er ganz woanders suchen muss: bei seinem eigenen Vater.
Dieser war BND-Agent im Moskau der Achtzigerjahre, kurz bevor Michail Gorbatschow zum ersten Mann im Sowjetreich aufstieg und die Welt wegen des unbegrenzten Wettrüstens am Rand eines Atomkriegs stand. Aber der Vater will nichts preisgeben über seine Zeit in der Sowjetunion und über seinen toten Kollegen, bis der Sohn illegal nach Moskau zurückkehrt und in Lebensgefahr gerät. Denn dort stößt er auf eines der großen Geheimnisse Russlands, dessen Aufdeckung den Tod bedeutet.
In seinem so tiefgründigen wie wendungsreichen Spionagethriller spielt Christian v. Ditfurth einmal mehr mit der Geschichte. Doch im Gegensatz zu seinen bisherigen Romanen bleibt an der Oberfläche alles, wie es war. Nur im Untergrund werden die Schlachten geschlagen, deren Siege und Niederlagen noch Jahrzehnte nachwirken. Ditfurth führt uns in eine Welt, in der der Atomkrieg wahrscheinlicher war als der Frieden. Und es erweist sich, dass eine Fiktion realistischer sein kann als politische Analysen.

Über den Autor

Christian von Ditfurth studierte Geschichte, ist Lektor, Journalist und Buchautor. Der Historiker hat sich in zahlreichen Publikationen mit der deutschen Zeitgeschichte befasst. Als Journalist schrieb und schreibt er für "Die Welt" und den "SPIEGEL". Seine bekannteste Romanfigur ist der ermittelnde Historiker Stachelmann.

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pullach, Moskau und zurück, 29. November 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Moskau-Spiel: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Christian v. Ditfurths neuer Roman vereint drei Dinge: Krimi, Spionagethriller und unaufdringliche Geschichtsstunde zum Untergang der Sowjetunion.

Verwoben sind diese drei Bereiche durch das Band, das Theo Martenthaler mit seinem Vater vereint. Wie sein Vater vor ihm ist Martenthaler Agent beim Bundesnachrichtendienst und wie sein Vater wird auch er in Moskau eingesetzt. Allerdings geschieht dies unter vollkommen anderen Vorzeichen. War sein Vater noch mitten auf einem der Höhepunkte des Kalten Krieges in der Hauptstadt des "Reichs des Bösen", gelangt Theo in die Metropole eines neuen Russlands. Oder doch nicht? Immer wieder wird klar, dass die alten Feinde nichts vergessen und dass Moskau für Spione anderer Länder immer noch gefährlich ist: Bezeichnung (KGB, FSB, GRU etc.) hin oder her...

Die Erzählung springt immer wieder hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Vater und Sohn aber auch zwischen Freund und Feind. Die Figuren und ihre Entwicklung werden mehrdimensional gezeichnet und der Plot bleibt spannend bis zum Schluss. Die Gänsehaut, die sich beim Lesen einstellt, ist nicht leicht wieder loszuwerden, wenn man weiter darüber nachdenkt, was man da grad gelesen hat. Wenn anderswo vom "wohligen Schauer" gesprochen wird, so ist das hier wahrscheinlich der "unwohlige Schauer". Beispiel gefällig? Als die deutschen Agenten im Jahr 2010 über die Gefahr für Leib und Leben in Moskau fachsimpeln, kommen sie schnell zum Urteil, eigentlich ganz sicher zu sein: Schließlich seien sie ja keine Journalisten...

Die historischen Rahmenbedingungen werden wie so oft in solchen Fällen recht schematisch eingeführt. Da referiert der eine Russland-Experte im Gespräch mit dem anderen schon einmal über grobe Entwicklungen und Personen an der Spitze des Moskauer Politbüros zu Anfang der achtziger Jahre. Müsste der Belehrte das nicht eigentlich wissen? Dass es dem Autor gelingt, dieses Mittel in einer Geschichte, in der die historischen Bezüge elementar sind, eigentlich doch recht dosiert und damit erträglich einzusetzen, kann auf der anderen Seite schon fast als Stärke ausgelegt werden. Die perfekte Lösung für dieses Problem muss wohl noch gefunden werden.

