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Das Methusalem-Komplott [Gebundene Ausgabe]

Frank Schirrmacher
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (82 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. März 2004
Niemand wird gerne alt. Jetzt altern ganze Völker in nie gekanntem Ausmaß. Das individuelle Schicksal wird zum politischen und ökonomischen Schicksal fast aller Staaten der Erde. Selbst nach vorsichtigen Schätzungen wird dieser Prozess auf unabsehbare Zeit anhalten. Für die nächsten fünfzig Jahre ist er bereits unumkehrbar. Die heute jungen Männer und Frauen, die später die vielen Alten werden, haben deshalb jetzt eine historische Chance: Sie müssen – schon aus Überlebensinstinkt – gegen die Diskriminierung des Alters vorgehen. Tun sie es nicht, werden sie in dreißig Jahren in die seelische Sklaverei gehen. Negative Altersvorstellungen, so zeigt die Forschung, führen zu selbstverschuldeter Unmündigkeit und einem Verlust an Denkfähigkeit schon im frühen Alter. Dabei hat die Forschung längst das negative Image des Alterns von Frauen und Männern korrigiert. Wir müssen, so die zentrale These dieses Buches, eine spektakuläre Kulturwende einleiten. Nicht durch ein neues Jugendbild, sondern nur durch eine militante Revolution des Bildes des eigenen Alterns gewinnt diese Gesellschaft die Chance, sich wieder zu verjüngen. Sie muss Gegenbilder schaffen: in der Kunst, im Leben, in der Wissenschaft. Die Macht, Märkte und Meinungen umzuformen, liegt bei dieser neuen Mehrheit. Dieses Buch will anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem Komplott gegen den biologischen und sozialen Terror der Altersangst überreden, weil nur so die Jungen eine Chance bekommen.

Ausgezeichnet mit der Goldenen Feder 2004 des Heinrich Bauer Verlages.




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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag; Auflage: 1 (16. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896672258
  • ISBN-13: 978-3896672254
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (82 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 246.888 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Frank Schirrmacher ist der Panikmache unverdächtig. Was er aber für sein Buch Das Methusalem-Komplott an erschütternden Fakten über das Altwerden zusammengetragen hat, könnte zarte Gemüter, wenn sie völlig unvorbereitet damit konfrontiert werden, durchaus in Panik versetzen. Dies zumal, wenn sie gerade einmal wieder eine der kritischen Wegmarken (wie den 40. oder 50. Geburtstag) vor oder hinter sich haben. Und das Schlimmste: Die Panik ist berechtigt!

Die demografische Katastrophe, auf die wir unweigerlich zusteuern, ist nicht nur das versicherungsmathematische Problem, dessen man gegenwärtig verzweifelt Herr zu werden versucht. Alter ist von jeher mit vielen weiteren, nicht minder existenziellen Nöten und Sorgen behaftet als nur mit denen um die so genannte "Alterssicherung". Das Nachlassen der körperlichen und geistigen Kräfte, Krankheit, Angst und Tod werden mit zunehmendem Alter immer bestimmendere Lebensthemen. Als sei dies für das Individuum nicht schon schlimm genug, kommt eben diese Lebensproblematik mit vielfacher Wucht nun zusätzlich noch auf die Gesellschaft als ganze zu. Die nämlich hat längst begonnen, in einem in jeder Hinsicht beängstigenden Maße zu "überaltern".

"Am Horizont der Zukunft", schreibt Schirrmacher zu Beginn, "baut sich eine der erbittertsten Streitmächte gegen die Alten auf, die es je gegeben hat. Sie marschiert auf uns zu, die wir heute 20, 30 oder 60 Jahre sind, denn wenn der Krieg beginnt, werden wir die Älteren sein. Und die Gesellschaft, die wir geschaffen haben, nimmt den Alternden alles: das Selbstbewusstsein, den Arbeitsplatz, die Biographie. Unsere Lebensentscheidungen basieren auf Grundrissen und Daten eines vergangenen Jahrhunderts. Gingen wir mit dem Raum so um wie mit unserer Lebenszeit, würden wir in Postkutschen reisen."

