Der Film spielt in der japanischen Nachkriegszeit. Das ist jedoch keineswegs schlecht und hat auch so keine kriegsbedingten Auswirkungen auf den Film (nicht wie: Barfuß durch Hiroshima oder Die letzten Glühwürmchen)
Einzig eine auch heute in Japan veraltete konservative Einstellung und das Gesellschaftliche Ansehen spielen eine Rolle. Nicht nachvollziehbar für Europäer. Für Anime Fans jedoch sicher nichts außergewöhnliches.
Story:
Der Film handelt von der 9 Jahre alten Shinko die auf dem Land lebt. Shinko hat eine besondere Gabe, sie hat ein unglaublich gutes Vorstellungsvermögen und Fantasie. Ihr Großvater der früher einmal Lehrer war erzählt Shinko oft von Orten und Plätzen, wie es hier einst vor 1000 Jahren ausgesehen hat. Shinko liebt es sich dann diese Orte mit belebten treiben vorzustellen und diese in Ihrer Fantasie selbst zu besuchen. Das kann man nun als reine Fantasie auslegen oder als Reise in die Vergangenheit. Was es letztendlich ist, spielt auch keine Rolle, denn für Shinko ist es echt und nur das zählt.
Eines Tages zieht aus der Großstadt ein neues Mädchen (Kiiko) aufs Land zu Shinko, und schnell Freunden sich beide nach kleineren Anlaufschwierigkeiten an. Kiiko ist leider nicht so gut was die Vorstellungskraft betrifft und liebt es den Gedanken von Shinko zu lauschen. Somit ist es Ihr möglich auch in die Vergangenheit zu reisen.
Man kann es etwas so auslegen das Stadtkinder erst lernen müssen wie man Gebrauch von der eigenen Fantasie macht.
Parallel erzählt der Film noch die Geschichte der Dorf Kinder. Dieser Part wird im späteren Verlauf etwas ernster.
Zielgruppe:
Ja, für die ganze Familie. Würde ich gerne sagen, doch es würde wohl nicht ganz stimmen.
Ich halte den Film für Kinder toll und geeignet.Doch, angehende Jugendliche dürften mit dem Film wohl die meisten Probleme haben. Für die ist er auf den ersten Blick wohl zu kindisch und hat wenig mit "cool" zu tun.
Das volle Potenzial schöpft der Film wohl bei Erwachsenen aus, vor allen denen die sich als Kind schon ohne Ängste draußen in der Natur frei bewegen konnten, und nicht in Großstädten aufgewachsen sind. Um alles zu verstehen und auch wirklich interpretieren zu können, muss man schon ein gewisses Alter,Reife und auch selbst noch eine große Portion Fantasie haben.
Das Mädchen mit dem Zauberhaar könnte man fast schon in die Ghibli Filmreihe zu ordnen (Ist aber kein Ghibli Film).
Er ist sehr solide gezeichnet, viel Fantasie, lustig, aber auch der bodenständig und ernster. Da ist nun einmal nicht alles heile Welt, wie in echt eben auch. Macher Elternteil könnte hier Sagen "mein Kind ist noch nicht reif für so etwas", deswegen sollten Eltern sich den Film vorab alleine ansehen. Dennoch denke ich das FSK 6 die richtige Entscheidung war, und vor allem und jeden braucht man sein Kind auch nicht beschützen. Dann lieber mal Super RTL (Spongebob) auslassen zu so einem Film greifen, danach mit seinem Kind den Film noch einmal durchgehen was Ihm gefallen hat oder ob es was nicht verstanden hat.
Ton:
Ich habe den Film nun in Japanisch mit Untertitel und in Deutsch gesehen. Und ausnahmsweise muss ich gestehen hat mir die deutsche Vertonung besser gefallen. Zwar passen die japanischen Stimmen besser zu den einzelnen Charakteren wenn man es ausschnittsweise betrachten würde.
Dennoch im Gesamtbild durch die etwas tieferen deutschen stimmen wirkt das ganze noch eine Spur seriöser und klarer.
Bewertung
Für Kinder 4 von 5 Sterne
Jugendliche 3 von 5
Erwachsene 5 von 5