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Hellmuth Karasek
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 428 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 1.Auflage (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498034987
  • ISBN-13: 978-3498034986
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 539.260 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hellmuth Karasek
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der langjährige Spiegel-Redakteur Hellmuth Karasek gewährt in seinem Roman Das Magazin seinen Lesern einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen des großen, bekannten Nachrichtenmagazins. Auch wenn er es Das Magazin nennt, weiß jeder, für wen sein Protagonist Daniel Doppler, ein von Karasek selbst benutztes Pseudonym, seine Reportagen verfasst.

Die Kritik hat Karaseks Buch nicht freundlich aufgenommen, wohl weil zu wenig schmutzige Wäsche gewaschen wird. Doch der Abstand seines nicht gerade friedlichen Scheidens aus der Spiegel-Redaktion ist groß genug, dass er es nicht nötig hat, einen Blick zurück im Zorn zu werfen.

Wer sich dafür interessiert, in welcher Männerdomäne ein so weit verbreitetes Magazin produziert wird und welche Gesetze dort herrschen, der kommt bei diesem oft sehr witzig formulierten Buch durchaus auf seine Kosten. Genüsslich liest man, dass Männer nicht einfach die Toilette benutzen und schon gar nicht "leitende Herren" der Redaktion. Sie schlagen ihr Wasser ab und machen damit aus einem, für die Hälfte der Menschheit, einfachen biologischen Vorgang, einen Akt der Anstrengung und Arbeit.

Und auch die veröffentlichten Interviews sollten zukünftig mit Vorsicht genossen werden. Hat Daniel Doppler doch bei einem Gespräch mit einem bekannten Schriftsteller -- es soll sich um Günter Grass gehandelt haben -- vergessen, das Diktiergerät einzuschalten. Kein Problem! Dann werden die Antworten eben aus der Erinnerung niedergeschrieben, frei nach dem Motto eines alten Ehepaares: Man kennt sich lange genug und formuliert brillanter, was der andere sagen wollte. Gute Unterhaltung! --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Als Daniel Doppler - Hellmuth Karaseks Alter ego - in die Redaktion des "Magazins" eintritt, ist die Zeitschrift eine gefürchtete Institution des Enthüllungsjournalismus und hält die Bundesrepublik Woche für Woche in Atem. An seiner Arbeitsstätte erlebt Doppler "intrigantes, eifersüchtiges, eitles und wölfisches Treiben", wobei es auch um Liebe und Frauen in einer Männerdomäne geht. Karasek legt ein spannendes, aber auch komisches Buch vor; es ist keine Abrechnung mit dem "Magazin", dazu ist der Protagonist zu sehr "mitten drin"; er hat teil an den Manipulationen der Ereignisse und wird - wie seine Kollegen - von den Ereignissen manipuliert.Hellmuth Karasek, Herausgeber des Berliner "Tagesspiegel", nachdem er über 20 Jahre im "Spiegel" für Kulturberichte und Kritik verantwortlich war und seit 13 Jahren mit Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler im "Literarischen Quartett" über Bücher streitfreudig diskutiert. Schrieb drei Theaterstücke (und zwar Komödien), eine Billy-Wilder- Biographie ("Nahaufnahme"), eine Biographie der 50er Jahre ("Go West"), stellte in "Mein Kino" seine "hundert schönsten Filme" vor, beschrieb und durchlitt die Telefonitis in "hand in handy" und schrieb den hart umkämpften Journalisten-Roman "Das Magazin".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein typischer Enthüllungsroman über die Zeit des Autors beim Magazin "DER SPIEGEL". In süffisanter Weise beschreibt Karasek die Eigenheiten des Herausgebers, der Chefredakteure und Reporter beim Spiegel. Dabei wird keiner geschont. Die Eitelkeiten, Pleiten, Pech und Pannen beim Spiegel werden in scharfer, pointierter Weise dargestellt. Besonders gut gelungen ist der Wortwitz: die Wortspiele "in dubio prosecco" und der spannende Schreibstil. Mit ein bisschen Allgemeinwissen, versteht man die Anspielungen auf lebende Personen und Reportagen über Skandale. Von Augstein, über Barschel, Franz-Josef Strauss, Kir Royal zu Günter Grass werden die Schwächen aufgedeckt und gnadenlos karikiert. Dabei werden viele tatsächlich existierenden Personen mit anderem Namen versehen, wahrscheinlich aus Angst vor Klagen, da der Autor diese gnadenlos ihrer Arroganz und Eitelkeit oder ihrer Dilletanz überführt. Insgesamt ein Muss für jeden an politischer oder gesellschaftlicher Entwicklung interessierten Leser.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Helmuth Karasek beschreibt in seinem Roman "Das Magazin" die Welt der großen deutschen Nachrichten magazine und wurde dafür von der Kritik abgewatscht. Wahrscheinlich hat man vom Autor mehr erwartet als ein kurzweiliges Buch, das auf amüsant-süffisante Weise die Geschichte der BRD in den 70er und 80er Jahren aufrollt. Waldheim-Affäre, Barschel, Aids - das ganze gewürzt mit etwas Kir Royal und jede Menge dreckiger Wäsche, die zu waschenm sich Karasek nicht zu schade ist, das ist der Inhalt des Buches, in dem Karaseks alter ego Daniel Doppler (unter dessen Synonym auch K. schrieb) eine wechselhafte Karriere durchlebt. Letztendlich ein Buch über Arroganz und Dilletantismus in sich selbst erhenden Kreisen, und damit zutiefst menschlich. Lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Petra N.
Format:Taschenbuch
Dass Karasek für sein Buch "Das Magazin" so manche Watschen von Rezensenten und Kritikern hat kassieren müssen, mag daran liegen, dass er selbst so gern austeilt (und deshalb auch einstecken muss) und dass die Erwartungen an ein Buch ausgerechnet von ihm natürlich auch sehr hoch waren.

Dabei bleibt er doch durchaus bei seinen Leisten und tut genau das, was er kann: er seziert und kritisiert nach Herzenslust in einem fetzigen, ansprechenden Stil, und er gibt Einblicke in ein Milieu, das ihm durch und durch vertraut ist  "die vierte Gewalt". Erfrischend, wie er dabei nicht nur erbarmungslos bei seinen Mitakteuren jede Fassade einreißt, Eitelkeiten bloßlegt und Wichtigtuereien entlarvt, sondern auch sich selbst als Daniel Doppler herrlich selbstironisch verspottet und durch den Kakao zieht (z. B. die Posse mit der Vaterschaftsklage, seine Angst-vor-AIDS-Episode oder der Griechenland-Urlaub). Neben den oft heftig karikierten und überzeichneten Figuren findet man aber auch durchaus psychologisch feiner ziselierte Charaktere, beispielsweise die Redakteurin Helene Gäbler, die mit zwanghafter Anstrengung und wachsender Verzweiflung nach den perfekten Wörtern sucht  toll!

Nebenbei bekommt man noch einmal Rückblicke in gesellschaftspolitisches Geschehen der BRD und Erinnerungen an zeitgeschichtliche Personen der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts geliefert.

Ein Punkt wird aber doch abgezogen, weil das ganze Buch bis zum allerletzten Schluss wie aus einem einzigen Guss wirkt und eine ultimative Spannung und Steigerung vermissen lässt.
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