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Das Manuskript der Verführung Gebundene Ausgabe – September 2005


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Hammer, P; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3779500353
  • ISBN-13: 978-3779500353
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 4,6 x 21,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 503.026 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gioconda Belli, in Managua/Nicaragua geboren, studierte in Spanien und den USA. Ihre ersten Gedichte erschienen 1970, im selben Jahr schloss sie sich dem Widerstand der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN gegen die Somoza-Diktatur ihres Landes an. Ihr politisches Engagement führte sie 1975 ins Exil nach Mexiko, später nach Costa Rica. 1976 wurde sie durch ein Gericht Somozas in Abwesenheit zu sieben Jahren Haft verurteilt. 1984 vertrat sie die FSLN im Nationalen Rat der politischen Parteien und wurde geschäftsführende Sekretärin des Wahlausschusses. Sie war Redakteurin der Kulturzeitschriften „Ventana“ und „Nuevo Ananecer Cultural. Gioconda Belli ist Mutter von vier Kindern und lebt heute mit ihrem Mann in Santa Monica/USA.

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Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 24. Oktober 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Wie in den Vorgängerromanen der nicaraguanischen Autorin G. Belli sind es wieder starke Frauen, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Ob es eine oder zwei sind, das sollten sich alle, die das Buch zur Hand nehmen, selbst entscheiden. Lucia, 17 Jahre alt lebt in einer Klosterschule und wird von Manuel, einem Geschichtsdozenten in die Geschichte der spanischen Prinzessin Johanna (die Wahnsinnige) ver- oder geführt. Eine Geschichte des ausgehenden 16. und beginnenen 17. Jahrhunderts wird aus den Augen einer jungen Frau beschrieben, die hin- und hergerissen ist zwischen dem spanischen Königspaar (ihre Eltern) und dem heißgeliebten Phillip (der Schöne), mit dem sie in Flandern lebt. Oder auch nicht? Die Grenzen zwischen den Geschichten um Johanna und Phillip und Lucia und Manuel sind nicht erkennbar, ihre Leben scheinen ineinander verwoben. Gioconda Belli erzählt ihren Roman in der ihr eigenen großartigen Sprache von Leidenschaft und Erotik. Ein großes Buch. ein leidenschaftlicher Roman, eine gefühlvolle Geschichte der Liebe!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Talaith am 7. Februar 2011
Format: Taschenbuch
Da die Handlung in den vorangegangenen Rezensionen mehrfach ausgeführt wurde, werde ich an dieser Stelle auf eine erneute Zusammenfassung verzichten und mich lediglich meiner Einschätzung widmen. Der historische Handlungstrang der "Johanna der Wahnsinnigen" ist gut recherchiert und lebendig geschrieben, so dass der Leser sich durchaus in die Renaissance zurückversetzt fühlt. Durch Manuels Erzählung und Lucìas Rezeption dieser erhält man einen guten Einblick in die Verhältnisse der damaligen Zeit, die Ohnmacht der Frauen und die Bewältigung dieser Umstände. Auch die Heldin Lucia, aus deren Perspektive der Roman geschrieben wurde, ist vielschichtig dargestellt und bewirkt so, dass man die psychische und körperliche Verführung zumindest aus ihrer Sicht bewegend erlebt.

Was aber das große Manko des Romans ausmacht, ist der Held, Manuel. Da zu einer Verführung zwei Personen gehören, spielt die Figur des Manuel eine wesentliche Rolle. Nur kann dieser für mich nicht überzeugen. Allein die Beschreibung eines um die vierzig Jahre alten Mannes, Raucher mit weißen Haaren und einem Hang zum Puzzeln und Modellbau erzeugte bei mir schon ein unattraktives Bild. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Was für mich schließlich die erotische Stimmung immer wieder zerstörte, war der Gedanke, dass ein sehr viel älterer Mann eine minderjährige Waise sexuell verführt und beim ersten Geschlechtsakt sie gegen ihren Willen nimmt und somit meiner Meinung nach vergewaltigt. Das grenzt an Perversität und zerstört so die intendierte Liebesgeschichte. Für mich funktioniert die Handlung damit nicht mehr, mal abgesehen von dem unglaubwürdigen Schluss. Aus diesem Grund kann ich nur zwei Sterne geben, auch wenn Frau Belli einen guten Schreibstil hat.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kay Hoffman am 27. November 2005
Format: Gebundene Ausgabe
eine spannende geschichte, die auf historischen recherchen beruht, eine poetische Sprache, die der Leidenschaft hoch erotischer Szenen gerecht wird, und eine politische Aussage, die die negative Beurteilung starker Frauen durch männliche Diagnosen relativiert - unbedingt zu empfehlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Franziska von Hardenberg am 28. März 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ein ganz wundervoller Roman über eine Frau, die an ihrer Herkunft und an ihrer Bestimmung scheiterte: Juana de Castilla y León, Königin von Spanien. Belli hat dies herrlich verwoben in die Geschichte einer jungen Frau, die im Madrid der Francozeit sich selbst, ihre Sexualität und die Liebe zur Geschichte entdeckt.
Aber mußten die Beschreibungen des geschlechtlichen Aktes so überwiegen. Ich bin nicht prüde, aber es nervte. Die kleinen Unstimmigkeiten, was den spanischen Tagesablauf betreffen, werden nur den Spaniern auffallen und sind unwichtig, aber die deutsche Fassung hatte einige Übersetzungsfehler z.B. aus dem Aufstand der kastilischen Städte wurde ein Aufstand der Dörfer. ohoh.
Überwiegend doch ein schöner Roman!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alexa_S am 8. Januar 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die 3 Punkte gebe ich für den literarischen Stil. Das Buch ist süffig geschrieben, die Erotik greifbar und berauschend.
Aber es tut mir Leid, ich kann mich den z.T. begeisterten Kommentaren meiner Vorrezensienten nicht anschließen. Abzüge mache ich für die zweigleisige Story um 2 Paare (eines historisch belegt, eines zeitgenössisch imaginär), die für mich unglaublich an den Haaren herbeigezogen ist. Dabei werden z.T. Klischees bedient, die das ganze auch noch ins Lächerliche ziehen.

Es treten auf:
Lucia, ein Waisenkind aus dem Kloster, jungfräulich, jedoch mit beginnender Leidenschaft.
Manuel, ein älterer Mann mit dem speziellen Etwas, spanischer Adliger, besessener Historiker, der das Mysterium des Wahnsinns von Johanna, Königin von Spanien, zu ergründen sucht.
Hier steigen wir ein in den geschichtlich verbürgten Teil des Romans: Als Tochter des spanischen Königshauses wurde Johanna mit Philipp dem Schönen, einem Habsburger, vermählt. Nach anfänglichem Liebesrausch nimmt Philipp seine Mätressenwirtschaft wieder auf. Im Gegensatz zu den Monarchinnen ihrer Zeit nimmt Johanna das jedoch nicht hin: Sie verfolgt Philipp mit rasender Eifersucht. Nachdem Johanna jedoch Erbin der spanischen Krone ist, wird sie zum Spielball der Politik. Nicht nur Philipp, auch ihr Vater Ferdinand und später ihr eigener Sohn Karl bestimmen nun über ihr Geschick. Mit dem Argument, sie sei wahnsinnig, wird sie in eine Isolationshaft verbracht, die erst nach einem sehr langen Leben endet. Am Ende wird sie tatsächlich wahnsinnig.

Zurück in die Gegenart: Manuel glaubt, sich als Mann nicht in die Gedankenwelt Johannas einfühlen zu können.
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