Das alles klingt gewiss alles andere als ermutigend. Trotzdem ist Schirrmachers Buch letztendlich genau dies: eine ganz entschiedene Ermutigung. Woraus nämlich allein Rettung erwachsen kann, ist eine grundstürzende und grundlegende Revolution des Bildes, das wir uns von unserem Leben und unserem Alter machen. Die Aufgabe ist keine geringe. "Die Frage ist, wie wir den Steinzeitmenschen in uns an eine fast verfünffachte Lebenserwartung gewöhnen können." Wenn wir diese Aufgabe ernst nehmen, können wir das Blatt zum Guten wenden, so könnte man das Fazit des Buches auf einen kurzen Nenner bringen. "Wir müssen verlernen, was unsere Kultur und unsere Biologie uns über das Alter eingaben. Sie haben, um es trivial auszudrücken, nicht mehr Recht. Es ist vorbei mit der unbestrittenen Herrschaft der Jugend über das Alter." Daraus gilt es, Konsequenzen zu ziehen. Und genau dafür bietet Schirrmacher viele interessante Anknüpfungspunkte. -- Ein Buch, das man lesen muss! --Andreas Vierecke

Pressestimmen

"Eine Frage von allgemeinerem Interesse ist, ob Claudius Seidls "Schöne junge Welt" gegen Frank Schirrmachers ,Methusalem-Komplott' ankommt. Auf den ersten Blick jedenfalls hat der Feuilletonchef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ein Gegenbuch zum Bestseller seines Herausgebers geschrieben. Schirrmacher beschreibt, wie ein gewaltiger gesellschaftlicher Krisenknoten sich schürzt. Seidl erzählt von einer unblutigen Revolution der Lebensläufe, die jedem einzelnen mehr Glückschancen eröffnet. Bei genauerem Hinsehen jedoch ergänzen sich die beiden Bücher. Eine Eigenschaft der alternden Gesellschaft ist ja, daß die alten Zausel, aus denen sie sich zusammensetzt, ewig jung bleiben und auf teuren Partys lange Beine mit spitzen Pumps am unteren Ende anstarren wollen. Beide Bücher zusammen eröffnen den Blick auf die irgendwie süße und klebrige Zukunft unserer Gesellschaft als Methusalem-Komplott." (Die Welt)

"Glaubt man den Publizisten Frank Schirrmacher (,Das Methusalem-Komplott') und Claudius Seidl (,Schöne junge Welt'), wird in Zukunft die gefühlte Zwölfjährigkeit bis ins hohe Rentenalter verlängert. Insofern sind Horden von weißbärtigen Boardern nur eine Frage der Zeit." (Welt am Sonntag)

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149 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Baby-Boomer rüstet zur Machtübernahme 5. Juli 2004
Format:Gebundene Ausgabe
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In Eurem Kopf liegt Wissenschaft und Irrtum
geknetet, innig wie ein Teig zusammen:
Mit jedem Schnitte (jeder Seite) gebt Ihr mir von beidem.
(Kleist, Der zerbrochene Krug)
----------------

Frank Schirrmachen, 45, Mitherausgeber der FAZ (der Zeitung mit dem klugen Kopf irgendwo im Hintergrund), hat ein Buch über das Alter geschrieben, Er hat zu diesem Thema viel gelesen. Mit stolzen, aber nutzlosen 142 Literaturhinweisen, die wir in den Anmerkungen zu seinem Buch finden, will er die Leser wohl beeindrucken und einen wissenschaftlicher Anspruch erheben.

Die Zielsetzung des Buches ist im Klappentext folgendermaßen zusammen gefasst:
"Dieses Buch will anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem Komplott gegen den biologischen und sozialen Terror der Altersangst überreden, weil nur so die Jungen eine Chance bekommen".

Meine Frau (70) und ich (75) haben uns das Buch wechselseitig vorgelesen und wurden von Seite zu Seite ärgerlicher. Welches waren die Gründe?

1) Schirrmacher hat ein "journalistisches" Buch geschrieben; er mischt Tatsachen und Theorien, Wissen und Meinung so innig zusammen, dass der Leser bald den Überblick verliert. Das Buch liebt Provokation und Zuspitzung, es ist alles andere als ausgewogen und präzise (wie J. Vaupel im Klappentext behauptet).

2) Die Schwierigkeiten, mit denen die Gesellschaft durch steigende Lebenserwartung und eine geringe Geburtenrate konfrontiert wird, will Sch. durch ein Komplott (eine Revolution) der Alten beseitigen. Er will dadurch das Selbstbewußtsein der Alten stärken und die "Diskriminierung der Alten" abbauen.

3) In einer mehrfach von Sch. zitierten "Berliner Altersstudie" haben die Teilnehmer - zwischen 70 und 100(!...

4) Wenn Schirrmachers recht hätte mit den Stereotypen über ältere Menschen: "vergesslich, krank, schwach, egoistisch, phantasielos, langweilig, hässlich, müde, faul, verbraucht, hartherzig, böse" , wie ist dann zu erklären, daß 50% unserer Bundestagsabgeordneten über 55 Jahre alt sind und 25% bereits das 60. Lebensjahr erreicht haben. Zyniker könnten behaupten, daß die genannten Stereotypen gar keine sind, sondern die Wirklichkeit darstellen. Wie wäre es dann mit einem Komplott der unter 50-jährigen zum Wohle unseres Staates?

