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Das Methusalem-Komplott
 
 
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Das Methusalem-Komplott [Gebundene Ausgabe]

Frank Schirrmacher
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (81 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Karl Blessing Verlag; Auflage: 1 (16. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896672258
  • ISBN-13: 978-3896672254
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (81 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 93.000 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Frank Schirrmacher
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Frank Schirrmacher ist der Panikmache unverdächtig. Was er aber für sein Buch Das Methusalem-Komplott an erschütternden Fakten über das Altwerden zusammengetragen hat, könnte zarte Gemüter, wenn sie völlig unvorbereitet damit konfrontiert werden, durchaus in Panik versetzen. Dies zumal, wenn sie gerade einmal wieder eine der kritischen Wegmarken (wie den 40. oder 50. Geburtstag) vor oder hinter sich haben. Und das Schlimmste: Die Panik ist berechtigt!

Die demografische Katastrophe, auf die wir unweigerlich zusteuern, ist nicht nur das versicherungsmathematische Problem, dessen man gegenwärtig verzweifelt Herr zu werden versucht. Alter ist von jeher mit vielen weiteren, nicht minder existenziellen Nöten und Sorgen behaftet als nur mit denen um die so genannte "Alterssicherung". Das Nachlassen der körperlichen und geistigen Kräfte, Krankheit, Angst und Tod werden mit zunehmendem Alter immer bestimmendere Lebensthemen. Als sei dies für das Individuum nicht schon schlimm genug, kommt eben diese Lebensproblematik mit vielfacher Wucht nun zusätzlich noch auf die Gesellschaft als ganze zu. Die nämlich hat längst begonnen, in einem in jeder Hinsicht beängstigenden Maße zu "überaltern".

"Am Horizont der Zukunft", schreibt Schirrmacher zu Beginn, "baut sich eine der erbittertsten Streitmächte gegen die Alten auf, die es je gegeben hat. Sie marschiert auf uns zu, die wir heute 20, 30 oder 60 Jahre sind, denn wenn der Krieg beginnt, werden wir die Älteren sein. Und die Gesellschaft, die wir geschaffen haben, nimmt den Alternden alles: das Selbstbewusstsein, den Arbeitsplatz, die Biographie. Unsere Lebensentscheidungen basieren auf Grundrissen und Daten eines vergangenen Jahrhunderts. Gingen wir mit dem Raum so um wie mit unserer Lebenszeit, würden wir in Postkutschen reisen."

Das alles klingt gewiss alles andere als ermutigend. Trotzdem ist Schirrmachers Buch letztendlich genau dies: eine ganz entschiedene Ermutigung. Woraus nämlich allein Rettung erwachsen kann, ist eine grundstürzende und grundlegende Revolution des Bildes, das wir uns von unserem Leben und unserem Alter machen. Die Aufgabe ist keine geringe. "Die Frage ist, wie wir den Steinzeitmenschen in uns an eine fast verfünffachte Lebenserwartung gewöhnen können." Wenn wir diese Aufgabe ernst nehmen, können wir das Blatt zum Guten wenden, so könnte man das Fazit des Buches auf einen kurzen Nenner bringen. "Wir müssen verlernen, was unsere Kultur und unsere Biologie uns über das Alter eingaben. Sie haben, um es trivial auszudrücken, nicht mehr Recht. Es ist vorbei mit der unbestrittenen Herrschaft der Jugend über das Alter." Daraus gilt es, Konsequenzen zu ziehen. Und genau dafür bietet Schirrmacher viele interessante Anknüpfungspunkte. -- Ein Buch, das man lesen muss! --Andreas Vierecke

literaturtest.de

Was heutzutage Altersdiskriminierung heißt, erfährt jeder, der die 40 überschritten hat. Frauen eventuell auch schon früher. Schirrmacher selbst hat sicher kaum ein Problem damit. Er ist erfolgreicher Feuilletonist, Autor und nicht zuletzt Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein jüngstes Werk beschäftigt sich mit dem Thema Altern. Die gekonnte Mischung zwischen wissenschaftlichem Anspruch, philosophischer Durchdringung, literarischen Bezügen und gutem Journalismus macht das Buch spannend und sehr gut lesbar.

