In der verschlafenen Kleinstadt Haven im US-Bundesstaat Maine stolpert
Einsiedlerin Bobby Anderson eines Tages im Wald über ein Stück Metall, das
im Boden steckt. Neugierig geworden fängt sie an zu graben und muß
feststellen, daß alle ihre Vermutungen, um was es sich handeln könnte -
Fahrrad, PKW, Flugzeug... - dadurch widerlegt werden, daß das Ding zu groß
ist. Aus ihrer Neugierde wird Besessenheit, und in den folgenden Wochen
und Monaten kommt sie fast jeden Tag zum Graben heraus. Dabei bemerkt sie
weder, daß in dem Wald keine Vögel zwitschern oder sonst irgendwelche
Tiere zu hören sind, noch, daß sie sich selbst anfängt zu verändern.
Trunkenbold Jim Gardener ist am Boden - seine Frau hat sich von ihm
scheiden lassen, nachdem er sie im Rausch angeschossen hat, seinen Job ist
er los. Eines Morgens erwacht er mit einem Kater an einem See, nachdem er
abends zuvor bei einer Feier rausgeworfen wurde. Er denkt darüber nach,
seinem Leben ein Ende zu machen, doch als hätte er eine telpathische
Nachricht empfangen, hatte er plötzlich eine Eingebung, daß seine alte
Freundin Bobby Anderson seine Hilfe braucht. Er macht sich auf den langen
Weg nach Haven - und findet eine völlig unterernährte Bobby vor. Darüber
hinaus muß Jim feststellen, daß es in Bobby Haus vor selbsgebauten
Erfindungen nur so wimmelt.
Inzwischen hat sich der Einfluß des unheimlichen Metallgegenstandes auf
ganz Haven ausgeweitet - Menschen verlieren ihre Zähne und machen die
unglaublichsten Erfindungen. Besucher verlassen Haven fluchtartig, weil
sie unter Kopfschmerzen und Übelkeit leiten. So bemerkt niemand, daß ganz
Haven und seine Einwohner allmählich in etwas Unheimliches transformiert
werden. Nur Jim Gardener ist gegen diesen Einfluß immun, allerdings
scheint seine Alkoholsucht ihn zu hinden, etwas gegen die Vorgänge in
Haven zu unternehmen.
Ein typischer King: Zunächst nimmt der Autor sich viel Zeit, Pesonen
einzuführen, Atmosphäre zu erzeugen und Spannung aufzubauen. Dabei sind
es gerade die kleinen, unbedeutenden Nebenhandlungen, die das Ganze
realistisch machen. Dann gibt es das namenlose, nicht greifbare Böse - und
typisch ist auch, daß die Helden keine strahlenden Siegertypen sind,
sondern Verlierer wie in diesem Fall der Alkoholiker Jim Gardener.
Spannend, unheimlich und mitreißend, sehr zu empfehlen.