5) Die Altersverteilung in der Politik wird mit dem Eintritt der Baby-Boomern (also auch von Sch.) in den Ruhestand weiter zugunsten der Alten verschoben (mit Sch. natürlich auch in den Parlamenten). Wozu dann aber ein Komplott. Wann und wo hätten Machtinhaber je eine Revolution angezettelt?

6) Gott erhalte Sch. die Hoffnung, daß Körper und Geist mindestens bis zum 80. Lebensjahr unvermindert funktionieren. Glaube soll angeblich Berge versetzen.

7) Schirrmachers Buch muß Alten wie Jungen Angst machen. Plant er schon heute eine Partei der "grauen Panther", die - basierend auf ihrer Überzahl und ihren erheblichen finanziellen Ressourcen - ihre Interessen selbstbewußt und rücksichtslos durchsetzen wird (mehr Geld für Renten, Pflege und Vergnügen der Alten mit dem Ziel, bald die Altersgrenze Methusalems überschreiten zu können).

8) Nachdem die Väter in den letzten 40 Jahren sich auf den Wege zu mehr Partnerschaft mit ihren Kindern gemacht haben - wie auch die Großväter mit ihren Enkeln -, will Sch. die Zeit zurückdrehen. Er lese Kafkas "Brief an meinen Vater" (bei Reclam für 3€ zu bekommen). um Leid und Verzweiflung einer Jugend unter selbstbewusster Autorität kennenzulernen.

9) Ich habe vergeblich nach einem Abschnitt gesucht, der die "Chancen der Jugend" als Nebenwirkung des Methusalem-Komplotts aufzeigt. Auch habe ich das Wort Solidarität nirgends gefunden. Wie wäre es, wenn die geistig und körperlich so fitten Alten ihren Kindern und Enkeln helfen (Leihgroßmütter und -großväter), wenn sie mit "warmer Hand" geben, anstatt nur ihr Alter zu pflegen.

10) Natürlich kann ein "gesundes" Selbstbewusstsein helfen, die Leiden des Alters zu bewältigen. Selbstbewußtsein kann aber nicht durch ein Komplott eingeführt werden, es hängt ab von der Persönlichkeit, die man Zeit seines Lebens entwickelt hat.

11) Unerträglich ist der Zynismus, mit dem Sch. den "politische Slogan", dass wir an unsere Enkel denken müssen, mit Gottfried Benns "Enkel .. die große Ablenkung der Ahnen von ihrem eigenen Tun" abtut. Natürlich beantwortet Sch. die Frage von Max Frisch "Sind sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts ... wirklich interessiert?" mit einem klaren NEIN.

Dieses Buch kann mit allen Vorbehalten vier Gruppen empfohlen werden:
- denjenigen, die die Ausführungen des Buches ironisch interpretieren,
- den Kindern der Babyboomer; sie ahnen nun, was ihnen blüht,
- der Gruppe, die insbesondere ein schlechtes Buch zum Anlaß nehmen will, über ein ernsthaftes Thema ernsthaft nachzudenken,
- denjenigen, denen es Spaß macht, mit Hilfe eines Satzes von Rotstiften aus einem schlechten Buch ein Schlachtfeld zu machen (Fehler geordnet nach sachlichen, stilistischen und logischen Fehler - Geld zurück bei mehr als 3 Fehler pro Seite)

Tief enttäuscht bin ich über Elke Heidenreichs Beurteilung in der ZDF-Sendung "Lesen!"
"Das Buch ist wunderbar zu lesen ... es ist polemisch, witzig, gescheit, und ohne großen statistischen Quatsch."
Hat sie das Buch wirklich gelesen. Bitte nochmals lesen!

Schirrmacher hat ein dummes, unreifes, überflüssiges und ärgerliches Buch geschrieben. Lesen Sie weiter... ›