Kurzum: Christian v. Ditfurth hat einen großartigen deutschen Spionagethriller geschrieben, der spannend und intelligent geschichtliche Großereignisse mit persönlichen Geschichten in Einklang bringt. Wer Agentenromane liebt und gleichzeitig einen Faible für gute Krimis hat, bekommt hier beides vor dem Hintergrund einer durchweg spannend zusammengestellten historischen Kulisse. Fünf Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Verwirrspiel der Dienste in Moskau, 28. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Moskau-Spiel: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Christian v. Ditfurth hat erneut einen Roman mit historischem Hintergrund kreiert, der sich diesmal im Spionagemilieu bewegt und dessen Basisgeschichte in der Zeit des Kalten Krieges und des NATO-Doppelbeschlusses liegt. Theo Martenthaler, Nachwuchsagent des BND wird nach Moskau entsandt, um dort den vermeintlich tödlichen Unfall des BND-Residenten zu untersuchen. Schnell stellt er Ungereimtheiten fest, die ihn an der Unfalltheorie zweifeln lassen. Im Rahmen seiner Nachforschungen wird ihm allerdings klar, dass der Todesfall des Residenten mit der Vergangenheit seines Vaters, Henri Martenthaler, ebenfalls ehemaliger Resident des BND in Moskau,in Zusammenhang steht. Theo erfährt langsam, dass sein Vater Teil einer russischen Verschwörergruppe des KGB war, die aus idealistischen Beweggründen den Tod des letzten Generalsekretärs der KPdSU vor Gorbatschow plante, um ein Abgleiten in den Nuklearkrieg zu verhindern. Der Autor präsentiert dem Leser seine hintergründige Geschichte durch einen ständigen Wechsel derselben zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dabei macht er es dem Leser nicht leicht: Personen, Schicksale, Orte und Geschehnisse unterliegen ständiger Zeitsprünge und fordern den geneigten Leser, um nicht auf halber Strecke den roten Faden zu verlieren. Der gesamte Spionagethriller liest sich zudem wie ein Handbuch der Geheimdienste mit Blick auf nachrichtendienstliche Techniken und Vorgehensweisen: Honigfalle, Desinformation, Täuschung, Schütteltechniken in der Großstadt, Tarnung, Schleusungen, Abhör- und Überwachungstechniken in schneller Folge. Insgesamt ein Roman, bei dem die Spannung nicht verloren geht und dessen Ende offen bleibt.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Kalte Krieg ist noch nicht zuende, 1. Dezember 2010
Von 
Monika Niehaus (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Moskau-Spiel: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Christian v. Ditfurths Moskauspiel" hat alle Zutaten, die es für einen rasanten Spionagethriller braucht: skrupellose Geheimdienste aus Ost und West, harte Kerls und attraktive, zwielichtige Frauen, Aktion, Wodka und Lokalkolorit, ob Moskau oder Pullach, geschickt verwoben mit historischen Daten und Analysen - man hat schon vergessen oder verdrängt, wie nahe wir in der heißesten Phase des Kalten Krieges dank Paranoikern auf allen Seiten einem Atomkrieg waren (auch Deutschlands Politik-Ikone Helmut Schmidt bekommt sein Fett weg).

Ein typisches Männerbuch? Finde ich nicht. Dafür, dass die Kerls im Vordergrund stehen, beziehen sie auch all die Prügel. Ungeschoren kommt eigentlich nur einer davon: der Kater Towaritsch, der seine Hiebe ganz unideologisch verteilt und sich auch nicht scheut, die Hand zu kratzen, die ihn füttert. Spannend!
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