Kurzbeschreibung
Daß eine Anthropologie der Medien möglich ist, zeigt die Verbindung von Human-, Medien- und kultureller Evolution bei André Leroi-Gourhan, die den Bogen von der Paläoontologie zu modernen Medienverhältnissen spannt. Solche Rahmenvorstellungen müssen historisch und auch theoretisch konkretisiert werden. Daher betont diese Arbeit eine Koppelung von Medien- und Erfahrungsbegriffen.Daß eine Anthropologie der Medien möglich ist, zeigt die Verbindung von Human-, Medien und kultureller Evolution bei Andre Leroi-Gourhan, die den Bogen von der Paläontologie zu modernen Medienverhältnissen spannt. Solche Rahmenvorstellungen müssen historisch und auch theoretisch konkretisiert werden. Daher betont diese Arbeit eine Koppelung von Medien- und Erfahrungsbegriffen. Dabei werden Medien als die Ermöglichungsformen 'liminaler' bzw. 'liminoider' Erfahrungen beschrieben, also Formen gesteigerter Erfahrung, deren Vollzugsformen zwar sozial oder kulturell vorgeprägt sind, die aber nicht, oder nicht nur, mit den 'dahinterstehenden' soziopolitischen Ideologien und Machtinteressen zu berechnen sind. Das Buch beschreibt repräsentative Profile solcher Medien- und Erfarhungsprägungen in kulturvergleichender Optik.
Umschlagtext
Daß eine Anthropologie der Medien möglich ist, zeigt die Verbindung von Human-, Medien- und kultureller Evolution bei Andre Leroi-Gourhan, die den Bogen von der Paläoontologie zu modernen Medienverhältnissen spannt. Solche Rahmenvorstellungen müssen historisch und auch theoretisch konkretisiert werden. Daher betont diese Arbeit eine Koppelung von Medien- und Erfahrungsbegriffen. Während der Erfahrungsbegriff in der Philosophie kaum mehr eine Rolle spielt und in der Systemtheorie fast völlig verabschiedet ist, feiert er in einer neueren Form medientheoretisch interessierter amerikanischer Anthropologie ein Comeback: Medien werden als die Ermöglichungsformen »liminaler« bzw. »liminoider« Erfahrungen beschrieben. Dabei handelt es sich um Formen gesteigerter Erfahrung, deren Vollzugsformen zwar sozial oder kulturell vorgeprägt sind, die aber nicht, oder nicht nur, mit den >dahinterstehenden< soziopolitischen Ideologien und Machtinteressen zu berechnen sind. Das Mediale und das Imaginäre beschreibt repräsentative Profile solcher Medien- und Erfahrungsausprägungen in kulturvergleichender Optik.