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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Strukturlos 4. Juli 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das einzig Positive an dem Buch ist, daß Licht auf Probleme geworfen wird, die unsere alternede Gesellschaft mit sich bringt. Aber: Halt! Es ist kein Licht, es ist das Eintauchen in ein dunkles Wasser, wo es keinen Ausweg, keinen Lösungsansatz, keine Schlußfolgerungen gibt.
Kaum beachtet wird, daß es global gesehen viele Völker und Länder gibt, die nicht überaltert sind und in denen die Jugend in der Überzahl ist. Könnte es sein, daß die Lösung für unsere alternde Gesellschaft sein wird, daß diese Völker aufsteigen und die sogenannten "Babyboomer" an ihrem Narzißmus und dem von ihnen selbst erschaffenen Jugendkult zugrunde gehen?
Das Buch regt nur an wenigen Stellen zum Insichgehen und zum Nachdenken an. Ein paar Geistesgrößen werden am Ende des Buches als "Mitwisser des Komplotts" angeführt, diejenigen, die steinalt geworden sind (nirgends steht wie es ihnen in den letzten Lebensjahren ging und welcher Anteil ihrer Leistung in der Jugend erbracht wurde). Den einen Stern vergebe ich diesem Buch nur für das Anschneiden des Themas, es hat überhaupt keine Tiefe!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Lärm um Nichts, doch zur rechten Zeit 17. Juni 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen. Einfach die Tagesordnung meines Lebens hintenangestellt. Ein Werk mit heißer Naht gearbeitet und mit weitgehend amerikanischen Fäden. Die demographischen Daten sind ja kein Naturereignis. Sie liegen lange vor - nicht erst seit den in die Politik gegangenen Professorinnen Ursela Lehr und Ritha Süßmuth. Auch seit der einzigen und umfangreichen ALTENSTUDIE (Bremen) einer deutschen Landeskirche (1987), den beiden Bänden EMANZIPIERTES ALTER(1990)und last not least Reimer Gronemeyers ENTFERNUNG VOM WOLFSRUDEL(1991). Ja, auf das Timing kommt es an, selbst wenn Vernunft schon wesentlich früher Sturm läuft.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nacheilender Prophet 20. November 2004
Von Frank
Format:Gebundene Ausgabe
Frank Schirrmacher beherrscht nach meinem Eindruck und Beobachtungen anscheinend die Kunst, eigene Ängste und Abneigungen bei nächst bester Gelegenheit auf Zeitgenossen zu projizieren - und sich dann moralisierend auf diese zu stürzen.In diesem Werk unterstellt er der jüngeren Generation einen "Hass" - auf die ältere Generation, die er obendrein auch noch ins Verhältnis zum islamistischen Terror setzt bis hin zu Referenzen an Samuel Huntingtons "Clash of Civilisations". Düster brütend malt er das Szenario wehrloser alter europäischer Pensionäre an die Wand, die sich gegen hereinstömende junge Moslems ("Einwanderungsdruck") erwehren müssen. Dem halbwegs aufmerksamen Leser erschließt sich sofort das Strickmuster dieses Werkes: Es ist eine Aneinanderreihung von Quellen und Zitaten, die in dem Zeitgeist nacheilenden Prophetie apokalypitsch ausgelegt werden. Die permanente Beschwörung des Lesers, wie er sich denn bitte auf sein eigenes Altern vorzubereiten hätte, macht die Lektüre zur Qual. Unterm Strich ist der Lärm um dieses vieldisktutiert Werk letztenendes um Nichts veranstaltet worden.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Krieg der Generationen ??? 2. August 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Was will uns der Autor mit seinem Buch sagen? Ich habe es nicht herausgefunden, obwohl ich das annähernd 220 Seiten starke Werk aufmerksam und bewußt gelesen habe! Der sogenannte rote Faden hat sich mir nicht erschlossen. Ich befürchte, so wie mir, wird es vielen Lesern ergehen.
Vielmehr hat sich mir beim Lesen immer wieder die Frage aufgedrängt, aus welchen Gründen sich der Autor prädestiniert fühlt, das Thema "Generationenkonflikt" (so es denn überhaupt einen gibt) aufzugreifen. Auch hier tappe ich nach wie vor im Dunkeln.
Dem Autor werfe ich vor, daß die Argumentation im Buch zu flach ist, zu häufig wirft er mit unbewiesenen Behauptungen um sich, zu intensiv stellt er abgegriffene Schlagwörter in den Raum - und läßt sie stehen! Es genügt nicht 144 Literaturstellen anzuführen, um ein gutes Buch zu schreiben. Da müssen die Argumente schon erläutert und diskutiert werden.
Übrigens Herr Doktor Schirrmacher, bitte in Zukunft alle Literaturstellen immer mit Datum zitieren. Das macht die Sache seriöser - und so haben wir es doch alle einmal auf der Universität gelernt!
Es ist mir unklar, warum der Autor einen Krieg der Generationen, so eine Kapitelüberschrift, befürchtet oder erwartet, aus menschlichen Gründen, aus wirtschaftlichen Gründen, aus medizinischen Gründen, oder warum?
Ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. In dieser Form ist es keine Offenbarung.
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