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Das Massaker von Katyn
 
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Das Massaker von Katyn

Maja Ostaszewska , Artur Zmijewski , Andrzej Wajda    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Movieman.de

Ein Kriegsfilm aus polnischer Sicht ist ungewöhnlich, aber dafür umso packender. Und das gilt besonders, weil der Film sich nicht nur auf die Zeit des Krieges einlässt, sondern auch die Jahre danach zeigt. Das wird vergleichsweise fragmentarisch dargestellt. Die Handlung springt mehrmals von 1939 bis nach 1953. Ein wenig irritierend ist dabei, dass Ort- und Zeitangabe in der ersten Hälfte des Films stets eingeblendet werden, dies in der zweiten jedoch vernachlässigt wird, so dass man aufmerksam sein muss, in welcher Zeitperiode man sich gerade befindet. Man muss sich auf den Stil des Films einlassen. Viele Figuren tauchen auf, werden aber nicht übererklärt. Vielmehr erwartet der Film vom Zuschauer aktives Mitarbeiten, um die Lücken in der zeitlichen Abfolge zu füllen. Das ist ein intellektuell sehr befriedigender Akt, denn der packende Film sorgt nicht nur für emotionale Wirkung, sondern ist auch durch die gewählte Struktur ein Meisterwerk, das sich langsam öffnet und dem interessierten Zuschauer erschließt. Neben den persönlichen Schicksalen von Soldaten und Angehörigen ist dies aber auch ein wichtiger Film, weil er zeigt, wie Propaganda in Krisenzeiten genutzt wird, wie das Massengrab des Feindes zum eigenen Vorteil genutzt wird, während man versucht, die eigenen Leichen zu verscharren. Das Massaker von Katyn wurde von den Sowjets lange Zeit den Nazis in die Schuhe geschoben. In Polen wussten viele die Wahrheit, doch darüber zu sprechen war verboten. Dieser Film zeigt nun eindrucksvoll, mit welcher Menschenverachtung hier agiert wurde. Dementsprechend sind die letzten 20 Minuten des Films auch kaum abzuschütteln. Fazit: Bemerkenswerter Film in Inhalt und Struktur.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild des Films ist sehr überzeugend. Die Farben sind etwas erdig und bronzen geraten, was für die Stimmung als period piece durchaus wichtig ist. Einzig starke Primärtöne wie Rot werden dadurch beeinflußt (Fahne bei 00:36:26). Hauttöne wirken jedoch stimmig. Rauschen ist nur marginal vorhanden und die Kompression arbeitet makellos. Der Kontrast könnte ein wenig mehr Schwarzwert vertragen. Schwarzflächen tendieren ein wenig ins Gräuliche (00:29:33). Die Detailwiedergabe ist auf sehr hohem Niveau (Haarsträhne bei 00:57:52 oder Manteltextur bei 01:17:52). Leichte Halos fallen bisweilen auf. Der Ton ist in beiden Sprachfassungen in etwa gleichwertig. Dialoge klingen im Deutschen wie auch im Polnischen sehr natürlich und differenziert. Effekte sind gut gesetzt, wobei dies kein Film der großen Actionmomente wäre. Aber wenn ein Schuss abgefeuert wird, dann hallt er auch beeindruckend nach. Einziges Extra ist ein kurzes Intro des Regisseurs. Es gibt jedoch auch eine Special Edition mit mehr Extras. --movieman.de

VideoMarkt

Die Polin Anna und mit ihr zahlreiche andere Frauen fragen sich, was mit ihren im Krieg verschollenen Ehemännern, Vätern und Söhnen passiert ist. 12.000 Offiziere wurden 1940 im Wald von Katyn von Sowjets hingerichtet. Die Russen bezichtigen jedoch aus Propagandagründen die Nazis des Massakers. Anna hat noch Hoffnung, weil ihr Mann Andrzej nicht auf der Todesliste von Katyn auftaucht - wegen eines Irrtums. Denn Andrzej trug bei seinem Tod den Pullover seines Freundes Jerzy, der nach dem Krieg zurückkehrt.

Video.de

Altmeister Andrzej Wajda arbeitet in dem für den Auslands-Oscar nominierten, kraftvollen und reifen, mit elegischer Optik und Musik ausgestatteten Drama das polnische Trauma des Massakers von Katyn auf. Dieses dient als Rahmenhandlung, Kern ist die exemplarische Geschichte von der von Maja Ostaszewska intensiv gespielten Anna und ihres Mannes Andrzej. Die Schilderung des Massakers selbst ist erschütternder, quälender und schmerzhafter Schlusspunkt. Meisterhaftes, aber sperriges Kino, das man Cineasten empfehlen sollte.

Blickpunkt: Film

1940 wurden 12.000 polnische Offiziere von Sowjets hingerichtet. Die Frauen der Opfer stellen Fragen. Das kraftvolle und reife, für den Auslands-Oscar nominierte Drama von Altmeister Andrzej ist sperriges Kino für Cineasten.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Kraftvolles und reifes Drama von Altmeister Andrzej Wajda, der das polnische Trauma des Massakers von Katyn aufarbeitet.

Kurzbeschreibung

September 1939. Polen wird von Deutschland aus dem Westen und Russland aus dem Osten zerrieben. Tausende sind auf der Flucht, die Krakauer Uni wird geschlossen, Professoren werden nach Sachsenhausen deportiert. Die Rote Armee und der Geheimdienst NKWD treiben polnische Offiziere zusammen und schicken sie in Arbeitslager. Anna (MAJA OSTASZEWSKA) hat mehrere hundert Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, um nach ihrem Mann zu suchen, dem Offizier Andrzej (ARTUR ZMIJEWSKI). Tatsächlich findet sie ihn, kurz vor seinem Abtransport in ein Lager. Sie sehen sich nie wieder: Andrzej zählt zu den mehr als 22.000 Polen, die im April 1940 in den Wäldern von Katy ermordet und in Massengräbern verscharrt werden. Nach dem Krieg kämpfen Anna und andere Witwen verzweifelt um das Andenken ihrer Männer und werden deshalb von der russischen Führung verfolgt, die den Nazis das Massaker von Katy in die Schuhe schieben will.

Rezension

"Ein Meisterwerk" (Blickpunkt Film)

"Die letzten zwanzig Minuten von Wajdas Katyn gehören zu dem Eindrucksvollsten, das je im Kino vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gezeigt wurde." (Der Spiegel)

"Ein erschütterndes Kriegsdrama ... ein tief beeindruckendes Zeugnis über das beispiellose Kriegsverbrechen." (Abendzeitung München)

Produktbeschreibungen

September 1939. Polen wird von Deutschland aus dem Westen und Russland aus dem Osten zerrieben. Tausende sind auf der Flucht, die Krakauer Uni wird geschlossen, Professoren werden nach Sachsenhausen deportiert. Die Rote Armee und der Geheimdienst NKWD treiben polnische Offiziere zusammen und schicken sie in Arbeitslager. Anna (MAJA OSTASZEWSKA) hat mehrere hundert Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, um nach ihrem Mann zu suchen, dem Offizier Andrzej (ARTUR ZMIJEWSKI). Tatsächlich findet sie ihn, kurz vor seinem Abtransport in ein Lager. Sie sehen sich nie wieder: Andrzej zählt zu den mehr als 22.000 Polen, die im April 1940 in den Wäldern von Katyn ermordet und in Massengräbern verscharrt werden. Nach dem Krieg kämpfen Anna und andere Witwen verzweifelt um das Andenken ihrer Männer - und werden deshalb von der russischen Führung verfolgt, die den Nazis das Massaker von Katyn in die Schuhe
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