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Das Meer der Erinnerung.
 
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Das Meer der Erinnerung. [Taschenbuch]

Erri De Luca
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 126 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 2., Aufl. (August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499227436
  • ISBN-13: 978-3499227431
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 680.894 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es ist ein heißer Sommer in den fünfziger Jahren auf Ischia, und für den sechzehnjährigen, stillen, grüblerischen Jungen der letzte Sommer seiner Kindheit. Die langen Ferientage verbringt er mit dem Fischer Nicola. Von ihm läßt er sich draußen auf dem Meer erzählen, wie es im Krieg war.

Eines Tages taucht am Strand ein fremdes Mädchen auf. Caia hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sie spricht auch mit einem unbekannten Akzent und sie gefällt ihm auf Anhieb. Nach und nach puzzelt der Junge immer mehr Einzelheiten aus Caias Leben zusammen: Sie ist Jüdin und ihre Eltern wurden während des Holocausts ermordet. Während seine Umgebung verbissen versucht, den Krieg schleunigst zu vergessen, geht es dem Jungen darum, zu verstehen, was während des Krieges geschehen ist, um seinen eigenen Standpunkt im Leben zu bestimmen.

Es kommt zur Eskalation, als eine Gruppe deutscher Touristen abends in einem Lokal Nazi-Lieder anstimmt. Der aufkommende Schirokko bringt die Gemüter zum Kochen. Den Jungen treibt diese aufgeladene Atmosphäre, zu einer gräßlichen, unüberlegten Tat, die für die Erwachsenen, die sich darum bemühen, nicht mehr in alten Feindbildern zu denken, unverständlich ist. Für ihn aber ist es eine Frage der Verantwortung, die er so gerne für die Vergangenheit übernehmen möchte, aber dabei vergißt, daß er neue Schuld auf sich lädt.

Das Meer der Erinnerung ist ein schmaler Roman, der vom Charakter eher eine Novelle ist, jedoch nach der Lektüre eine lange Nachwirkzeit hat. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ein ebenso behutsames wie unverhülltes Bild der italienischen Gesellschaft der Nachkriegszeit: Aus der Sicht des Heranwachsenden erzählt De Luca von der Ohnmacht der jüngeren Generation, die mit Lust die Welt entdeckt und dabei unvermeidlich auf das Erbe der Eltern stößt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Erwachsenwerden 28. September 2004
Format:Taschenbuch
Inhalt des Romans ist die Geschichte des 16-jährigen Ich-Erzählers, der die Sommer auf Ischia verbringt. Zu erwachsen für seine gleichaltrigen Schulkameraden, sucht er die Nähe des schweigsamen Fischers Nicola, der ihn lehrt „das Meer zu lesen". Es sind die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, und der noch nahe Weltkrieg ist das Tabuthema in der Familie. Lediglich Nicola berichtet von seiner Soldatenzeit auf dem Balkan und von der Endphase des Krieges, in der die Deutschen von Verbündeten zu verhassten Besatzern Italiens wurden. Es ist der Sommer, in der der Erzähler die geheimnisvolle Caia kennen lernt und sich in sie verliebt. Er erfährt ihren richtigen Namen, dass sie Jüdin ist und dass ihre Eltern dem Holocaust zum Opfer fielen. Die Liebe zu Caia und der Abscheu vor den satten und selbstgerechten deutschen Touristen, die betrunken SS-Lieder anstimmen, verleiten den Erzähler zu einer verzweifelten Tat...

Auch wenn die Inhaltsangabe dies nicht vermuten lässt, handelt es sich erneut bei De Luca um ein sehr stimmungsvolles, atmosphärisches Buch, das den Leser den Sommer, das Meer und die harte aber freie Arbeit der Fischer fühlen lässt. Auch der moralische Anspruch des Buches drängt sich nie störend in den Vordergrund.

Der Roman bezieht seine atmosphärische Dichte zweifellos aus dem Selbsterlebten, den autobiographischen Teilen. (Der Fischer Nicola z.B. ist sehr real und war nach Erscheinen des Buches gesuchter Interviewpartner der Medien) Etwas zwiespältig - insbesondere für den deutschen Leser - sind die Schilderungen der unverbesserlichen, als Herrenmenschen auftretenden und Nazi-Lieder grölenden Deutschen, die so klischeehaft daherkommen, dass man befürchten muss, sie entsprechen der Wahrheit. Insgesamt ist dieser Roman für mich eine wichtige Entdeckung dieses Jahres und war der Anlass, mehr von De Luca zu lesen.

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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tu, mio 9. August 2006
Format:Taschenbuch
Erri De Luca: Das Meer der Erinnerung
"Vos is main solo antkegn aiere corn"! Es gibt wenige Buecher,
die den Hauch der Wahrheit und der Unvergaenglichkeit in sich
haben. "Tu, mio" gehoert zu jenen Werken, die sowohl aus der
Quelle der Hippokrene als auch aus dem Kaddisch fuer Trauernde
gespeist werden. Gerade jetzt, wo in Deutschland wieder ein
gespenstisches Fahnenmeer aus dem Dunkeln erscheint, wo wieder
das Gegröle der "Leitkultur" zu vernehmen ist, gerade jetzt
ist dieses Buch wichtiger denn je. "Was ist mein Solo gegen
euren Chor", mit diesem Zitat Itzik Mangers beginnt "Tu, mio",
und damit moechte ich auch schließen. Wer sich selbst sucht,
sollte dieses Buch lesen. Siegfried Lebherz
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich wollte ein Buch mit maritimer Stimmung, bei dem man das Salz des Meeres auf den Lippen, den Wind im Haar und die Wärme des Frühsommers auf der Haut spürt, ein Buch, das nur so sprüht vor gleißendem Sonnenlicht und dem verführenden Azur über einem endlosen Mittelmeer. Und was bekam ich? "Meer" im Titel und hinter dem Einband die Nachwehen des 2. Weltkrieges, die Verarbeitung der Nazizeit und Judendeportation durch einen italienischen Halbwüchsigen, einen Mix aus politischer Thematik und der ersten Liebe, abgefasst in einem leeren Monolog voller Worte, der bis auf gedämpfte Melancholie und Schwermütigkeit keine Stimmung verbreitet.
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