Die hilfreichsten Kundenrezensionen
79 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Andere Ufer. Gegen den Strom, bzw. gegen das Meer der Motzbacken., 19. September 2006
Wem der Name der Autorin "Diana Gabaldon" nichts sagt, der wird wohl kaum auf "Das Meer der Lügen" stoßen. Diana Gabaldon hat sich seit Jahren - ich habe ihr erstes Buch 2001 gelesen - einen Namen gemacht, mit ihrer "Highland Saga". So wird die faszinierende Zeitreise der Engländerin Claire zurück ins 18. Jahrhundert genannt. Claire landet zunächst in Schottland, wo sie Jamie kennerlernt und, ach wer Interesse an der "Geschichte" der beiden hat, sollte sie doch einfach mal lesen - aaaaber sich dabei vieeeeeeeel Zeit nehmen, denn Frau Gabaldon hat mittlerweile sieben Bände geschrieben; jeder Roman so dick, dass ein Gelegenheitsleser beim Anblick vermutlich wegläuft! - Also im Klartext dürfte es sich um gut 9.000 Seiten handeln, und kein Großdruck! :-) Wer jetzt noch Interesse hat, sollte weiter lesen, bzw. den dürfte meine Kritik am "Meer der Lügen" interessieren. Viele Fans von Gabaldons Highland-Saga waren enttäuscht vom "Meer der Lügen" weil es wohl nicht so spannend und nicht so reich an Worten bebildert ist. Außerdem ist "Das Meer der Lügen" eher ein Krimi, als ein Schmachtfetzen. - Lieber Leser, das ist - finde ich - eine Sache der Erwartungen. Wenn man das Vorwort von Frau Gabaldon liest und einige Zusatzinformationen, dann sind diese Trotz-Reaktionen der Leser(innen) von Frau Gabaldon vorhergesehen worden; sie hat's trotzdem veröffentlicht. - Das finde ich mutig. Ach, übrigens - ich mag "Das Meer der Lügen" sehr und Lord John, um den sich dieser Roman (Krimi) dreht auch. Lord Johnathan Grey ist ein alter Bekannter aus den Highland Sagas, besser gesagt: Jamie Fraser (Schotte aus dem Bilderbuch) hatte mit dem Engländer John Grey in Ardsmuir (einem Gefängnis!) die (zunächst eher unangenehme) Bekanntschaft gemacht. Jamie als Gefangener, John als Aufseher. Jamie ein Mann aus dem Bilderbuch (der nur an seine Claire denken konnte). John ein Mann vom anderen Ufer, der's wohl auf Jamies hübschen Hintern abgesehen hat ... Aber diese brisante Bekanntschaft ist nicht das Thema im "Meer der Lügen"; das alles wird nur am Rande erwähnt. - Obgleich Diana Gabaldon sehr unverblümt über die Schwulenszene im London des 18. Jahrhundert erzählt, wo Lord John Grey - selber schwul - in diesem Milieu ermitteln muss. Und das am besten, ohne sich zu enttarnen. John Grey ermittelt in seinem eigenen Interesse und schnüffelt im Privatleben des Verlobten seiner Cousine, der vermutlich an einer besonders unangenehmen Krankheit ("Syph") leiden könnte - zusätzlich bekommt im Auftrag ihrer Majestät noch einen Sonderauftrag: Den Mord an einem vermeintlichen Spion zu klären. Diesmal hat Frau Gabaldon es geschafft einen Roman in normaler Länge ("nur" 400 Seiten) zu schreiben und das erste, was mir am Ende durch den Kopf schoss war: "Das las sich aber angenehm!" Keine spektakuläre Lektüre. Ein interessant historisch angehauchter Krimi. Schlicht und einfach eine angenehme abwechslungsreiche, lockere und unaufregende Lektüre. Mit den für die Autorin üblichen Erklärungen von Krankheiten und medizinischer Versorgung in jener Zeit; das macht "Das Meer der Lügen" zu einem typischen Gabaldon Roman. Ach ja - eine Bitte: Man soll sich von schlechten Kritiken nicht abschrecken lassen, sondern selbst entscheiden. ;-) Die Autorin ist ihrem Schreibstil durchaus treu geblieben; und der will zumindest mir einfach nur gefallen. Tipp für Interessierte: Weitere Geschichten um "Lord John Grey" sind übrigens schon als Taschenbuch mit dem Titel "Die Hand des Teufels" im Handel erhältlich. Kost' auach nicht die Welt. ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Als nicht-Highland-Leserin..., 11. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Meer der Lügen: Ein Lord-John-Roman (Taschenbuch)
