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Das Mental der Zellen
 
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Das Mental der Zellen [Sondereinband]

Satprem
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sechs Milliarden Homo sapiens werden mit der Wirkungslosigkeit ihrer Seinsweise konfrontiert, so wie einst gewisse Fische auf einer austrocknenden Erde die Nutzlosigkeit ihrer Kiemen erkennen mußten.
Wenn diese Fische ihre aquatische Wissenschaft verbessern und neue Flossen und Philosophien erfinden wollten, hätten sie sich völlig geirrt.
Die Frage heißt, ob wir das Mittel finden werden: keine Verbesserung des menschlichen Erstickens sondern eine andere Lebens- und Seinsweise auf der Erde.
Könnte etwa in der Zelle, jener Urmaterie der Welt, eine Bewußtseinsmacht oder eine "Schwingungsart" zu finden sein, welche alle unsere intellektuellen Umwege und auswegslosen Kunstgriffe hinfällig werden läßt?
Dieser Art ist Sri Aurobindos und Mutters unglaubliche Entdeckung in den Körperzellen zu einer Zeit, wo die Erde erstickt. Denn "die Rettung ist physisch", sagte Mutter, die es wagte, mit 80 Jahren an die letzte Pforte des Körpers zu pochen - die ungeheuerlichste Entdeckung seit Darwin.

Der Autor über sein Buch

Satprem wurde 1923 in Paris geboren. Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen Konzentrationslagern. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung zunächst nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Sri Aurobindo, der verkündet hatte: »Der Mensch ist ein Übergangswesen«. Daraufhin verließ er seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Guayana, Brasilien und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, wurde in den Tantrismus eingeweiht, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete.

Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Programm der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte.

Autorenportrait

Satprem wurde 1923 in Paris geboren. Den besten Teil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen KZs. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Sri Aurobindo, der verkündet hatte: "Der Mensch ist ein Übergangswesen". Daraufhin verließ er seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Südamerika und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete.
Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Bewußtsein der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers. Alle Rechte vorbehalten.

Aus der Einleitung: "Ein Reisepaß... wohin?"

Genau fünfzehn Tage nach meinem zwanzigsten Geburtstag trat eine abrupte Änderung in meinem Leben ein, als in einer Stadt in Frankreich an einer Straßenecke Reifen quietschten, Türen knallten und zwei mit Revolvern bewaffnete Männer aus einem Citroën der Kripo sprangen, mich zwischen sich nahmen und wegschleppten - in dreißig Sekunden war es vorbei. Nie wieder werde ich der normalen Menschheit angehören. Die Gestapo, die Verhöre unter den Flutlichtern; Nacht und Tag verflossen ineinander; die Schritte der SS im Gang beim Morgengrauen - heute die Hinrichtung? Morgen? Die eisigen Einzäunungen von Buchenwald; die Gleise in den makellos gekachelten Bädern - ist es für ein Bad? Oder die Dusche unter Gas? Dann... dann... Der Tod eines Menschen ist nicht schlimm. Aber der Tod der Menschheit? Der Tod eines Menschenkindes mit all seinen Träumen, seinen Hoffnungen, seinem Vertrauen in die Schönheit, in die Liebe, in die Unermeßlichkeit eines Lebens, das wie ein zu erobernder Schatz wäre, wie ein zu erforschender Kontinent, ein zu entdeckendes Geheimnis. Dann... dann NICHTS. Der Tod ist etwas, aber das Nichts?

An diesem fünfzehnten November des dreißigtausendsten Jahrhunderts seit dem Erscheinen des Homo sapiens stand ich nackt, verwüstet, wie am Anfang der Zeiten oder an ihrem Ende. Ist der Mensch tot? - Es lebe der Mensch! Was bedeutet ein pochendes Herz... ohne Wissenschaft, ohne Evangelien, ohne Bücher - ohne Land, ohne Gesetz? Alles ist tot, oder noch nicht geboren. Dieses Herz pocht, wie vor der Sintflut oder danach. Wie am Anfang der Welt blickt dieses Kind einer irdischen Spezies auf einen großen leeren Strand, von dem sich eine Möwe in die Luft schwingt.

Was bedeutet dieses Herz? - Ohne Wissenschaft, ohne Wissen, weil alles Wissen zusammenbrach oder noch nicht geboren wurde.

Ein Herz pocht mit der Hoffnung, dem Vertrauen, dem Werden. Es betrachtet die Welt wie ein großes spielerisches Abenteuer - was bleibt zu entdecken, wenn all die alten Werdegänge tot sind, wenn die gesamte menschliche Wissenschaft tot ist, wenn die Götter tot sind, oder noch nicht geboren wurden?

Es ist erschreckend. Es ist wunderbar.

...

Wir sind nicht am Ende einer Zivilisation.

Wir sind in der Zeit, wo der Mensch geboren wird.

Wir haben lange genug mit elektrischen Eisenbahnen, Penizillin und elektronischen Chromosomen gespielt. Und wenn jetzt die Zeit eines anderen Spiels wäre, einer anderen Entdeckung im reinen Pochen des Herzens eines unbekannten Menschen unter seinem abgetragenen Mantel?

Mit zweiundzwanzig, nachdem ich diese Hölle durchgestanden hatte, nahm ich das Leben, dieses falsche Luder, im Zorn auf den Schoß und sagte ihm: "Jetzt, unter uns zweien, wirst du mir dein Geheimnis verraten, ohne Ausreden - dein Geheimnis, nicht das der Bücher, der Maschinen, der Wissenschaft, nicht das des Westens oder des Ostens, keines Landes, sondern das des Landes der wahren Erde. Dein Geheimnis, das in meinem nackten Herzen pocht."

Ich versetzte Himmel und Erde. ... Oh, ich wollte, daß das Fleisch dieses verwüsteten Menschen und diese nichtige, verfluchte und wunderbare Erde ihr Geheimnis in den Himmel schreien. Ich durchlief die Kontinente; ich hörte das Phantom der Gonge in Theben und Luksor schlagen; ich verlor mich auf den roten Pisten von Afghanistan und grub gräco-buddhistische Büsten aus, aber das Lächeln war noch nicht auf meine Lippen gekommen; ich erklomm die Hänge des Himalajas, suchte in Adlernestern nach den Schätzen der Rajput-Prinzen; ich rauchte Opium, wie man sich ertränkt; ich meißelte alle Pforten dieses Körpers, aber das Geheimnis war noch immer nicht zugegen; ich tauchte in den Urwald in Guyana, lauschte in der Nacht den Schreien der Brüllaffen wie einem bestialischen Chor vom Weltanfang; ich durchquerte Brasilien, Afrika, immer auf der Suche nach der Gold- oder Glimmermine oder irgendeiner Mine, doch die eigentliche Mine in der Tiefe meiner Haut lieferte noch immer nicht ihr Geheimnis; ich kehrte zurück, um Indien zu konfrontieren, erkämpfte das Geheimnis der Yogis, meditierte mit ihnen, verlor mich mit ihnen auf den ätherischen Gipfeln, aber die Erde, diese Erde verriet noch immer nicht ihr Wunder; ich bettelte auf den Straßen, nutzte den Körper bis auf die Knochen ab, betete in den Tempeln, pochte an alle Tore, aber das einzige Tor, das endlich dieses Herz erfüllen würde, öffnete sich nicht.

Dann war ich wieder nackt. Gab es denn keine andere Hoffnung, als Elektronik, Bomben, falsche Weisheiten anzusammeln - oder wahre Weisheiten, die euch in den Himmel versetzen, aber die Erde auf ihren zwei Beinen verrotten lassen?

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