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Das Mädchen im roten Mantel.
 
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Das Mädchen im roten Mantel. [Broschiert]

Roma Ligocka , Iris von Finckenstein
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 463 Seiten
  • Verlag: Diana (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453351207
  • ISBN-13: 978-3453351202
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 510.933 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Roma Ligocka
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Buch, das ein Stück düsterer europäischer Geschichte spiegelt. Und das Porträt einer intelligenten, kämpferischen Frau zeichnet, die in einer verrohten Welt stets ihre Würde bewahrte." (Brigitte)

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Roma Ligocka ist zwei Jahre alt, als alle Juden aus Krakau und Umgebung im Ghetto zusammengepfercht werden. Ausgestattet mit falschen Papieren gelingt Roma und ihrer Mutter die Flucht, und wie durch ein Wunder überleben sie den Krieg. Doch das Grauen, das für Roma als Kind das Normale war, hat sie nie mehr verlassen ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Drei Jahre, die ein Leben prägen, 30. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen im roten Mantel (Taschenbuch)
Roma Ligocka beschreibt ihr Leben, ab ihrem zweiten Lebensjahr. Es beginnt im Krakauer Ghetto, in dem sie drei Jahre verbringt.
- Wer den Film "Schindlers Liste" gesehen hat erinnert sich vieleicht an das kleine Mädchen im roten Mantel das bei der Räumung des Krakauer Ghettos durch die Straßen irrt und ein Versteckk sucht - Roma Ligocka hatte genau so einen Mantel und erkennt sich in dieser Figur wieder als sie den Film zusammen mit den anderen Überlebenden bei der Premiere sieht.
Nach 48 Jahren hört sie auf ihre Vergangenheit vergessen zu wollen und schreibt sie auf - die Tage im Ghetto, die Angst vor den "Männern mit der schwarzen Stiefeln", die Verzweiflung und Panik und die Gedanken eines Kindes, das dies alles nicht begreift. Sie sieht die Grausamkeit der SS-Soldaten und weiß nicht was da eigentlich passsiert. Soldaten richten auf offener Straße Menschen hin und das kleine Mädchen muss alles mit ansehen. Sie kann nicht spielen, ist anders als andere Kinder und darunter leidet sie noch Jahre nach dem Krieg.

Das alles sind Geschichten, die man oft gehört hat, aber es ist etwas anderes, wenn der, der es erlebt hat es selber beschreibt. Roma Ligocka erzählt wie sie diese Welt erlebt hat. Völlig naiv nimmt die kleine Roma das Geschehen war und interpretiert auf eine ganz andere Art als es ein Erwachsener (Zuschauer) macht.
Roma Ligocka beschreibt ihr Leben bis zu dem Punkt, an dem sie das Buch geschrieben hat und jede Phase Ihres Lebens erzählt sie mit den Gedanken und Ansichten, wie sie sie zu dieser Zeit hatte. Man sieht dieses Kind wachsen, als sei man dabei gewesen.

Im Vergleich zu anderen Erzählungen (z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") hört diese Geschichte aber nicht im oder nach dem 2. Weltkrieg auf. Sie erzählt ein ganzes Leben, das geprägt ist von Ängsten und Missverständnissen. Man sieht, welchen psychischen Schaden diese 3 Jahre im Leben dieses Kindes hinterlassen haben und das es eben nicht irgendwann vorbei war, an einem fixen Datum und dann ein "normales" Leben begann. Roma Ligocka erzählt, wie sie noch heute unter den Folgen leidet und macht dadurch das Ausmaß des "Schadens" erst richtig deutlich, den die Erlebnisse verursacht haben.
Das ist bedrückend, aber es ist auch interessant ein bisschen mehr zu erfahren und besser zu verstehen.

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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die brutale Kälte dieser Welt trifft ein ungeschütztes Kinderherz, 20. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen im roten Mantel. (Broschiert)
Die Geschichte des kleinen jüdischen Mädchens Roma beginnt im Ghetto. Die Todesangst der Erwachsenen spürt Roma bereits in ihrem Gitterbettchen in dem kleinen Raum, den ihre Familie mit anderen Menschen teilen muß.
Von dort reißen die Nazis auch ihre geliebte Großmutter von ihr weg, die Schreie der Oma sind das Schlimmste, das Roma je gehört hat und je wieder hören wird. Daß ihr eigenes Leben am seidenen Faden hängt, ist dem Kleinkind allzu früh bewußt.
Der Mutter gelingt es zwar, das Leben ihres Kindes hindurchzuretten durch das Mordregime der Nazis. Aber das kleine Mädchen darf nie die Geborgenheit und Sicherheit erleben, die zu den elementaren Grundbedürfnissen eines jeden Kindes gehören. Als Leser erlebte ich ein Mädchen, dessen junge Seele ständig überfordert wurde. Auch bei den Menschen, die Roma und ihrer Mutter helfen, zu überleben, findet das Kind letztlich keine Geborgenheit.

Und auch die erwachsene Roma bleibt mit ihren inneren Wunden alleine.
Es erscheint dem Leser wie ein weiteres Armutszeugnis dieser Welt, daß der erwachsenen Roma lediglich Tabletten verschrieben werden, mit deren Hilfe sie ihre zutiefst verwundete Seele in den Griff bekommen soll.
Mit einem brillianten Schreibstil beschreibt Roma Ligocka in diesem Buch ihre frühesten Erinnerungen, den Überlebenskampf, ihre Sehnsucht nach Liebe, ihre Tablettensucht, ihr Leben.
Ihre Ehrlichkeit hat mich dabei mehr als beeindruckt und trägt dazu bei, diesem Werk die Bestbewertung zu geben.

Wenn ich das Bild der erwachsenen Roma betrachte, ihren Gesichtsausdruck auf mich wirken lasse, dann empfinde ich den Blick einer Überlebenden, deren Herz noch ganz viel Heilung braucht und hoffentlich auch erfahren darf. Und so wirkt auch die Lektüre ihrer Geschichte in mir nach, Tage, nachdem ich sie beendet habe.

Gottes Segen für Roma Ligocka.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckende Realität eines Kleinkindes im 2. Weltkrieg, 25. März 2004
Von 
Nadine Dier "Nadine Dier" (Ingolstadt, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen im roten Mantel (Taschenbuch)
Ein kleines Mädchen, dass mit zwei Jahren mit Ihrer Familie als Jüdin ins Ghetto kommt und den Krieg überlebt.
Die Autorin schildert die Ängste und Lebensbedingungen des kleinen Mädchens sehr einfühlsam. Man kann sicherlich nur begrenzt nachvollziehen, wie es wohl sein kann, wenn man unter ständiger Todesangst als kleines Mädchen im Krieg aufwachsen muss. Trotzdem läuft es einem kalt über den Rücken wenn man liest, wie die kleinen Kinder die Welt voller Krieg, Tod und Diskriminierung. Kaum vorstellbar für die westliche Wohlstandsbevölkerung. Dieses Buch ist uneingeschränkt jedem zu empfehlen, der sich sowohl für zwischenmenschliche als auch für geschichtliche Ereignisse interessiert!
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