Wer an diesem Buch Gefallen finden möchte, sollte sich zunächst einmal für italienischen Ökoaktivismus interessieren, besser noch, sich mit der alternativen Szene identifizieren können - der Rest der Gesellschaft erscheint aus Sicht der Handelnden nämlich ziemlich bizarr.
Abgesehen davon, muss man es schon mögen, wenn der Protagonist in einem an Besessenheit grenzenden Ausmaß in eine Frau vernarrt ist und sein einzig wahres Interesse allen Details ihrer Erscheinung gilt. Penetrant, nicht nachvollziehbar und teilweise ein wenig gruselig, die Faszination, die diverse Eigenschaften wie, "ihr Salzgeruch", "Zucker an ihrem Kinn", die weißen Hände, der schwarze Anorak etc., permanent auf ihn ausüben.
Da die eigentliche Geschichte aus Sicht des Ich-Erzählers nicht im Vordergrund steht, sondern vielmehr eben diese Fixiertheit auf eine Person, baut sich für den Leser keine wirkliche Spannung auf - im Gegenteil - mein Interesse wurde von Seite zu Seite geringer, so dass ich gegen Ende des Buches überlegte, ob sich das Weiterlesen überhaupt noch lohnte. Rückblickend muss ich sagen, hat es sich nicht wirklich, nein.