Schirrmachers Thesen sind ebenso scharfzüngig wie analytisch. Zu den gängigen Stereotypen über ältere Menschen gehören: "vergesslich, krank, schwach, egoistisch, phantasielos, langweilig, hässlich, müde, faul, verbraucht, hartherzig, böse". Der Kampf gegen den Altersrassismus sei überlebensnotwendig, sonst würden wir in eine Zivilisation der Euthanasie eintreten. Altern sei Veränderung, nicht Verhängnis. Die Babyboomer haben die US-amerikanische Gesellschaft in den 60ern durch ihre pure Masse verändert. Als Alte werden sie es noch einmal tun. Eine Tendenz, die auch bei uns durchschlagen wird.

Die Veränderungen deuten sich an. Schirrmacher sieht die Vorboten dafür unter anderem in Deutschlands gegenwärtiger Rentendebatte. Der wirkliche Schock setzt dann zwischen 2010 und 2020 ein. Die Sorglosigkeit, mit der die Gesellschaft das Thema verdrängt, deutet darauf hin, dass es ein böses Erwachen geben wird. Der Autor plädiert für ein Methusalem-Komplott der Alten gegen die Ideologie der Jungen. Einfacher gesagt: Vergesst Scham und Selbsthass, nehmt euch die Freiheit zur Selbstbestimmung! Fangt früh damit an; denn auch die Jungen werden einmal alt sein. -- Carsten Hansen



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129 von 151 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Ein Baby-Boomer rüstet zur Machtübernahme, 5. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott (Gebundene Ausgabe)
---------------
In Eurem Kopf liegt Wissenschaft und Irrtum
geknetet, innig wie ein Teig zusammen:
Mit jedem Schnitte (jeder Seite) gebt Ihr mir von beidem.
(Kleist, Der zerbrochene Krug)
----------------

Frank Schirrmachen, 45, Mitherausgeber der FAZ (der Zeitung mit dem klugen Kopf irgendwo im Hintergrund), hat ein Buch über das Alter geschrieben, Er hat zu diesem Thema viel gelesen. Mit stolzen, aber nutzlosen 142 Literaturhinweisen, die wir in den Anmerkungen zu seinem Buch finden, will er die Leser wohl beeindrucken und einen wissenschaftlicher Anspruch erheben.

Die Zielsetzung des Buches ist im Klappentext folgendermaßen zusammen gefasst:
"Dieses Buch will anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem Komplott gegen den biologischen und sozialen Terror der Altersangst überreden, weil nur so die Jungen eine Chance bekommen".

Meine Frau (70) und ich (75) haben uns das Buch wechselseitig vorgelesen und wurden von Seite zu Seite ärgerlicher. Welches waren die Gründe?

1) Schirrmacher hat ein "journalistisches" Buch geschrieben; er mischt Tatsachen und Theorien, Wissen und Meinung so innig zusammen, dass der Leser bald den Überblick verliert. Das Buch liebt Provokation und Zuspitzung, es ist alles andere als ausgewogen und präzise (wie J. Vaupel im Klappentext behauptet).

2) Die Schwierigkeiten, mit denen die Gesellschaft durch steigende Lebenserwartung und eine geringe Geburtenrate konfrontiert wird, will Sch. durch ein Komplott (eine Revolution) der Alten beseitigen. Er will dadurch das Selbstbewußtsein der Alten stärken und die "Diskriminierung der Alten" abbauen.

3) In einer mehrfach von Sch. zitierten "Berliner Altersstudie" haben die Teilnehmer - zwischen 70 und 100(!) - übereinstimmend angegeben, sich um 12 Jahre jünger als ihr wirkliches Alter zu fühlen. Will Schirrmacher das Selbstbewußtsein der Alten noch weiter steigern (auf 15 oder 20 Jahre?).

