Ich kann nicht verstehen, warum sich hier so viele über die Untertitel der Bücher oder über den einfachen Schreibstil aufregen. Erstens sind es ganz klar Jugendbücher, deren Handlung überwiegend aus der Sicht von Jugendlichen geschildert wird und zweitens ist DAS MARSPROJEKT im Prinzip EINE große (fünfbändige) Geschichte, der man halt pro Band mehr oder weniger passende Untertitel verpasst hat, um sie auseinander zu halten. Wichtiger ist doch, ob die Handlung funktioniert und sich die Geschichte plausibel, spannend ohne Längen und flüssig liest und das ist auf jeden Fall gegeben. Auch die Wiederholungen von Ereignissen ist hilfreich, wenn man die Bücher nicht in einem Rutsch liest, sondern jeweils zum Erscheinungsdatum, da zwischen zwei Büchern Jahre liegen können und man sich an bestimmte wichtige Details mit Sicherheit nicht mehr erinnert.
Zum Inhalt selber kann ich nur sagen, dass der zweite Teil mit seiner Sabotage-Geschichte und Urs als neuem Charakter eine noch größere Spannung erzeugt, als es schon in Teil 1 der Fall war und das Tempo bis zum offenen Ende durchhält. Wer eine tolle Science Fiction Geschichte sucht, deren Verlauf auch in der Realität so denkbar wäre, aber auch einen gewissen Mystery Faktor aufweist, wird hier gut bedient. Die kurzen Kapitel, die meistens am spannendsten Moment unterbrochen werden, erinnern zeitweise an TV Serien, wie etwa LOST: man kann es nicht erwarten, wie es weitergeht und alleine dafür lohnt sich die Anschaffung der Bücher.
Ich lese übrigens gerade den vierten Band und bin überzeugt, das Eschbach wie in seinen anderen Büchern auch, die Handlung rund, schlüssig und eventuell mit der einen oder anderen Überraschung schließen wird.