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Das Markusevangelium, Teil 1, Mk 1,1 bis 9,13
 
 
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Das Markusevangelium, Teil 1, Mk 1,1 bis 9,13 [Illustriert] [Gebundene Ausgabe]

Eugen Drewermann
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Patmos; Auflage: 9. A. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3530168718
  • ISBN-13: 978-3530168716
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,5 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 470.093 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eugen Drewermann
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Dr. theol. Eugen Drewermann, geboren 1940, ist wohl der bekannteste Theologe der Gegenwart. Nach Entzug seiner Lehrerlaubnis und Suspension vom Priesteramt arbeitet er als Therapeut und Schriftsteller. Zahlreiche Buchpublikationen, darunter zahlreiche Märcheninterpretationen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bilder der Erlösung 23. August 2007
Von Gernleser
Format:Gebundene Ausgabe
Seit fast 20 Jahren steht Drewermann`s Werk in meinem Bücherregal und erst jetzt fand ich Zeit und (?) Mut, das Buch zu lesen. Ich bereue, es nicht viel früher getan zu haben!

Drewermann geht bei seiner Interpretation des Markus Evangeliums von folgender Überlegung aus: Die Bibel ist weder ein historischer Tatsachenbericht noch ein reines Märchenbuch; vielmehr geht es um Zusammenhänge, die, unabhängig von ihrem individuellen historischen Gehalt, wahr sind. Diese Wahrheit ist aber nicht durch Haarspalterei, aufgehängt an einzelnen Worten oder Sätzen, zu begreifen, sondern es geht um das Grundsätzliche. In einfacheren Worten, um die Moral von der Geschicht! Und so zeichnet Drewermann ein Bild von Jesus und seinen Aussagen und Taten, das keinen erhobenen Zeigefinger beinhaltet, maßregelt oder sich selbst als die alles mit letzter Gewissheit interpretierende Instanz sieht. Für ihn besteht die Botschaft des Markus Evangeliums im Bild der Erlösung. Dabei meint er nicht die Erlösung von der Sünde, sondern die Erlösung von der Angst. Der Angst, die uns alle in so mannigfaltiger Sicht und so konstant und wiederkehrend befällt. Die Angst vor dem Sterben, der Leere, dem Versagen, der Liebe, dem Nicht-Geliebtwerden, einer schweren Erkrankung, Unheil schlechthin und so weiter und so fort. Dem Leser wird bei der Eigenreflexion sehr schnell klar, welche Ängste ihn selbst derzeit beschäftigen. Und dieser Angst setzt Jesus die Liebe Gottes entgegen, die es gilt mit Vertrauen aufzugreifen und die uns alle vor eben jener Angst in allen ihren Formen schützt!
Weiterhin interpretiert Drewermann auch das Verhältnis zu den Pharisäern und Schriftgelehrten. Nicht als Personen, aber in ihrem Verhalten sind sie Jesus verhasst. Er sieht in ihnen das schlimmste Übel. Damit ist eben jener Menschentyp gemeint, der denkt, die genaue, buchstabengetreue Befolgung der Regeln führt zum ewigen Heil. Und hier weist eben auch Jesus den Weg, der da heißt: nicht die Regeln zu befolgen ist das Ziel, sondern den Menschen zu lieben und wenn es eben bedeutet, dass die Regeln gebrochen werden müssen, dann ist es eben so!

Fazit: Mir hat dieses Buch viel gegeben und ich hätte es vermutlich schon viel eher lesen sollen. Ja, auch ich habe viele Ängste, obwohl ich von meinen Mitmenschen als eher angstlos eingestuft werde. Dieses Buch hilft mir, mit diesen Ängsten besser umzugehen. Besonders gut gefallen hat mir auch der Teil zum Thema Pharisäertum; gerade in einer Welt, in der die political correctness" so hoch angesehen ist und eine Welt, die Stunde um Stunde neue SOP`s (Standard Operating Procedures) hervorbringt, ist es wichtig, sich die eigene Zivilcourage zu bewahren und unsere Regelwerke in Bezug auf deren Menschlichkeit deutlichst zu hinterfragen. Ich freue mich schon auf Teil 2 seiner Interpretation!
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22 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eugen Drewermann ist gelernter Theologe, hat aber vor einigen Jahren die Lehrerlaubnis entzogen bekommen und ist jetzt Schriftsteller.
In seinem Buch "Das Markusevangelium" bietet Drewermann eine sehr gelehrt wirkende "Deutung" des Markusevangeliums aus tiefenpsychologischer Sicht. Belesenheit kann man Drewermann nicht absprechen, und seine Gedanken zum menschlichen Geist und zum Leben im allgemeinen sind sicherlich auch nicht schlechter oder uninteressanter als die der vielen anderen Hobbypsychologen und Lebenshilfe-Ratgeberschreiber auch.
Nur: Mit dem "Markus"-Evangelium geht der Mann so liederlich um wie Erich von Däniken mit Hesekiel und dem Rest des alten Testamentes. Völlig anachronistische Gedanken werden in den Text hineingelesen, mit Verwegenheit und ohne klare Grundsätze wird da umgedeutelt, allegorisiert und metapherisiert, was sonst nicht ins eigene tiefenpsychologische Modell paßt, und mit Verwegenheit der Sinn des Textes bis zur Unkenntlichkeit und Beliebigkeit verbogen, so daß Generationen von Philologen und nach ihren Methoden arbeitenden historisch-kritischen Theologen sich im Grabe umdrehen. Oder wo auch immer sie sonst jetzt weilen mögen. Mit den hermeneutischen Taschenspielertricks Drewermanns kann man jedenfalls auch aus einem Mickymaus-Comic die Grundsätze der allgemeinen Relativitätstheorie herausfischen.
Dabei sind Drewermanns Ideen und Gedanken gar nicht uninteressant und zum Teil sehr respektierlich. Nur sind es halt seine eigenen Vorstellungen von Gott und der Welt, die er nur frei assoziierend mit ein paar Bibelstellen in Verbindung bringt. Es ist einfach intellektuell unredlich, das ganze als Interpretation eines Bibeltextes und damit als urchristliches Gedankengut zu verkaufen.
Auch wenn mich die internen Vereinsquerelen der Kirchen ansonsten nicht groß interessieren: Es ist zumindest nachvollziehbar, wenn eine auf ihre Tradition und Einheitlichkeit der Lehre bedachte Organisation Menschen wie Drewermann die Berechtigung abspricht, in ihrem Namen zu sprechen und zu lehren.
In diesem Buch zeigt sich Drewermann als ziemlich halbherzig: Ganz offenbar behagen ihm die traditionellen christlichen Lehren nicht (was ich ihm nicht verübeln kann), und er liebäugelt eher mit einer psychologisch geprägten Weltanschauung. Ihm fehlt aber anscheinend der Mut oder die intellektuelle Redlichkeit, dann auch konsequent mit dem Christentum zu brechen; stattdessen flieht er lieber in haarspalterische Detailkritiken und in ziemlich hanebüchene Umdeutungen der traditionellen Texte.

Das scheint durchaus ernst gemeint zu sein, ist aber kaum ernst zu nehmen.

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