4) Wenn Schirrmachers recht hätte mit den Stereotypen über ältere Menschen: "vergesslich, krank, schwach, egoistisch, phantasielos, langweilig, hässlich, müde, faul, verbraucht, hartherzig, böse" , wie ist dann zu erklären, daß 50% unserer Bundestagsabgeordneten über 55 Jahre alt sind und 25% bereits das 60. Lebensjahr erreicht haben. Zyniker könnten behaupten, daß die genannten Stereotypen gar keine sind, sondern die Wirklichkeit darstellen. Wie wäre es dann mit einem Komplott der unter 50-jährigen zum Wohle unseres Staates?

5) Die Altersverteilung in der Politik wird mit dem Eintritt der Baby-Boomern (also auch von Sch.) in den Ruhestand weiter zugunsten der Alten verschoben (mit Sch. natürlich auch in den Parlamenten). Wozu dann aber ein Komplott. Wann und wo hätten Machtinhaber je eine Revolution angezettelt?

6) Gott erhalte Sch. die Hoffnung, daß Körper und Geist mindestens bis zum 80. Lebensjahr unvermindert funktionieren. Glaube soll angeblich Berge versetzen.

7) Schirrmachers Buch muß Alten wie Jungen Angst machen. Plant er schon heute eine Partei der "grauen Panther", die - basierend auf ihrer Überzahl und ihren erheblichen finanziellen Ressourcen - ihre Interessen selbstbewußt und rücksichtslos durchsetzen wird (mehr Geld für Renten, Pflege und Vergnügen der Alten mit dem Ziel, bald die Altersgrenze Methusalems überschreiten zu können).

8) Nachdem die Väter in den letzten 40 Jahren sich auf den Wege zu mehr Partnerschaft mit ihren Kindern gemacht haben - wie auch die Großväter mit ihren Enkeln -, will Sch. die Zeit zurückdrehen. Er lese Kafkas "Brief an meinen Vater" (bei Reclam für 3¤ zu bekommen). um Leid und Verzweiflung einer Jugend unter selbstbewusster Autorität kennenzulernen.

9) Ich habe vergeblich nach einem Abschnitt gesucht, der die "Chancen der Jugend" als Nebenwirkung des Methusalem-Komplotts aufzeigt. Auch habe ich das Wort Solidarität nirgends gefunden. Wie wäre es, wenn die geistig und körperlich so fitten Alten ihren Kindern und Enkeln helfen (Leihgroßmütter und -großväter), wenn sie mit "warmer Hand" geben, anstatt nur ihr Alter zu pflegen.

10) Natürlich kann ein "gesundes" Selbstbewusstsein helfen, die Leiden des Alters zu bewältigen. Selbstbewußtsein kann aber nicht durch ein Komplott eingeführt werden, es hängt ab von der Persönlichkeit, die man Zeit seines Lebens entwickelt hat.

11) Unerträglich ist der Zynismus, mit dem Sch. den "politische Slogan", dass wir an unsere Enkel denken müssen, mit Gottfried Benns "Enkel .. die große Ablenkung der Ahnen von ihrem eigenen Tun" abtut. Natürlich beantwortet Sch. die Frage von Max Frisch "Sind sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts ... wirklich interessiert?" mit einem klaren NEIN.

Dieses Buch kann mit allen Vorbehalten vier Gruppen empfohlen werden:
- denjenigen, die die Ausführungen des Buches ironisch interpretieren,
- den Kindern der Babyboomer; sie ahnen nun, was ihnen blüht,
- der Gruppe, die insbesondere ein schlechtes Buch zum Anlaß nehmen will, über ein ernsthaftes Thema ernsthaft nachzudenken,
- denjenigen, denen es Spaß macht, mit Hilfe eines Satzes von Rotstiften aus einem schlechten Buch ein Schlachtfeld zu machen (Fehler geordnet nach sachlichen, stilistischen und logischen Fehler - Geld zurück bei mehr als 3 Fehler pro Seite)

Tief enttäuscht bin ich über Elke Heidenreichs Beurteilung in der ZDF-Sendung "Lesen!"
"Das Buch ist wunderbar zu lesen ... es ist polemisch, witzig, gescheit, und ohne großen statistischen Quatsch."
Hat sie das Buch wirklich gelesen. Bitte nochmals lesen!

Schirrmacher hat ein dummes, unreifes, überflüssiges und ärgerliches Buch geschrieben.

