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Das MoMA in Berlin
 
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Das MoMA in Berlin [Gebundene Ausgabe]

John Elderfield , Matthias Wolf
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Manchmal ist die Renovierung eines Museums ein echter Segen. Das gilt definitiv nicht für New-York-Besucher, die während der Umbauphase des Museum of Modern Art vor verschlossenen Türen standen. Wohl aber für Touristen in Berlin: Denn dorthin wurden die Schätze der Kunst des 20. Jahrhunderts während dieser Zeit ausgeliehen.

Wer sich also nun in New York die für das MoMa eingeplante Zeit vertreiben muss oder nicht nach Berlin reisen kann, dem sei der bei Hatje Cantz erschienene, aufwändig gedruckte und mit klugen Kommentaren von Kunsthistorikern versehene Ausstellungsband Das MoMa in Berlin. Meisterwerke aus dem Museum of Modern Art, New York unumwunden empfohlen. Angefangen bei den Wegbereitern bzw. ersten Heroen der klassischen Moderne wie Cézanne, Munch und Matisse über die hier zu Lande viel zu wenig beachteten italienischen Futuristen oder die abstrakte Plastik Modiglianis und Barnett Newmann bis hin zu den monochromen Gegenwartskünstlern Agnes Martin oder Robert Ryman bietet der Katalog alles, was das Herz des Kunstliebhabers höher schlagen lässt.

Besonders beeindruckend ist immer noch der Baader-Meinhof-Zyklus 18. Oktober 1977 Gerhard Richters, der in Großformaten immer wieder die allmählich verschwimmende Erinnerung an den "deutschen Herbst" und das traurige Ende seiner Protagonisten ins Gedächtnis ruft. Um diese Serie noch einmal im Original zu sehen, sollte man vielleicht doch noch nach Berlin oder (später) nach New York reisen. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

Der repräsentative Bildband zur spektakulären Ausstellung des MoMA in Berlin reiht nicht nur Meisterwerke des 20. Jahrhunderts aneinander wie Perlen auf eine Kette, er lässt auch Sammlungsschwerpunkte der verschiedenen Kuratoren und Museumsleiter erkennen. Textpassagen zu den gezeigten Werken verdeutlichen zudem den historischen Kontext von Kunstinterpretation: Aus der Feder bedeutender Kunsthistoriker der letzten fünfundsiebzig Jahre und aus Publikationen wie Archiven des MoMA stammend, sind diese Kommentare oft lebhaft, poetisch und überraschend.

Das Museum of Modern Art, kurz MoMA, in New York gilt unbestritten weltweit als die bedeutendste Sammlung zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Kein anderes Museum verfügt über eine solche Fülle hochkarätiger Meisterwerke aus dieser Zeit. Jeder große Name, jede Epoche und Stilrichtung sind hier vertreten. Und so ist es ein ganz besonderer Glücksfall, dass die Glanzlichter dieser Kollektion, 205 Prunkstücke von Cézanne bis Gerhard Richter, in einer grandiosen und absolut einmaligen Schau nun in Berlin zu sehen sein werden. Wir freuen uns, Ihnen mit diesem repräsentativen Bildband die einzige deutschsprachige Publikation zur Ausstellung des Jahres sowie zum MoMA und seiner Geschichte präsentieren zu können. Neben großformatigen, ganzseitigen Reproduktionen der Kunstwerke bietet sie eine Chronologie des Hauses und eine Vielzahl von begleitenden, erläuternden Texten führender Kunsthistoriker, die teilweise erstmals in deutscher Sprache vorgelegt werden können.


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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Edition, 23. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Das MoMA in Berlin (Gebundene Ausgabe)
So wie diese Jahrzehnt- ( wenn nicht Jahrhundert-) Ausstellung für jeden Kunstliebhaber ein Muss ist, genauso gehört zur Vor- oder Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs dieser Katalog dazu. Wobei gleich zu Anfang erwähnt sei, dass dieses Buch den Besuch nicht ersetzen, aber doch den gewonnenen Eindruck intensivieren kann.

Weit besser editiert als übliche Ausstellungskataloge ist dieser prächtige Band dazu ausgelegt, immer wieder in die Hand genommen und durchstöbert zu werden.

Ergänzt werden die großartigen Fotographien durch Texte von Kuratoren und Kritiker, amüsant und lehrreich sind diese durchweg.

Also auf ins Museum und dannach aufs Sofa oder ins Kaffeehaus mit diesem Buch, sowohl die Eintrittskarte als auch der Preis des Buches sind gut angelegt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das MoMA., 4. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Das MoMA in Berlin (Gebundene Ausgabe)
Das ist wieder mal ein Artikel, von dessen Preis man sich nicht abschrecken lassen sollte. Nicht wenig Geld, für einen "Museums-Führer", möchte man meinen, aber in diesem Buch steckt bei weitem mehr.
Ich hatte leider nicht das Vergnügen, die Ausstellung direkt besuchen zu können (die Schlange wart einfach zu lang), deswegen war das Buch schon von vorneherein gekauft und ich muss zugeben, dass ich diese Tat nie bereut habe. Das Buch ist jeden Cent wert. Ich persönlich habe fast noch kein Buch gesehen, welcher derart liebevoll gestaltet wurde. Dazu kommen noch die tollen Bilder von den Werken und die teilweise sehr humorvollen Kommentare.
Wer die Modern Art liebt, wird dieses Buch lieben. Ich kann nur jedem Liebhaber immer und immer wieder raten: Zuschlagen!
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6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hinweise auf unsere Zukunft, 25. März 2004
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das MoMA in Berlin (Gebundene Ausgabe)
Die Zukunft des Seins, des menschlichen Seins, ausgedrückt in Kunst, hier in Bildnissen, hier im Katalog zur Ausstellung der Meisterwerke aus dem Museum of Modern Art, New York, wird uns immer wieder - Seite für Seite - vor Augen geführt.

Erst behutsam, durch die mehr oder weniger bekannten Werke wie zum Beispiel die von Cesanne, van Gogh oder Matisse, Picasso über die Meister des Kubismus, des Dada und Surrealismus, die neue amerikanische Malerei (Proto-Pop-Art, Pop-Art) bis hin zum offenen Ende.
Ausdrücklich erschütternd aber dann schon die Fotokunststücke des Gerhard Richter, wobei man sich garnicht am Objekt festmachen muß.

Diese Bilder kann ein beliebiger Mensch von heute durchaus aus seinem Gedächtnis abrufen (ich z.B. als Sechsjähriger in einem blühenden Hollunderbaum sitzend, sommers 1945 im ehemaligen Pommern, während eine schöne tote Frau mit Würgemal am Hals aus der Turnhalle herausgefahren wird, vergewaltigt, ihr kleines Kind auf ihr wie spielend sie wieder ins Leben zurückrufen wollend).

Also, aufgepasst, Künstler, es ist alles schon einmal dagewesen und wiederholt sich wahrscheinlich während ich dies schreibe irgendwo auf unserem Erdball.

Das ist vielleicht auch eine Botschaft dieser Ausstellung, daß der Mensch so ist, wie er ist und geheilt werden müßte.

Also ist Kunst vielleicht doch irgendwie heilsames Wirken anundfürsich?

Ein versöhnlicher Abschluß (allerdings platzmäßig vor Gerhard Richter) ist das Wirken von Philip Guston. Köstlich und doch voller Hintergründigkeit seine pastösen Bilder, die verdeckte Kindhaftigkeit ist das schalkafte Spielen mit dem Ernst unserer Zeit, so sehe ich das jedenfalls.

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