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Produktinformation
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Wer sich also nun in New York die für das MoMa eingeplante Zeit vertreiben muss oder nicht nach Berlin reisen kann, dem sei der bei Hatje Cantz erschienene, aufwändig gedruckte und mit klugen Kommentaren von Kunsthistorikern versehene Ausstellungsband Das MoMa in Berlin. Meisterwerke aus dem Museum of Modern Art, New York unumwunden empfohlen. Angefangen bei den Wegbereitern bzw. ersten Heroen der klassischen Moderne wie Cézanne, Munch und Matisse über die hier zu Lande viel zu wenig beachteten italienischen Futuristen oder die abstrakte Plastik Modiglianis und Barnett Newmann bis hin zu den monochromen Gegenwartskünstlern Agnes Martin oder Robert Ryman bietet der Katalog alles, was das Herz des Kunstliebhabers höher schlagen lässt.
Besonders beeindruckend ist immer noch der Baader-Meinhof-Zyklus 18. Oktober 1977 Gerhard Richters, der in Großformaten immer wieder die allmählich verschwimmende Erinnerung an den "deutschen Herbst" und das traurige Ende seiner Protagonisten ins Gedächtnis ruft. Um diese Serie noch einmal im Original zu sehen, sollte man vielleicht doch noch nach Berlin oder (später) nach New York reisen. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Das Museum of Modern Art, kurz MoMA, in New York gilt unbestritten weltweit als die bedeutendste Sammlung zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Jeder große Name, jede Epoche und Stilrichtung sind hier vertreten. Es war ein ganz besonderer Glücksfall, dass die Glanzlichter dieser Kollektion - 205 Prunkstücke von Cézanne bis Gerhard Richter - in einer absolut einmaligen Schau in Berlin gezeigt werden konnten. Wir freuen uns, Ihnen die offizielle Publikation zum grandiosen Ausstellungserfolg des Jahres 2004 in einer preisgünstigen Broschurausgabe anbieten zu können. Neben großformatigen, ganzseitigen Reproduktionen der in Berlin gezeigten Kunstwerke bietet der repräsentative Band eine Chronologie des Hauses und eine Vielzahl von begleitenden, erläuternden Texten führender Kunsthistoriker, die teilweise erstmals in deutscher Sprache vorgelegt wurden.
»Katalog, der dem Leser nicht nur einen bunten Blumenstrauß weltberühmter Werke, sondern auch einen Einblick in die Geschichte des MoMA sowie kunsthistorische Erläuterungen zu allen Werken und Epochen liefert.« art investor
»Viele merken zum ersten Mal: Moderne Kunst kann richtig Spaß machen.« Stern
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Weit besser editiert als übliche Ausstellungskataloge ist dieser prächtige Band dazu ausgelegt, immer wieder in die Hand genommen und durchstöbert zu werden.
Ergänzt werden die großartigen Fotographien durch Texte von Kuratoren und Kritiker, amüsant und lehrreich sind diese durchweg.
Also auf ins Museum und dannach aufs Sofa oder ins Kaffeehaus mit diesem Buch, sowohl die Eintrittskarte als auch der Preis des Buches sind gut angelegt.
Erst behutsam, durch die mehr oder weniger bekannten Werke wie zum Beispiel die von Cesanne, van Gogh oder Matisse, Picasso über die Meister des Kubismus, des Dada und Surrealismus, die neue amerikanische Malerei (Proto-Pop-Art, Pop-Art) bis hin zum offenen Ende.
Ausdrücklich erschütternd aber dann schon die Fotokunststücke des Gerhard Richter, wobei man sich garnicht am Objekt festmachen muß.
Diese Bilder kann ein beliebiger Mensch von heute durchaus aus seinem Gedächtnis abrufen (ich z.B. als Sechsjähriger in einem blühenden Hollunderbaum sitzend, sommers 1945 im ehemaligen Pommern, während eine schöne tote Frau mit Würgemal am Hals aus der Turnhalle herausgefahren wird, vergewaltigt, ihr kleines Kind auf ihr wie spielend sie wieder ins Leben zurückrufen wollend).
Also, aufgepasst, Künstler, es ist alles schon einmal dagewesen und wiederholt sich wahrscheinlich während ich dies schreibe irgendwo auf unserem Erdball.
Das ist vielleicht auch eine Botschaft dieser Ausstellung, daß der Mensch so ist, wie er ist und geheilt werden müßte.
Also ist Kunst vielleicht doch irgendwie heilsames Wirken anundfürsich?
Ein versöhnlicher Abschluß (allerdings platzmäßig vor Gerhard Richter) ist das Wirken von Philip Guston. Köstlich und doch voller Hintergründigkeit seine pastösen Bilder, die verdeckte Kindhaftigkeit ist das schalkafte Spielen mit dem Ernst unserer Zeit, so sehe ich das jedenfalls.
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