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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Krieg der Generationen ???, 2. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott (Gebundene Ausgabe)
Was will uns der Autor mit seinem Buch sagen? Ich habe es nicht herausgefunden, obwohl ich das annähernd 220 Seiten starke Werk aufmerksam und bewußt gelesen habe! Der sogenannte rote Faden hat sich mir nicht erschlossen. Ich befürchte, so wie mir, wird es vielen Lesern ergehen.
Vielmehr hat sich mir beim Lesen immer wieder die Frage aufgedrängt, aus welchen Gründen sich der Autor prädestiniert fühlt, das Thema "Generationenkonflikt" (so es denn überhaupt einen gibt) aufzugreifen. Auch hier tappe ich nach wie vor im Dunkeln.
Dem Autor werfe ich vor, daß die Argumentation im Buch zu flach ist, zu häufig wirft er mit unbewiesenen Behauptungen um sich, zu intensiv stellt er abgegriffene Schlagwörter in den Raum - und läßt sie stehen! Es genügt nicht 144 Literaturstellen anzuführen, um ein gutes Buch zu schreiben. Da müssen die Argumente schon erläutert und diskutiert werden.
Übrigens Herr Doktor Schirrmacher, bitte in Zukunft alle Literaturstellen immer mit Datum zitieren. Das macht die Sache seriöser - und so haben wir es doch alle einmal auf der Universität gelernt!
Es ist mir unklar, warum der Autor einen Krieg der Generationen, so eine Kapitelüberschrift, befürchtet oder erwartet, aus menschlichen Gründen, aus wirtschaftlichen Gründen, aus medizinischen Gründen, oder warum?
Ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. In dieser Form ist es keine Offenbarung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Schirrmachers Angst vor dem Altern, 25. Mai 2010
Von 
Mimir - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Frank Schirrmacher meint, »einen historischen Zeitsprung mitzuerleben.« Für den Umgang mit demselben teilt er sein Buch in 4 Teile. Im ersten Teil beschreibt er »die Heraufkunft der alternden Gesellschaft.« Wer wollte das bestreiten? Leider ist sich der Autor über die biologischen Abläufe wohl noch nicht so ganz im Klaren. Einerseits meint er »es gibt kein Indiz, dass es überhaupt eine Grenze der Lebenserwartung gibt«, andererseits warnt er »Wir leben und sind noch jung, während in Wahrheit das biologische Programm in uns bereits abläuft.«

Gegen den vom Autor wahrgenommenen »Hass auf das Alter« hilft nur das im 2. Teil vorgestellte Komplott. Denn »Hass auf das Alter und die Angst vor ihm sind Urgewalten. Es geht hier nicht um eine Modeerscheinung.« Und »erst wenn wir uns mit dem großen Feind, dem Alter, gegen unsere Selbstdiffamierung verbünden, werden wir die Steinzeit hinter uns gelassen haben.« So gerüstet versucht Schirrmacher den Krieg der Generationen und den Krieg der Kulturen zu gewinnen.

In den beiden letzten Teilen des Buches beschreibt Schirrmacher die Mission, die ihn und irgendwann uns alle antreibt, um die Basis für eine neue Definition des Alters bzw. des Alterns zu schaffen. Zunehmend pauschalisierend und plattitüdenbehaftet, bemerkenswert widersprüchlich und selektiv in seiner Argumentation zeigt sich hierbei der Autor. Es fehlen praktikable Lösungsansätze für die vielfältigen Veränderungen, die eine unleugbar älter werdende Gesellschaft mit sich bringt.

Schirrmacher vermischt seine persönliche Meinung mit scheinbar objektivem Zahlenmaterial und vorgeblich globalen Sichtweisen. Wie beschrieb schon der Verleger Siegfried Unseld die Arbeit mancher Schriftsteller: 'Der Schriftsteller sucht im Grunde nicht DIE Wahrheit, sondern SEINE Wahrheit.' In diesem Sinne hat Frank Schirrmacher seine Weltsicht und seine persönliche Einstellung zum Alter mit großem Tamtam präsentiert, mehr aber nicht.
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