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Das Märchen vom letzten Gedanken. Roman [Taschenbuch]

Edgar Hilsenrath
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. August 2006 --  

Kurzbeschreibung

1. August 2006

Der letzte Gedanke eines Menschen, so heißt es im Märchen, stehe außerhalb der Zeit. In Hilsenraths Epos über den ersten und bis heute wenig bekannten Völkermord des letzten Jahrhunderts an den Armeniern sitzt der letzte Gedanke des Thovma Khatisian auf dem Stadttor der anatolischen Stadt Bakir und durchlebt noch einmal den Leidensweg des armenischen Volkes, das jahrhundertelang im Kampf um sein geteiltes Land und seine Autonomie immer wieder unterlag.

Als letzter Sproß seiner Familie folgt der Gedanke Thovmas, geleitet von dem Märchenerzähler Meddah, den Lebensspuren des Vaters, die aus einem kleinen idyllischen Bergdorf in die Folterkammern der türkischen Machthaber führen, und wird Zeuge jenes großen Armenierpogroms 1915, mit dem die Regierung in Konstantinopel das armenische Volk endgültig auszulöschen versuchte. Mit den Mitteln eines orientalischen Märchens, aus Überlieferungen, Sagen und Legenden dieser gepeinigten Nation schöpfend, greift Hilsenrath weit zurück in die armenische Geschichte und stimmt eine berührende Totenklage um die Opfer aller Völkermorde an. Ein grausames Buch und dennoch ein Buch der Liebe, des Glaubens und der Wunder.

Mit dem ›Märchen vom letzten Gedanken‹ ist Edgar Hilsenrath ein großer epischer Wurf gelungen. Wie ein orientalisches Märchen erzählt er die tragische Geschichte des armenischen Volkes und seiner Ausrottung durch die Türken im ersten Holocaust des letzten Jahrhunderts.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 640 Seiten
  • Verlag: dtv; Auflage: Gesammelte Werke Bd. 6. (1. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423134852
  • ISBN-13: 978-3423134859
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 362.873 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Edgar Hilsenrath ist ein humaner, einfühlsamer, zärtlicher Märchenerzähler, ohne die Greueltaten, von denen er berichtet, zu bagatellisieren. Gleich Bildern von Hieronymus Bosch breitet er sie vor uns aus in einer sinnlich-konkreten Aura, deren poetische Kraft im Wechselspiel von Grausamkeit, Sanftmütigkeit und Menschlichkeit entsteht.«
Cornelia Staudacher, Der Tagesspiegel

»›Das Märchen vom letzten Gedanken‹ baut auf solidem Grund und schwebt, gleich einer Chagall-Traumflucht, darüber hin. Ein Thomas Mannscher Geist der Erzählung bewegt sich mühelos in Raum und Zeit.«
Der Spiegel

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Edgar Hilsenrath wurde am 2. April 1926 in Leipzig geboren. 1938 flüchtete er mit der Mutter und dem jüngeren Bruder nach Rumänien. 1941 kam die Familie in ein jüdisches Ghetto in der Ukraine. Hilsenrath überlebte und wanderte 1945 nach Palästina, 1951 in die USA aus. 1989 erhielt er den Alfred-Döblin-Preis, 1992 den Heinz-Galinski-Preis, 1994 den Hans-Erich-Nossack-Preis, 1996 den Jakob-Wassermann-Preis und Hans-Sahl-Preis. Edgar Hilsenrath lebt heute in Berlin.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Wer etwas über den Genozid an den Armeniern erfahren will, der 1915 von der Türkei begangen wurde, der lese am besten als erstes "die 40 Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel. In Romanform, aber eng an die historischen Begebenheiten angelehnt, werden darin die erschütternden, von der Welt weitgehend verdrängten Tatsachen berichtet.
Edgar Hilsenrath wusste, dass er Werfel nicht übertreffen konnte. Doch dieser jüdische Schriftsteller, der den Holocaust in der Emigration überlebt hatte, wollte über das Schicksal der Armenier berichten, das in mancher Hinsicht wie ein Vorläufer-Schicksal des jüdischen Holocaust erscheint. Er wählte seine Form aus der Märchentradition des Orient. Der "Märchenerzähler" als Beruf ist bei Arabern, Türken und Armeniern gleicherweise bekannt. Dieser Märchenerzähler hält durch mündliche Überlieferung die Geschichten seines Volkes fest, erzählt sie von Dorf zu Dorf, von Wirtshaus zu Wirtshaus in aller Weitschweifigkeit und Ungenauigkeit, immer mal wieder anders, aber immer am Kern der Wahrheit. Hilsenrath hat sich diesem Märchenerzähler-Typ anvertraut. Sein Märchenerzähler berichtet dem sterbenden Sohn von Holocaustopfern, der nach Zürich ausgewandert war, am Ende seines Lebens von seinen Wurzeln in Armenien, von seinen Eltern und Großeltern, von den schrecklichen Verfolgungen und von den Vermutungen, wie er selber mit dem Leben davongekommen sein mag. Dies findet zwar nur im Kopf des Sterbenden statt, doch bei seinem "letzten Gedanken" ist er eingestimmt auf seine Wurzeln und hat das Leben der Vorfahren und Eltern noch einmal mit empfunden und mit durchlitten.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Genozid an den Armeniern... 14. März 2007
Von Limes
Format:Taschenbuch
verübt mit Unterstützung der heute unterdrückten Kurden.

