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Das Mittelalter
 
 

Das Mittelalter [Kindle Edition]

Rolf Schneider
1.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Pilger, Päpste, Patriarchen – eine aufregende Reise in die Welt des MittelaltersDie Anziehungskraft des Mittelalters ist ungebrochen, bis heute fasziniert es, das «dunkle Zeitalter» mit seinen Kreuzzügen und Hexenverbrennungen, tapferen Rittern und geschundenen Bauern. Rolf Schneider macht diese Welt lebendig, indem er tausend Jahre Geschichte erzählt, von der Völkerwanderung bis zur Luther-Reformation. Dabei lässt er nicht nur die wichtigsten politischen Ereignisse Revue passieren und stellt bedeutende Persönlichkeiten wie Karl den Großen, den Scholastiker Pierre Abaelard oder Richard Löwenherz vor, sondern gibt auch Einblicke in die mittelalterliche Kultur und Lebenswelt. Es geht um Burgen, Klöster und Kathedralen, den Handel der Städte oder den jahreszeitlichen Lebensrhythmus der bäuerlichen Bevölkerung. Wie wurde im Mittelalter gefeiert? Was tat man bei anhaltender Dürre oder gegen Pest? Und was eigentlich ist «Gottesfrieden»? Schneider gelingt es, einen leichtverständlichen Gesamtüberblick über diese von Gott, Papst und Kaiser bestimmte Epoche zu geben. Eine aufregende Reise in eine versunkene Welt – ebenso unterhaltsam wie lehrreich.

Über den Autor

Rolf Schneider, geboren 1932 in Chemnitz, ist Schriftsteller, Dramaturg und Regisseur. Seine Romane und Theaterstücke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zudem hat er eine Vielzahl von Sachbüchern veröffentlicht, darunter «Wagner für Eilige» (2002) und den Bildband «Vor 1000 Jahren – Alltag im Mittelalter» (1999), der zum Standardwerk geworden ist.

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Format:Gebundene Ausgabe
Schneider, R.: Das Mittelalter

Schneiders Büchlein "Das Mittelalter" sollte mir als kurze Einführung in die mittelalterliche Geschichte dienen. Natürlich kann man von einem 220-Seiten-Buch nicht erwarten, dass es die beinahe tausendjährige Geschichte des Mittelalters ausführlich darlegt. Bei diesem Autor wäre dies aber gar nicht möglich. Denn man merkt in jeder Zeile, dass er nicht aus diesem Fach stammt. Schneider ist nämlich eigentlich Regisseur und Dramaturg. So muss man sich bei den einzelnen Kapiteln, in denen er wichtige Schlagwörter und Personen des Mittelalters zu erklären versucht, damit begnügen, dass sie weniger Informationsgehalt und -substanz haben als ein Wikipedia-Artikel. Hinzu kommen inhaltliche Fehler. So beherrschte etwa Karl der Große entegegen der Behauptung Schneiders Lesen und Schreiben nicht.

Beinahe ebenso negativ ist aber die fehlende Struktur des Buches. So gliedert er das Buch zwar in eine chronologische Abfolge der Ereignisse. Im Kapitel des Spätmittelalters taucht dann aber beispielsweise auf einmal Isidor von Sevilla auf, der zwischen dem sechsten und siebten Jahrhundert gelebt hat. Bisweilen grausam zu lesen ist sein Stil mit schlechter Grammatik und abrupten Themenwechseln. Kostprobe? "Der Krieg blieb ein blutiges und brutales Geschäft. Daran änderte auch die Erfindung neuer Waffen und Werkzeuge nichts. [Absatz] Berthold Schwarz [...] war ein Mönch aus Freiburg im Breisgau." (S.116) Oder: "Die Todesrate unter den Ärzten war ebenso groß wie bei der restlichen Bevölkerung. [Absatz] Gravierend die sozialen Folgen." (S.168) Bei den Zusammenfassungen der einzelnen Epochen liefert er Stakkatotexte, bei denen die wichtigsten Satzteile meistens fehlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der geringe Informationsgehalt des Buches gepaart mit einer mangelhaften, bisweilen grausamen Sprachqualität die Anlage von knapp 20¤ in dieses Buch nicht als empfehlenswert erscheinen lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Schreibstil des Autors macht das Lesen teilweise sehr anstrengend und bringt das Mittelalter nur "staubtrocken" rüber. Er bildet sehr komplizierte Sätze und verwendet häufig Fachausdrücke bzw. Fremdwörter. Dieses Vorgehen macht den Autor m.E. aber noch lange nicht zum Fachmann, falls dies die Motivation hierzu gewesen sein sollte. Ein Beispiel: "Sie erinnert an byzantinische Artefakte und war von diesen auch inspiriert. Später befreite sich die bildende Kunst Westeuropas davon, sie fand zunächst zum Realismus der Hochromantik, ehe sie die Manierismen der gotischen Architektur ins Figürliche übersetzte."
Solche Sätze machen das Buch zu einer Lektüre die man nur ungerne zu Ende ließt.

Außerdem stellt der Autor übertriebene und völlig unnötige Behauptungen auf, Zitat: "Die Bibel ist geschichtenträchtig und figurenreich genug, dass sich neben der unzählige Male wiederholten und variirten Leidensgeschichte Jesu Christi noch andere Motive finden ließen"
Die Lebens- bzw. Leidensgeschichte Jesu Christe wird m.W. nur von den vier Evangelisten geschildert. Sie wird also nicht "unzählige Male wiederholt und variiert" sondern lediglich vier Mal. Die Kernaussage dieses Satzes wäre auch ohne diesen "Seitenhieb" ersichtlich gewesen.

Mein Fazit: nicht empfehlenswert!

Wer gerne etwas über das Mittelalter erfahren möchte, aber kein trockenes Geschichtsbuch lesen will, ist mit den Büchern von Dieter Breuers weit besser bedient.
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