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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2002
Das Foto eines nackten, verbrannten vietnamesischen Mädchens, das verzweifelt und mit schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck versucht, vor dem Napalm wegzulaufen, wurde zur Ikone gegen den Vietnamkrieg. Das Mädchen hat überlebt und wie die Autorin Denise Chong die Geschichte von Kim Phuc, dem Mädchen auf dem Foto erzählt, das findet Rezensentin Ulla Fölsing "sensibel, aber unsentimental". Ein großes Lob also für Chongs auf Interviews mit Kim und ihren Verwandten beruhender Darstellung der erlebten "Grausamkeit des Krieges", von Kims Überleben, ihrer "Hoffnungen und Enttäuschungen". Auch dass in der Geschichte dieser Frau, die später für kommunistische Propaganda instrumentalisiert wurde, sich irgendwann in den "Westen absetzte" und heute ehrenamtliche Unesco-Botschafterin ist, immer die politischen Entwicklungen miterzählt werden, erscheint Fölsing sinnvoll.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
1972 geht ein Foto um die Welt: Es zeigt die neunjährige Südvietnamesin Kim Phuc, die mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben läuft. Napalmbomben, die feindlichen nordvietnamesischen Stellungen galten, fügen ihr schwerste Verbrennungen zu. Innerhalb von Tagen geht ihr Bild weltweit durch die Presse und wird zum Sinnbild für das Leiden aller zivilen Kriegsopfer. Die weitere Lebensgeschichte des Mädchens hinter dem Foto bleibt jedoch nahezu unbekannt und wird hier erstmals authentisch und sensibel dargestellt.
Über den Autor
Denise Chong - Enkelin der Konkubine May-Ying - studierte Volkswirtschaft in Kanada und arbeitete danach einige Jahre im Stab des kanadischen Premierministers; heute ist sie als Journalistin tätig und lebt mit ihrer Familie in Ottawa.