Eindrucksvoll und literarisch hochwertige historische Betrachtung des in der Türkei geleugneten Tabuthemas.

Hilsenrath: ein wirklicher Literat, der die Dinge ausspricht, wie sie sind und sie uns dennoch so tief be- und anrühren.

Ein grossartiges Buch, das man mehr als einmal lesen muss.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle 25. Juni 2010
Format:Taschenbuch
Ich habe zuerst den Roman "Die 40 Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel gelesen. Wie schon in einer anderen Rezension angedeutet, ist mit diesem Roman das Thema auf seine Weise erschöpfend und erschütternd behandelt. Hilsenrath muß einen anderen Weg gehen. Sein Schreibstil ist einfacher als der Werfels, er arbeitet viel mit kurzen Sätzen, Fragen, die mit den selben Worten beantwortet werden, was alles sehr eindrücklich wirken lässt. Schockierend wirken oft die banalen Sätze, mit denen Grausigstes wie Selbstverständlichstes ausgedrückt werden.
Was mich stört sind die allzu realistischen Schilderungen der türkischen Toilettenkultur, der Foltermethoden und homoerotischen (schwulen) Praktiken.
Werfels Roman macht melancholisch, nachdenklich, fordert Denkarbeit, Hilsenrath läßt schaudern, Ekel fühlen.
Beide Romane sind zu empfehlen, welcher Autor besser gefällt, bleibt dem Geschmack des Lesers überlassen.
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mit Werfel nicht zu vergleichen 29. Dezember 2010
Von Udo Helms
Format:Taschenbuch
Es wurde schon in den anderen Rezensionen erwähnt, dass Hilsenraths 'Märchen' nicht an Franz Werfels großartigen Roman 'Die vierzig Tage des Musa Dagh' heranreicht - und auch gar nicht heranreichen will. Das ist das Sympathische an Hilsenrath - er versucht sich nicht zu einem Weltklasseliteraten aufzuspielen, sondern steht mit seiner einfachen, direkten Sprache zu sich selbst.

Aber der potentielle Leser sollte sich schon darüber im klaren sein, was für ein Qualitätsunterschied ihn erwartet: Werfels Roman hat einen geschlossenen Spannungsbogen mit sehr genau gezeichneten Charakteren, und hält sich in seinen Schilderungen des historischen Rahmens präzise an die ihm Anfang der 1930er Jahre zur Verfügung stehenden Quellen. Hilsenrath konnte in den 80er Jahren nicht mehr auf Augenzeugenberichte zurückgreifen und war stark auf kulturelle Sekundärquellen angewiesen, so dass sich der Dialog zwischen den Hauptpersonen - dem 'letztem Gedanken' des sterbenden Thovma Khatisian und dem allwissenden 'Märchenerzähler' teilweise wie ein Kulturreiseführer liest.

Seine schlichten Frage- und Antwortsätze werden besonders im ersten Teil mit recht zotigen Anekdoten durchmischt, die dieses Lesers Sache nicht sind; dazu gehören ein zwölf Seiten umfassender Erguss über türkische Militärtoiletten und eine in den 80ern vielleicht noch salonfähige, heutzutage aber dispektierliche Gleichstellung von Schwulen und Pädophilen (Buch I, Kapitel 2: (...) und noch dazu ein Schwuler, der einen Dreijährigen fast zu Tode gepimpert hat.' Erst im dritten Teil, als die Tragödie ihren Lauf nimmt, kann Hilsenrath seinen persönlichen Bezug zum Thema veranschaulichen.
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1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein besonders... schlechtes Buch finde ich 12. Dezember 2012
Von lotta_z
Format:Taschenbuch
Immer wieder habe ich gelesen oder gehört dass dieser Autor gut wäre usw. usf. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe (bis zum Schluss habe ich nicht durchgehalten, jedoch viel zu lange) kann ich nur meine persönliche Meinung sagen: Für mich ist dieses Buch einzigartig ... und zwar eine einzigartige Sch....e! Ich werde dieses Buch weder aufbewahren (Platzverschwendung) noch weiterverschenken (Zeitraub!). Schade wegen dem interessanten Thema (armenischer Genozid)!
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