Diana Gabaldon - Das Meer der Lügen London, Mitte des 18. Jahrhunderts: Im Herrenclub "Gesellschaft zur Wertschätzung des englischen Beefsteaks" macht Lord John Grey eine erschreckende Entdeckung- der Ehrenwerte Joseph Trevelyan, zukünftiger Ehemann von Greys Cousine, leider an Syphilis. Der einzige Ausweg, den Grey sieht, ist der, die Verlobung zu lösen, und das möglichst diskret. Doch nicht nur dieses Problem sucht nach einer Lösung, denn bald wird ein toter Offizier gefunden, der unter Spionageverdacht stand, und dessen Spur zu Joseph Trevelyan führt... Trotz der weit verbreiteten Meinung, dieses Buch sei bloßes Mittelmaß, hat es mir gut gefallen. Mrs Gabaldons Schreibstil ist flüssig und einfach, sie unterlässt größtenteils überflüssige Beschreibungen und kommt schnell auf den Punkt, ebenso wie ihre Charaktere. Es ist erfrischend, wie ungeblümt Lord John manchmal die Wahrheit sagt, und wie menschlich ihre anderen Figuren sind. Da wird nichts verschönt- wenn Lord John den Tag in den Slums von London verbracht hat kommt er auch dementsprechend heim, und nicht so, als wäre er grade aus der Waschmaschine gestiegen. Leider war die Handlung wegen des vielen hin- und herspringens zwischen Greys "privaten" Nachforschungen und den "offiziellen" teilweise etwas verwirrend, aber mir wurde alles im laufe des Buches viel klarer. Fazit: Lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
War neugierig und skeptisch - aber doch, ja !, 13. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Meer der Lügen: Ein Lord-John-Roman (Taschenbuch)
Mal ganz losgelöst von den Gabaldon-Highland-Büchern um Jamie und Claire (Bin absoluter Fan, alle mind. 3xgelesen und voller Erwartung auf den 6. Band, für den ich mir gaaanz sicher 24-Stunden-NonStopp-Leserunde vorgenommen habe!) ist es ein guter historischer Krimi. Und die Person Lord John's wird einem richtig sympathisch. Natürlich, wenn man in der Erwartung auf die Highland-Saga an das Buch herangeht, könnte man enttäuscht sein. Denn es tauchen zwar in Lord John's gedanklichen Monologen einige Male die Erinnerungen an James Fraser auf, aber sie haben keinen Bezug auf den vorliegenden Krimi. Und den finde ich - nur für sich betrachtet - wirklich gut. Ein interessanter Plot, jede Menge kriminelle Energie bei den "Mitspielern" - und das aus jeweils überraschenden (oder nachdem die Umstände klar waren, doch nicht so überraschenden ?!) Gründen. Schöner, flüssiger Schreibstil, mit ernsthaften und auch humorvollen Passagen und dem ganz besonderen "Witz", der auch in Diana Gabaldon's Highland-Büchern zu finden ist. Eine Fortsetzung von Lord-John-Romanen würde ich jederzeit kaufen. In diesem 1. Roman ist er kurz nach der Rückkehr aus Ardsmuir in London angelangt und hat sein gesellschaftliches Leben dort wieder aufgenommen. Seine Cousine Olivia steht kurz vor der Hochzeit mit dem ehrenwerten Sir Trevelyan - und genau diesen betrachtet Lord John (äh,hmtja - aufgrund seiner ganz persönlichen "Neigung" ) beim Pinkeln etwas genauer und sieht ein Syphilis-Wundmal auf dessen "bestem" Stück. Also beschließt er, dass die Hochzeit unmöglich stattfinden kann und er Gründe finden muss, aus denen der - so scheint es - nicht mehr ganz so ehrenwerte Sir Trevelyan von sich aus die Hochzeit absagt, um jeden möglichen Skandal von Olivia abzuwenden. Bevor er sich an entsprechende Nachforschungen machen kann, wird er in einen Mordfall an einem Regimentskollegen verwickelt, bei dem es um gestohlene, höchst brisante Regierungsdokumente geht. Im Zuge dieser Morduntersuchung entdeckt Lord John entsetzt, dass es wohl nicht nötig sein wird, separat seinen privaten Erkundigungen nachzugehen, denn der Ehrenwerte Sir Trevelyan scheint auf höchst mysteriöse und delikate Weise in den Mordfall verwickelt zu sein. Und Lord John sieht sich immer mehr in London's spezieller Halbwelt unterwegs, Fragen stellend und Antworten findend, die ihn in ein lebensgefährliches Netz treiben. Mord, perfide Intrigen, Erpressung und höchst verzweifelte Liebe sind die Fäden, die dieses Netz gesponnen haben......
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|